
Glaubenssätze und Angst: Warum positives Denken nicht reicht
Fast jeder kennt den Rat, einfach positiver zu denken. Er hilft nur selten – und das hat einen Grund. Wer sich innerlich zuredet, dass alles gut wird, liefert dem eigenen Zweifel sofort neue Angriffsfläche. Der Psychotherapeut Sacha Bachim arbeitet seit 2008 in eigener Praxis in Luxemburg und beschäftigt sich mit der Frage, warum wir in denselben Situationen so unterschiedlich reagieren. Seine Antwort liegt zwischen Auslöser und Gefühl: in einer Bewertung, die meist unbemerkt abläuft und sich trotzdem wie objektive Wahrheit anfühlt. Dass ein Gefühl echt ist, heißt nicht, dass die Einschätzung dahinter stimmt. Im Gespräch geht es darum, woher solche Glaubenssätze stammen, wie die ABC-Methode sie sichtbar macht und warum neue Gedanken nicht positiv, sondern realistisch und konstruktiv sein sollten. Außerdem: warum der Kampf gegen Nervosität sie verstärkt, weshalb das Gedankenkarussell sich erst beruhigt, wenn die Gedanken aufgeschrieben sind, und was vom Satz „Früher war alles besser" übrig bleibt, wenn man ihn überprüft. Mehr zu Sacha Bachim: https://linktr.ee/sachabachim



