Midst of Mind – Podcast für mentale Klarheit und Selbstreflexion

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„Die Medien sind gegen uns“: Hostile-Media-Effekt, Medienskepsis und die Zukunft des Journalismus mit Thomas Hanitzsch #52

„Die Medien sind gegen uns“: Hostile-Media-Effekt, Medienskepsis und die Zukunft des Journalismus mit Thomas Hanitzsch #52

Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Medien einseitig berichten, und zwar gegen ihre eigene Sicht. Das Erstaunliche daran: Dieses Gefühl teilen Menschen von links und von rechts gleichermaßen. Was sagt das über den Journalismus, und was über uns? In dieser Folge spricht Gabriel mit Prof. Thomas Hanitzsch, Kommunikationswissenschaftler an der LMU München und Leiter der Worlds of Journalism Study, die Journalismus in rund 90 Ländern untersucht. Er erklärt den sogenannten Hostile-Media-Effekt: Je fester wir in unserer eigenen Weltsicht stecken, desto eher erscheint uns selbst ausgewogene Berichterstattung als parteiisch. Und je stärker eine Gesellschaft sich spaltet, desto mehr Vertrauen geht verloren. Thomas ist in der DDR aufgewachsen und hat erlebt, wie Medien zum Sprachrohr eines Staates werden. Nach der Wende ist er mit drei Kurzgeschichten unter dem Arm in eine Dresdner Zeitungsredaktion marschiert und dort Journalist geworden, später Wissenschaftler. Aus dieser Erfahrung heraus ordnet er ein, warum Medienskepsis im Osten verbreiteter ist und warum der Vergleich mit der DDR trotzdem nicht trägt. Das Gespräch führt weiter zu der Frage, ob Journalismus immer objektiv sein muss, warum junge Menschen sich in den Medien kaum wiederfinden und was von der Profession bleibt, wenn KI immer mehr journalistische Arbeit übernimmt. Eine Folge über Vertrauen, Wahrnehmung und darüber, wie wir uns in einer unübersichtlichen Informationswelt orientieren. Mehr zu Thomas' Forschung: https://www.sw.lmu.de/ifkw/de/das-institut/organisation-und-ansprechpartner/menschen-am-ifkw/kontaktseite/thomas-hanitzsch-c8d7d5b3.html Worlds of Journalism Study: worldsofjournalism.org

Welcher Archetyp bin ich? | Dipl.-Psych. Georg Milzner

Welcher Archetyp bin ich? | Dipl.-Psych. Georg Milzner

Wer von Archetypen hört, denkt schnell an Persönlichkeitstests: Welcher Typ bin ich, der Krieger, die Liebende, die Wilde Frau? Georg Milzner hält diese Lesart für zu kurz. Archetypen sind für ihn keine Anteile, die wir an uns entdecken, sondern uralte seelische Strömungen, die Menschen über Kulturen hinweg prägen und sich in Mythen, Märchen und Filmen immer wieder zeigen. Im Gespräch geht es darum, was C. G. Jung mit dem kollektiven Unbewussten meinte, warum das Selbst als größter Archetyp gilt und weshalb die populäre Darstellung oft verzerrt ist. Zu Beginn fragen wir außerdem, wie sich das Verständnis von Bewusstsein in den letzten dreißig Jahren verändert hat, von Nahtoderfahrungen bis zur Kommunikation von Pflanzen und Tieren. Wir sprechen darüber, was Archetypen im Alltag und in Krisen bedeuten können und warum die Arbeit mit ihnen Respekt und Demut verlangt. Keine fertigen Antworten, sondern eine Einladung, die eigenen inneren Bilder besser zu verstehen.

Wie Musik uns durch Krisen hilft | Dr. Nico Rose

Wie Musik uns durch Krisen hilft | Dr. Nico Rose

Was trägt uns, wenn das Leben ins Wanken gerät? Der Psychologe und Autor Dr. Nico Rose spricht offen über eigene Krisen, von Depressionen in der Jugend bis zur Trennung, und darüber, was ihm geholfen hat. Es geht um die Frage, wie Sinn entsteht, und warum die Antwort weniger in Leistung liegt als in Beziehung zu sich selbst und zu anderen. Rose erklärt, weshalb man Krisen nicht romantisieren sollte und sie trotzdem ein Scheideweg sein können, wie Resilienz entsteht und welche Rolle Musik, Sport und Neugier für ein gutes Leben spielen. Nico Rose: https://nicorose.de/ Buch „Hard, Heavy & Happy – Heavy Metal und die Kunst des guten Lebens”: https://nicorose.de/buch-hard-heavy-happy-heavy-metal-und-die-kunst-des-guten-lebens/ Wenn dich das Thema betrifft oder du dir Sorgen um jemanden machst: Du musst damit nicht allein bleiben. Telefonseelsorge Deutschland: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, auch 116 123. Kostenlos und rund um die Uhr, Chat und Mail unter telefonseelsorge.de. Österreich: 142. Schweiz: 143. Kinder- und Jugendtelefon (Deutschland): 116 111. Bei akuter Gefahr: 112.

Glaubenssätze und Angst: Warum positives Denken nicht reicht – Midst of Mind Podcast #49

Glaubenssätze und Angst: Warum positives Denken nicht reicht

Fast jeder kennt den Rat, einfach positiver zu denken. Er hilft nur selten – und das hat einen Grund. Wer sich innerlich zuredet, dass alles gut wird, liefert dem eigenen Zweifel sofort neue Angriffsfläche. Der Psychotherapeut Sacha Bachim arbeitet seit 2008 in eigener Praxis in Luxemburg und beschäftigt sich mit der Frage, warum wir in denselben Situationen so unterschiedlich reagieren. Seine Antwort liegt zwischen Auslöser und Gefühl: in einer Bewertung, die meist unbemerkt abläuft und sich trotzdem wie objektive Wahrheit anfühlt. Dass ein Gefühl echt ist, heißt nicht, dass die Einschätzung dahinter stimmt. Im Gespräch geht es darum, woher solche Glaubenssätze stammen, wie die ABC-Methode sie sichtbar macht und warum neue Gedanken nicht positiv, sondern realistisch und konstruktiv sein sollten. Außerdem: warum der Kampf gegen Nervosität sie verstärkt, weshalb das Gedankenkarussell sich erst beruhigt, wenn die Gedanken aufgeschrieben sind, und was vom Satz „Früher war alles besser" übrig bleibt, wenn man ihn überprüft. Mehr zu Sacha Bachim: https://linktr.ee/sachabachim