Podcast-Folge
Warum wir heute psychisch erschöpft sind
Episode #40
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Lieber Professor Hofmann, willkommen zurück zu unserer Show. Dankeschön. Anfangen möchte ich mit der Frage, wenn Sie auf unsere Gesellschaft blicken, vielleicht die westliche Gesellschaft, so als Konstrukt, was hat sich in den letzten 20 Jahren bei uns getan aus der psychischen Sicht?
Ich würde mal sagen, dass sich keine dramatischen Veränderungen ergeben haben, wenn man das auf eine sehr lange Zeitspanne hin betrachtet. Mit anderen Worten, psychische Störung in der Qualität sind relativ ähnlich, wie sie vor 20, auch 30 Jahren waren. Es gibt feinere Unterschiede allerdings.
In speziellen Unterschiede oder Entwicklungen in Gruppen, in Subgruppen unserer Gesellschaft, die machen sich durchaus bemerkbar. Diese Unterschiede sind allerdings, wenn man sich auf so eine große Sicht hin betrachtet, relativ klein. Aber wir wissen, dass etwa psychische Störungen, psychische Erkrankungen,
bei Kindern und Jugendlichen zugenommen hat, als Beispiel. Wir wissen auch, dass Vereinsamung insgesamt zugenommen hat. Und wie auch die Gesellschaft jetzt immer zunehmend älter wird, haben sich dadurch auch Folgen ergeben, was mit Vereinsamung zu tun hat. Ich würde gerne mal auf die Prävalenz eingehen, also mit anderen Worten die Häufigkeit von psychischen Störungen.
Es ist relativ schwierig, eindeutig zu sagen, ob psychische Störungen zu- oder abnehmen. Teilweise, weil sich die Art und Weise, wie wir psychische Störungen erfassen und definieren, verändert sich. Das verändert sich ja fast alle zehn Jahre oder so. Neue Störungen kommen hinzu, andere fallen weg. Gegebene Störungen werden oft umdefiniert, neu definiert, sodass keine Kontinuität da ist,
über so 30, 40, 50 Jahre. Es ist sehr, sehr schwierig, das zu vergleichen. Wir können allerdings, wir kriegen schon so ein ungefähres Maß, wenn wir dann fragen, wie häufig Ärzte mit Psychiaten oder Psychiaten, Psychologen, wie sich deren Alltag verändert, da zeigt sich natürlich dann oft, dass es eine Zu- oder Abnahme gibt,
und abhängig von bestimmten Zeiten. Ich würde auch sagen, dass so Generationenunterschiede eine deutliche Rolle spielen. Psychische Störungen werden heutzutage sehr viel mehr diskutiert in der Gesellschaft. Das Stigma in unserer Westling-Gesellschaft nimmt zunehmend ab, sodass wir auch nicht wissen, ob psychische Störungen jetzt wirklich zunehmen,
in der Prävalenz, oder ob wir einfach die als offener definieren, ob wir diese Störung einfach ehrlicher benennen und damit ehrlicher umgehen. Also, wenn wir dann die Störung innerhalb verschiedener Gruppen untersuchen, und wenn wir uns die Störung in den Gruppen anschauen, speziell bei Kindern und Jugendlichen, da ist mit Sicherheit auch ein großer Faktor, wie sich soziale Medien,
wie die Einfluss haben auf den Alltag der Menschen. Wir wissen, dass soziale Medien nicht gesundheitsförderlich sind. Es ist tatsächlich so, dass es mittlerweile auch politische Bestrebungen gibt, eine Altersbegrenzung vorzunehmen und zu sagen, also wir sollten soziale Medien eigentlich gar nicht zulassen,
wenn Leute nicht reif genug sind, damit sinnvoll umzugehen. Aber selbst wenn wir reif genug sind, selbst wenn wir wissen, was wir damit tun, hat es Probleme und Probleme der Vereinsamung, Probleme, wie man zwischenmenschlich miteinander umgeht. Natürlich auch die ganzen politischen Situationen, die gesellschaftlichen Situationen, die haben natürlich einen Einfluss auf unser Erleben, auf unser emotionales Erleben.
Und klar, die gegenwärtigen Konflikte, die gegenwärtigen Unsicherheiten, die es gibt in der Politik, im Leben, die spiegeln sich auch im Emotionalen. Weil was ich oft mitkriege aus meinem Umfeld ist, dass ein Gefühl von Unsicherheit herrscht, von ein bisschen, dass man keine Kontrolle hat und bei ein paar Leuten auch eine gewisse Gleichgültigkeit.
Lässt sich dieser Trend auch so breitflächig, sage ich mal so, ungefähr sehen? Ja, und das hat natürlich Auswirkungen auf das Emotionale Befinden. Also wir wissen von der Psychologie, das ist eine alte Literatur, die wurde immer wieder gezeigt, dass Kontrollverlust, also wenn man keine Kontrolle hat über eine Situation,
dass das ein großer Faktor für Depression ist. Man sagt dazu, learned helplessness, also das gelernte Hilflosigkeit. Wenn einem deutlich wird, dass ganz egal, was man tut, eigentlich hat man keinen Einfluss auf die Umgebung, man kann die Zukunft nicht beeinflussen und dann zieht man sich zurück.
Und das ist ein sehr bekanntes Depressionsmodell, das damals von Martin Seligman ins Leben gerufen wurde. Und da ist mit Sicherheit sehr viel noch, steckt da noch Wahrheit drin. Wir wissen auch, dass eine allgemeine Kontrollüberzeugung, also diese, und es ist nicht unbedingt nötig,
dass man tatsächlich Kontrolle hat, sondern es ist wichtiger zu glauben, dass man Kontrolle hat. Also dieser Glaube an die Kontrolle, das ist das Entscheidende. In der Tat haben wir eigentlich keine Kontrolle über unser Leben. Es passieren ständig Dinge, von denen wir,
Unfälle sind gang und gäbe. Es passieren Dinge in unserem Leben, von denen wir überhaupt keine Kontrolle haben und von denen wir auch gar nicht wissen, dass sie passieren werden. Sonst, das ist eine Definition natürlich.
Und diese, trotzdem wollen wir das aber nicht wahrhaben. Wir wollen, dass diese, bei Depressionen zeigt sich auch, bei schweren Depressionen wissen wir, dass Leute oft eine realistische Einschätzung haben über die Unkontrollierbarkeit ihres Lebens in gewisser Weise.
Und das ist ein bisschen Baust. Und das ist ein bisschen Baust. Das heißt, dass man sagt, man ist Realist, oder? Das ist dann meistens die Aussage. Ja, aber das ist nichts Adaptives.
Das ist also tatsächlich so ein positiver Beiß, den wir haben. Wir denken, dass wir eine Kontrolle über unser Leben haben, dass wir unser Leben so gestalten, wie wir wollen, aber in der Tat haben wir das eigentlich nicht. Und depressive Menschen sehen das oft genauso,
dass wir diese Kontrolle eigentlich nicht haben. Also dieser depressive Realismus, das ist der Begriff da, depressive realism, der eigentlich maleraktiv ist. Und was uns gesund macht und lässt, bleiben lässt, ist dieser positive Bias, diese positive Fehleinschätzung,
wie viel Kontrolle wir eigentlich haben, um zu leben. Ich könnte Sie sehr schnell, sehr einfach, sehr depressiv machen. Ich kann Ihnen einfach jetzt klar machen, dass Sie sitzen jetzt hier, denken, dass die Show gut läuft und alles wunderbar ist und das Morgenwunder wieder ein Tag ist.
Aber Sie sehen nicht, dass es eigentlich überhaupt keinen Sinn macht, was wir gerade machen. Weil alles wird am Ende unwichtig sein. Sie werden sterben, ich werde sterben. Die Welt wird am Ende zugrunde gehen.
Ganz egal, was passiert, was für ein wunderbares Erlebnis Sie morgen und übermorgen haben, das wird alles zunichte werden. Weil am Ende der Tod steht und der ist gewiss. Und das fühlt sich natürlich nicht gut an.
Ja, definitiv. Also ich verstehe. Und ich glaube, genau da ist dann die Kunst oder vielleicht auch die Fähigkeit von einem gewissen Optimismus. Weil so habe ich das immer in meinen, sage ich mal, schlimmen Zuständen,
habe ich das dann meistens gelernt, dass man kann doch eigentlich genau diese Medaille auch ein bisschen umdrehen. Aber mir ist auch sehr klar, dass es Situationen gibt, wo vielleicht einem auch nur diese Denkweise bleibt. Genau.
Und das ist genau der Ansatzpunkt, den wir auch, genau der ist in der Therapie erforderlich, diese Medaille umzudrehen und zu sagen, das stimmt alles, das bestreiten wir auch nicht. Aber das Leben passiert im Hier und Jetzt. Und genau da ist der Punkt, der eigentlich das Leben lebenswert macht. Dass wir nämlich in dem Hier und Jetzt uns wiederfinden,
dass wir diesen Moment einfach umarmen und die Zukunft sein lassen in gewisser Weise. Und dass wir natürlich auch, wenn wir wissen, dass irgendwelche Sachen vermieden werden können, wir diese Kontrolle darüber haben, das zu vermeiden. Dass wir also Coping, also Möglichkeiten haben, unser Leben innerhalb dieses Rahmens in die Richtung zu leiten, die wir also wollen.
Aber das ist die Idee auch der Achtsamkeit. Diese Idee, Dinge so sein zu lassen, wie sie sind, und sich in dem Hier und Jetzt aufhalten und nicht in die Zukunft gehen, mit unseren Gedanken, mit unseren Gefühlen. Da gibt es auch ein Sprichwort, das war am Ende von einem Buch,
habe ich das gelesen, ich übersetze das kurz aufs Deutsch, Schmerz kann nur gefunden werden in den Sorgen von morgen oder in den neue Gedanken von gestern. Ja, sehr schön. Dass wenn du eigentlich auch akzeptierst, vielleicht wo du jetzt bist,
dann gibt es doch vielleicht eigentlich auch keinen Grund. Es gibt immer einen Grund, irgendwie negativ darauf zu sein, aber es gibt doch genauso auch guten Grund, dann zu sagen, ja, ich lebe doch noch. Genau. Das ist auch der, in gewisser Weise, die Depression und Angst hängen dadurch zusammen.
Also bei Leuten mit schwerer Depression, die grübeln oft, die kommen, die gehen oft in die Vergangenheit und wünschten sich, sie hätten was anderes gemacht und so weiter. Dann ist es so einfach, wenn in so einem Grübelzustand zu verharren, der eine sehr, sehr negative Emotion dann hervorbringt.
Und die Angst ist nicht in die Vergangenheit gerichtet, sondern die ist natürlich in die Zukunft gerichtet. Die Angst vor was, vor Bedrohung. Die Angst, dass irgendwas passiert, was man nicht haben will und versucht, das zu vermeiden, so gut es geht.
Und als Resultat dessen ist man gefangen von entweder seinem Vergangenen oder das Zukunftliche zu vermeiden. Und man lebt nicht in dem Hier und Jetzt. John Lennon hat mal gesungen, Life is what happens to you while you're making other plans.
Das Leben ist genau das, was gerade passiert und nicht was, was du gerade planst. Ja, ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Und ich meine, das ist dann ein bisschen das Paradox, um auch in das Thema Verborgen mit der Kontrolle anzudocken.
Das ist dann ja ein bisschen das Paradoxe, dass man dann sich in dem Sinne ohne Kontrolle fühlt, aber man hat die Kontrolle darüber zu akzeptieren, dass es doch sowieso ganz anders kommt und dass man wahrscheinlich dann die Möglichkeit hat,
selber zu sagen, was für eine Bedeutung gebe ich gerade dem. Ja, ja. Aha, so ist das also. Also wir müssen es dadurch auf eine gewisse Meta-Ebene begehen und nicht so auf der Ebene,
in der wir jetzt gerade argumentieren oder depressive und angstgerittene Leute, die sind auf dieser eindimensionalen Ebene verfangen, um mit ihrer Vergangenheit irgendwie anders umzugehen und ihre Zukunft zu vermeiden.
Und was wir tun, ist, auf eine Meta-Ebene zu gehen und zu fragen, was passiert eigentlich da? Welche Funktionen haben eigentlich unsere Sorgen? Welche Funktionen haben unsere Vorbereitungen? Und so weiter.
Auf dieser Meta-Ebene argumentieren wir gerade, dass wir sagen, was eigentlich wirklich zählt, ist das Hier und Jetzt. und du musst die jetzt hier im Hier und Jetzt niederlassen und es zulassen.
Dadurch kriegen wir unsere Emotionen, indem wir sie nicht kontrollieren, kontrollieren wir sie dadurch. Das ist das Paradoxe irgendwie. Das ist das Coole,
dass wenn man doch akzeptiert, dass es gerade so ist, dann sind auch einem diese, ich habe da immer so ein Bild im Kopf, dass sich dann die Ketten irgendwie lösen,
weil man sich doch dann denkt, oh, vielleicht muss ich doch was tun, aber wenn du denkst, ich muss gar nichts tun, ich muss nur sein, dann ist das auch ein bisschen befreiend dann so.
Ja, richtig, genau. Man befreit sich von diesen Gedanken, diese Gedanken, die einen fesseln, fesseln an die Vergangenheit oder an die Zukunft, genau. Ich habe auch gehört,
bleiben wir kurz dann bei Depressionen, dass das, das war irgendein Philosoph, glaube ich, der das mal gesagt hat, dass Melancholie ein Fokus auf sich selber ist. Und vor allem das starke Anzeichen von Depressionen sind immer,
du kannst ungefähr schauen, wie oft jemand etwas auf sich bezieht und wie oft er etwas über sich selber sagt, aber auch nur über sich selber nachdenkt, desto tendenziell mehr in Spektrum,
Richtung Depression geht er. Das ist völlig richtig. Depression ist wirklich so ein Karkun, so eine Hülle, die sich da bildet, wo die Leute dann, das kriegen sie auch mit,
wenn sie viel mit Patienten mit Depressionen zu tun haben, die sich ganz schwer tun, aus diesem Karkun rauszukommen. Die sind in sich, mit ihrer, sehr, sehr mit sich selbst beschäftigt.
Und da ist nochmal diese Mitter-Ebene, die wir jetzt mit dem Spiel bringen, weil wir gehen jetzt sogar auf eine Ebene, wo wir das versuchen, uns von unserem Selbst zu lösen,
wo wir einfach versuchen, diese Sorgen um sich selbst oder das Grübeln über sich selbst sein zu lassen. Also diese Gedanken sind ja alle selbstbezogen. Das hat immer was damit zu tun,
was für einen Effekt es auf einen gehabt hatte oder haben wird. Sodass diese Selbstbezogenheit tatsächlich eine entscheidende Komponente da beispielt. Ganz, ganz gewiss.
Wir wissen auch, dass zum Beispiel Interventionen, die diesen Selbstzustand auflösen, kann die ganz effektive Methoden sein können. Psychedelika als Beispiel.
Aha. Was genau dieses mystische Erleben bei einigen hervorruft, dass das selbst sich auflöst, dass man nicht mehr so sehr mit sich selbst
irgendwie ringt oder diese Selbstbezogenheit nicht mehr da ist. Und dadurch, dass sich das auflöst, findet man Frieden und Leichtigkeit im Leben. Das hilft allerdings nicht bei jedem.
Es ist nicht immer so. Und es muss auch im Kontext der Therapie passieren. Es ist nicht einfach möglich, einfach nur diese Psychedelika, Drogen zu nehmen, ohne diesen Kontext zu erleben.
Aber wenn das passiert, zeigt sich das sehr oft bei sehr depressiven Menschen, auch bei sehr traumatisierten Menschen, dass sich dieses Selbstsich auflöst und als Resultat die Depression
und das Trauma erleben verschwindet. Ich habe davon auch viel gehört, dass zur Zeit diese Psychedelika und Halluzinogene, dass die nicht in den Trend kommen, aber dass geschaut wird,
wie kann man die effektiv als Therapiemethode nutzen. Und als ich davon gelesen habe, dass Menschen davon dann berichten, dass sich das selbst auflöst, dachte ich mir,
oh, dann sieht man ja vielleicht diesen Horizont, dass man geben kann und dass alles doch miteinander verbunden ist und dass man dann vielleicht durch das Geben ein bisschen positive Emotionen bekommt.
Positive Emotionen ist immer so ein bisschen schwer zu sagen. Das ist immer so ein bisschen, aber dass es schön ist, zu geben können und dass man das doch alles einen Sinn hat irgendwie. Ja, ja.
Und das ist auch natürlich verbunden mit meditativen Erleben, mit Achtsamkeit insgesamt und auch mit buddhistischen Gedanken. Also die Idee, dass Depression eigentlich nur deshalb existiert,
weil man seinem Selbst so eine große Bedeutung schenkt. Und bei Meditation im Speziellen, das heißt liebende Güte-Meditation, Love and Kindness oder Compassion-Meditation, sich diese Richtung ändert.
Also man fokussiert nicht die Aufmerksamkeit auf sich selbst, sondern man fokussiert Aufmerksamkeit auf andere und wünscht denen, dass andere ein schönes Leben haben,
dass es anderen Leuten gut geht. Und dieses Erleben, dass man von sich selbst rauskommt, dadurch bricht dieser Karkun, dieses Gefängnis,
in dem man sich da befindet, es bricht dann auf. Und tatsächlich ist es auch oft so, wenn wir diese Therapie, kann man als therapeutische Methode verwenden,
wenn wir das mit Leuten mit Depressionen machen, die oft dann sagen, das ist ein neues Erleben. Das haben sich für andere zu kümmern und um andere zu kümmern,
macht dadurch die Depression nichtiger und löst die in gewisser Weise auf, weil man nicht mehr in diesem Sumpf des Selbstmitleides verharrt, sondern jetzt auf andere den Fokus richtet
und dadurch sich die Emotion auch ändert. Kennen Sie Jordan Peterson? Nein. Kennen Sie nicht? Weil das war ein sehr einflussreicher Psychologe,
das war ein klinischer Psychologe aus Kanada und der hat ein paar Bücher geschrieben und der hat auch seine Vorlesungen, der war damals an der, ich glaube, Toronto Universität
und der hat bestimmte Vorlesungen von sich veröffentlicht online, auf YouTube und dadurch kam an Stein ins Rollen, dass er im Endeffekt mehr und mehr
Bekanntheit bekommen hat. Und er hat immer gesagt, das Wichtigste ist zu wissen, dass man selber immer diesen einen Grad von, dass man dieses Improvement hat,
sage ich mal, dieses 1% jeden Tag. und zwar, seine Regel war immer, wenn man gerade
an einem schlechten Platz ist, denkt, oh, irgendwie ergibt doch alles irgendwie keinen Sinn oder gerade ist alles irgendwie doof.
Es gibt immer Sachen, von denen du selber dir sagst, hör doch auf, die zu machen, aber du machst sie trotzdem.
Und es gibt auch in unserem Gewissen, das finde ich ja das Spannende irgendwie, dass wir immer bestimmte Punkte haben, die wir sagen,
oh, wir haben irgendwas in die Welt gelassen, was vielleicht gar nicht dahin gehört. Sagen wir zum Beispiel ein unaufgeräumter Kleiderschrank oder sonst irgendwas.
Und genau das, was vor dir steht, wenn du genau sagst, okay, vielleicht mache ich das jetzt mal,
vielleicht, eine Aufgabe in der Woche vielleicht, ist nur den Kleiderschrank zu sortieren. Und komischerweise, genau dann wird es dir auch besser gehen.
Und dann kommt irgendwann dieser Compound-Effekt, dass du sagen kannst, oh, wenn ich den Kleiderschrank aufgeräumt habe, dann schaffe ich es vielleicht auch,
Staub zu saugen, dann schaffe ich es vielleicht auch, meinen Lebenslauf immer wieder hinzukriegen, sonst irgendwas. Und dann geht man ganz langsam
dieser Kaskade nach oben. Und das war für mich auch immer wichtig, eine Regel zu sagen, das, was vor dir steht,
ist vielleicht gar nicht so trivial und das kannst du doch beeinflussen. Und vor allem auch, davon habe ich ein ähnliches Tattoo in der Skizze, auf meinem Arm habe ich,
dass die Aktionen, die du machst, haben einen Einfluss darauf, wie es anderen Menschen geht. Genauso,
was du machst, aber auch das, was du nicht machst, hat einen Einfluss auf der Welt. Und das finde ich,
ist einfach, das ist eine Lebensanschauung, aber nicht, Lebensanschauung kann man schon sagen, aber das war im Endeffekt seine Philosophie
von diesem Self-Improvement, kann man sagen, wie findet man das heraus, was soll man in diesem Leben tun? Durch probieren,
durch überlegen und durch sich selber fragen, was kann ich heute tun, damit es ein guter Tag wird, dass man sich selber mit ins Gespräch kommt.
Und das finde ich einfach super, das finde ich echt super und das hat mir jedes Mal weitergeholfen und kaum zu glauben, dass genau dieser Jordan Peterson
dann wirklich auf seinem YouTube-Kanal und auf sonst irgendwas so viele Kommentare bekommen hat, auf Videos schon vor Jahren war das, was Leute einfach berichten,
wie sehr er denen geholfen hat, durch die Sachen, die er selber gelernt hat, in seiner Karriere als Professor, aber auch durch Sachen,
die er gelesen hat und sonst irgendwas. Und da spiegelt es sich ja auch gerade mit ein. Das finde ich auch super, das finde ich auch super,
dass man immer diesen Punkt hat, man kann irgendwo anfangen und der Punkt, wo es aufhört, ist vielleicht doch gar nicht so kurz oder so weit weg.
Ja. Ja. Genau, ja. Und ich würde Ihnen echt empfehlen, dass Sie mal ein bisschen reinschauen
mit dem Jordan Peterson. Ich glaube, das würde Ihnen sehr gefallen. Mach ich. Genau.
Und jetzt hatten wir dann schon im Endeffekt das Thema Depression. Kommt das dann auch bei, ganz am Anfang meinten Sie, bei Subgruppen
bemerkt man einen gewissen Trend. Wir hatten jetzt Kinder und Jugendliche. Gibt das dann auch bei anderen Gruppen? Also, wie gesagt, es gibt keine,
wie soll ich sagen, reliablen Befunde, weil man diese Sachen so schwer vergleichen kann, über die Zeit hinweg,
wenn die Frage ist, ob sich Depression, Angst verändert, über die Lauf, über die Zeit hinweg.
Wir wissen natürlich, dass je aggressiver Gesellschaften werden, umso deutlicher wird es auch auf die,
sich einzelne Subgruppen niederschlagen, Fremdenhass, weiß ich, negative
oder Diskriminierung gegenüber Subgruppen wie Andersgeschlechtliche und so weiter und so weiter.
Das sind natürlich alles Effekte auf die mentale Gesundheit und wir wissen, dass andere Länder,
die anders damit umgehen, weniger große Probleme haben. Und umgekehrt, andere Leute, Länder,
die das sehr viel restriktiver handhaben, bei denen sich diese Subgruppen noch sehr viel deutlicher, noch sehr viel
mit Leidenschaft gezogen werden. Und was passiert dann mit dem Gefühl von Einsamkeit? Woher kommt das so prävalent her? Also mit Sicherheit
haben die sozialen Medien und die Handykultur und einen großen Einfluss darauf. Es ist nicht entscheidend, dass sie
Hunderttausende von Followers auf ihrem YouTube-Kanal oder sowas haben. Das macht sie nicht
wertvoller. Das macht ihre Lebensqualität verbessert. verbessert das
in keinster Weise. Das ist eigentlich, wenn man es mit Nahrungsmitteln
vergleicht, das sind leere Kalorien, die sie da zu sich nehmen. Was sie benötigen,
es sind einige wenige tiefe Beziehungen. Leute, die ihnen vertrauen,
die sie vertrauen haben und mit denen sie sich austauschen,
die mit ihnen durchs Leben gehen. Das sind diese, das ist entscheidend,
es müssen nicht viele sein, es kann nur eine Person sein, kann auch nur
ein Tier sein, möglicherweise. Es kann auch ein Hund sein oder eine Katze.
Er hat nicht die gleiche Qualität, aber es ist wichtig, ein Lebewesen,
einen speziellen Menschen, bei uns Menschen zu haben, die wir
als Partner haben und durchs Leben gehen.
Das ersetzen auch Hunderttausende von digitalen
Followers nicht. die also die
sozialen Medien ziehen einem da weg.
Die geben einem da den
falschen so die diese irrtümliche
Glaube, dass man sehr geliebt und geachtet wird,
wenngleich man doch nur ein kleines Klick
von einem Like bekommt. Und das zieht
auch einem vom Leben selbst weg.
Man verbringt sehr viel Zeit im
Online-Medium und je mehr Zeit sie im Online-Medium
verbringen, umso weniger Zeit verbringen sie im
wirklichen Leben. Und das hat zur Folge,
dass wir uns zunehmend vereinsamt fühlen und
auch vereinsamen. Also ich würde auch
Leuten vorschlagen, die gesetzt im Leben
sind, die emotional sehr stabil
sind, ihre Zeiten online einfach
zu limitieren. Und das muss nicht sein,
dass sie das ganz abschalten oder ganz sonst würde
ja niemand unsere Show anhören. Aber
es sollte limitiert sein und sollte fokussiert
sein und nicht ein ständiges berieseln lassen.
Das nimmt sehr stark Lebensqualität weg.
Wir wollen einfach auch nicht ständig bombardiert werden mit
irgendwelchen dumpfen Mitteilungen, sondern wir wollen das
Leben einfach leben. Was auch manchmal bedeutet,
einfach nichts zu tun. Einfach auch mal ein bisschen
gelangweilt sein. Oder mal mit jemand anderen
gelangweilt sein. Mit ihrem Partner mal zu
fragen, was wollen wir uns machen. Mir ist
langweilig. Wunderbar. Solche Situationen benötigen
wir. Die brauchen wir. Nicht
ständig an diesem konstanten Modus zu sein,
wo immer irgendwas passiert. Das ist
unser Gehirn arbeitet nicht so. Wir
wollen in so einem Modus sein,
in dem mal auch nichts passiert.
Das beobachten sie überall auch.
Beobachten bei Tieren. Schauen sie
mal irgendwelche Vögel an, die
einfach mal nichts tun. Die
sitzen einfach auf dem Ast und
machen nichts. Die pfeifen nicht,
die singen nicht, die fliegen
nicht, sondern die sitzen einfach
nur da. Und einfach nichts
tun. Einfach mal da sein,
den Augenblick sein zu lassen,
das ist ganz wichtig. Das brauchen wir
nicht immer das Handy zücken
und gleich online scrollen, sobald
irgendein Idle-Moment da ist. Das ist nichts wert.
Meine Regel ist, was ich mir angeeignet habe,
ist, dass ich jeden Tag spazieren und
dass ich da immer mindestens eine halbe
Stunde, also meistens gehe ich für
zwei Stunden oder so spazieren,
manchmal auch für eine halbe
Stunde mindestens davon ist keine
Musik, kein Handy, ich schaue nur
durch die Gegend und schaue einfach nur.
Ich mache das jeden Tag mindestens
zwei Stunden. Ich bin auch
auf dem Trainer, ich habe keine
Kopfhörer, sondern auf diesem Elliptical
und den benutze ich als
meditatives Erleben. Ich bin dann
einfach da auf dem Trin. Ich lasse
meine Gedanken laufen, die kommen
und gehen und manchmal denke ich
an nichts. Tatsächlich ist es oft so,
auch bei normalen Spaziergängen, da kommen oft sehr
kreative Gedanken zusammen und sie
erwarten das nicht, sie versuchen
das nicht zu kreieren, sondern
es kommt einfach und Zusammenhänge
kommen zusammen, die nicht woher
da sind, einfach ihren Gedanken
freien Lauf lassen. Das wollen
sie. Gedanken nicht einzwängen, sondern
den freien Lauf zu lassen. Und das
ist dann auch eigentlich etwas
Cooles, weil es gab da
eine Übung, das hat auch
ein Psychiater, der einen YouTube-Kanal
Healthy Gamer GG heißt der,
vor seiner Psychiaterkarriere war er ein Mönch
in Indien und er hat gesagt, was
die Mönche damals gemacht haben,
ist eine Stunde am Tag
einfach nur eine Wand anzuschauen,
in einem Zimmer, einfach nur
eine Wand anschauen, nichts machen,
nur eine Wand anschauen. Und
er hat das auch seinen
Leuten empfohlen, die dann bestimmte
Probleme hatten oder Abhängigkeiten oder
sonst irgendwas und dass man
sich dann in der heutigen Zeit
kennt man das ja gar nicht
mehr, dass man sich selber
in einer gewissen Art und
Weise erlebt, dass man merkt,
oh, bei mir passiert ja was,
ich muss ja lange Zeit dauert,
bis man die gut kann, aber
das ist eine wichtige Kunst, mit
sich selbst zu sein. Kann
das sein, dass das dann
auch für die, um vorhin
anzudocken an das Thema mit Depressionen,
ist das dann auch ein
Skill, den man für Depressionen
gut anwenden kann? Ja, aber
diese Fähigkeit muss wirklich dauert,
die entwickeln zu haben, also das
ist keine einfache Fähigkeit. Im
ersten Schritt bei Depressionen ist erst mal
sich von diesen Gedanken zu
befreien, diese negativ selbst fokussierten
Gedanken und selbst die mal
mit adaptiven Gedanken zu ersetzen
oder die Stadium, wo man sich
einfach so lassen kann, wie
man ist, das ist schon
ein sehr recht fortgeschrittene Stadium,
das selbst bei Nicht-Depressiven schwierig ist
zu erreichen. Was sind dann
diese Stadien von Depressionen? Also
es gibt keine so festgeschriebene
Stadien. Achso, achso, achso. Ich meine
nur diesen Zustand, in dem man
so mag, wie man ist und so sein kann,
wie man ist, diesen Zustand, der ist
auch bei Nicht-Depressiven schwierig zu erreichen. Das
meine ich damit. Und das ist dann wie so
eine Art Puffer dagegen, kann ich mir vorstellen,
gegen diese ganzen negativen Gedanken. Also
ich weiß nicht, ob sie mal meditiert
haben oder oder oder oder ja,
das ist eine Kunst oder eine Fähigkeit,
die sehr lange dauert, das ist nicht einfach.
Ja. Und es wird selbst selbst
sehr erfahrene Yogis, Buddhisten und so
weiter, die sind immer noch dabei, diese
Fähigkeit weiterzuentwickeln. Das ist nicht etwas, was einfach
kommt, das ist nicht einfach, was auch, was immer
da ist, sondern das ist in gewisser Weise
ein Muskel, den man ständig trainieren
muss. Und wenn man den nicht trainiert,
dann schläft er irgendwann mal ein.
Interessant. Das ist dann genauso, wie wir es hatten mit
der Angstfolge, dass dann eine gewisse neue Gewohnheit
gemacht werden muss und die muss aufrechterhalten werden,
oder? Ganz genau. Ganz genau.
Dann würde ich jetzt mal einen anderen
Block aufmachen. Emotionen. Was glauben
Sie ist einer der häufig
gemachtsten Fehler im Umgang mit Emotionen?
Also Emotionen zu unterdrücken, die können,
das können oft Probleme hervorrufen, aber auch Emotionen
genauso auszuleben, wie man sie gerade empfindet,
das kann wiederum auch Probleme ergeben.
Mit anderen Worten, ganz egal,
welche Art und Weise Sie mit Emotionen umgehen,
wenn Sie immer die gleiche Strategie verwenden,
mit Sicherheit wird es Probleme geben.
Das bedeutet, die adaptivste Art und
Weise, mit Emotionen umzugehen, ist flexibel mit Emotionen
umzugehen. Flexibel eine Emotion mal zu unterdrücken,
wenn das am besten ist, in der gegenwärtigen
Situation manchmal die Emotion genauso
auszuleben. wenn das die adaptivste Methode
ist, manchmal Emotionen zu verstärken, manchmal
zu verschwächen, abhängig davon, welchem
Kontext es passiert. Jetzt würden Sie
mich fragen, wann sind diese
Strategien in welchem Kontext am
besten? Das ist eine Frage,
die Sie wahrscheinlich dann irgendeinem
Buddhisten irgendwo auf dem Himalaya mal
fragen, ob es eine Art und Weise
gibt, die immer passt und die
gibt es mit Sicherheit nicht. Also
das hängt davon ab, was man eigentlich
erreichen will aus der Situation und
in gewisser Weise hat es auch
wieder mit unserer Metaebene zu
tun, dass man sich überlegt,
macht es in Situation angehen möchte,
was adaptiv ist, also was
ist sinnvoll. Sie wollen mit
Sicherheit nicht immer eine Emotion
unterdrücken, nicht immer eine Situation
ausleben, nicht immer eine Emotion
verstärken oder verschwächen und so weiter.
Das heißt, wie ich das
jetzt verstanden habe, oder beziehungsweise
wie ich das meistens immer
gemacht habe, weil ich komme
aus einer Richtung, dass ich
sehr sehr lange Emotionen unterdrückt
habe, also dass ich eigentlich
nicht wusste, was Emotionen sind
und dass ich erst seit
ungefähr zwei Jahren dabei bin,
das irgendwie aktiv zu verarbeiten
oder sage ich mal diese
Büchse irgendwie zu öffnen und
was für mich immer ein
bisschen schwierig war, war, dass
Emotionen eine gewisse Wucht haben, dass
die immer eine gewisse Dynamik
haben und das ist mein
Grund, warum ich das nicht
wollte. Was ich mittlerweile jetzt
gelernt habe, ist in der Emotion
zu sitzen und zwar das
gibt so ein Sprichwort, das heißt viele
to heal it. Das heißt einfach da sein,
sitzen und zu merken, okay, da passiert
jetzt gerade was und für
mich ist da irgendwie immer
ein gewisses Maß von Authentizität
wichtig. Aber ich glaube, das ist genau das,
was auch Sie meinen jetzt, dass das immer
unterschiedlich ausfallen kann. Ja, genau.
Sie haben da völlig recht und das wieder
zurück zu dieser Achtsamkeit Idee,
dass man einfach seine Emotionen mit denen
nichts tut, sondern die es einfach
sein lässt und dadurch die
meiste Kontrolle wirklich hat. Was
wichtig ist, Sie können nur Kontrolle über
Emotionen haben, wenn Sie sich
selbst Zeit geben, zu entscheiden, was Sie
mit der Emotion tun. Also Sie können
nicht, es ist unmöglich direkt adaptiv
auf Emotionen reagieren. Sie müssen immer so
eine reflektive Komponente mit reinbringen.
Also das Adaptive, nicht reaktiv
zu sein, sondern reflektiv zu sein. Also
die Emotionen erst mal erleben und
dann zu wissen, wie Sie
damit umgehen wollen. Das war
sehr schön gesagt. Könnten Sie
das noch wiederholen? Die Zeit
haben wir erst dann, wenn?
Wenn wir uns Zeit geben,
um entscheiden zu können, was
wir damit tun. Sobald man
reflektiv mit Emotionen umgeht, werden
Sie keine Kontrolle mehr darüber
haben. Sie sind einfach nur
automatische Reaktionen zu dem, was passiert.
Und Sie bekommen aber Kontrolle
darüber, indem Sie erst mal
reflektiv sind und diese Emotion
erst mal auch in gewisser
Weise beobachten, bewerten und dann
entscheiden, was damit zu tun
ist. Das ist besonders wichtig
bei maladaptiven emotionalen Zuständen, die
möglicherweise anderen Leuten auch wehtun.
Ärger, Aggression etc. Da sollen
Sie sich erst mal eine
Pause gönnen und mal entscheiden, ob das
jetzt Sinn macht, so zu reagieren oder
nicht, obgleich Sie von Ihrem
Impuls her gerne draufhauen und
schreien und etc. Es gibt wenig
Situationen, in denen man sich überlegen könnte,
dass so eine reaktive Verarbeitung der Emotion
adaptiv ist. Ganz oft ist es dann so,
dass sich, dass ihnen sehr leid
tut, was sie getan haben, sich
entschuldigen und im schlimmsten Fall jemanden
geschlagen haben und so weiter. das sind
oft auch zwischenmenschliche Brüche, die da
passiert sind, die sie nicht mehr rückgängig machen können, ganz egal,
wie oft sie sich entschuldigen. Deshalb in solchen
Situationen diese Distress-Toleranz zu erst mal
entwickeln, wie wir das in der Kindheit
gelernt haben, nicht gleich losschlagen, sondern erst mal und dann
sich durchaus in diesen Situationen, es macht es sehr
viel Sinn, diese Emotionen zu unterdrücken oder zu hemmen
oder runter zu regulieren. Dafür jedoch brauchen sie
Zeit. Dafür müssen sie erst mal das Ganze
verlangsamen. Also das als Beispiel, wenn mal
wie man auf ein emotionales Erleben erst mal
reflektiv reagiert, um sich dann kontrolliert
mit der Emotion auseinanderzusetzen. Reflektiert heißt dann
auseinandersetzen, warum spüre ich das gerade, was möchte ich tun und dann
sich diese Fragen zu stellen, sowas in diese Richtung, oder?
Das kann sein, dass man sich einfach aus der Situation
mal rausbegibt, dass man hinterfragt, warum fühle ich mich gerade so?
Das kann sein, dass sie versuchen zu analysieren,
was genau der Trigger da war, was sie gerade sehr ärgerlich macht.
Das kann sein, dass sie einfach aus der
Situation ganz rausgehen, einmal, einfach, ich muss mich
jetzt kurz mal ausklinken, um kühlen Kopf zu kriegen,
ich rede mit dir in zwei Minuten nochmal, ich muss es
gerade mal woanders hin, etc. Also es kann, unterschiedliche
Wege gibt es dazu, wie man damit reflektiv umgeht,
in jedem Fall hat man Kontrolle darüber, indem man das
Ganze verlangsamt und nicht direkt drauf
reagiert, nicht als ein direkter, also so ein
Trigger, dass direkt die Emotionen kommt und ich reagiere direkt
drauf. Das ist, das würde ich als
besonders bei Beärge und Aggressionen als
ganz entscheidend sehen. Ich glaube, ich habe noch nie jemanden
sagen hören, ich wünschte, ich hätte impulsiver mit der Emotion
agieren sollen. Ich glaube, das habe ich doch nie jemandem
sagen hören. Bei anderen Emotionen macht es
manchmal Sinn. Bei anderen Emotionen ist es
durchaus wünschenswert, sich von der Emotion
einfach treiben zu lassen. sie können
positive, also hochadaptive Emotionen, wenn sie
dann versuchen, diese zu kontrollieren, dann kippt
die Emotion, dann ist es eine andere Emotion,
die sie dann spüren. Die Emotion der Liebe, der Zuneigung
und so weiter, da müssen sie sich einfach gehen lassen. Das geht nicht anders.
Liebe können sie nicht kontrollieren, als Beispiel.
Das ist in gewisser Weise auch eine impulsive
Art, wie man damit umgeht und man macht
und so, machen sie auch Dinge, die keinen Sinn machen,
weil sie in diesem Zustand sind. Aber das ist
ein positiver Zustand, den wollen sie auch haben, den wollen sie
nicht ständig kontrollieren. Das ist das Leben, das sie
sonst unterbinden und dadurch auch einen zwischenmenschlichen Zustand
dadurch unterminieren, der hochadaptiv wäre, als Beispiel.
Ich verstehe, ich verstehe. Was? Ja, das klingt gut,
das klingt gut, das klingt gut, dass man immer verschiedene Strategien braucht für
verschiedene Emotionen in anderen Situationen. Das Entscheidende,
was uns gesund hält und was uns gut ist, ist Flexibilität.
Ist zu wissen, wie man flexibel mit unseren Emotionen
in gegebenem Kontext umgeht. Also die Flexibilität ist der Punkt,
der entscheidet, ob es jetzt adaptiv, gesund war oder maladaptiv
und krank war, wie die damit umgegangen sind. Und ganz oft ist es so,
dass je inflexibler, rigider sie mit Sachen umgehen, umso schwieriger wird es, umso ungesunder
ist es. Und was glauben Sie ist eine, ich sage es mal
im Englisch, common misconception über Emotionen? Ich denke, mir würde eine
einfallen. Bitte. Dass Aggression zwangsläufig
schlimm ist. Ja, ich glaube, das geht in die gleiche Richtung,
es gibt keine gute und schlechte Emotionen. Es gibt keine, Emotionen sind
einfache Emotionen. Und wir sind emotionale Lebewesen und wir müssen uns,
es ist unmöglich, immer nur positive Emotionen zu spüren und zu erleben und es ist auch
nicht wünschenswert. Und wir sind keine schlechten Menschen, wenn wir
Emotionen wie Ärger, Eifersucht, Neid und so weiter
erleben. Das macht uns menschlich, das sind wir nun mal.
Wir müssen nur das benennen können, erkennen können und dann
adaptiv damit umgehen können. Und vor allem, das sind ja auch
gewisse Funktionen, die diese Emotionen erfüllen. Genau. Und man kann
daraus ja lernen. Richtig. Denn das ist eine Sache, das mache ich immer, wenn,
das habe ich jetzt gelernt in diesen zwei Jahren mit Emotionsarbeit, was versucht man
diese Emotionen zu sagen, was kann ich daraus lernen, dass man
schon in die Fühlebene geht, aber auch ein bisschen in die Person, in die,
sagen wir mal, personelle Ebene zu sagen, oh, warum betrifft
mich das jetzt? Und was kann ich daraus lernen? Ja. Weil das ist,
ich habe ja die Ausbildung zum Erzieher gemacht und bei uns gab es da zum Beispiel gewisse
Gefühlskarten, die wir Kindern gezeigt haben. Und ich erinnere mich da an ein Kind,
was wirklich wütend war und man hat es gesehen, das Kind wollte es kontrollieren,
aber die Emotion hat einfach so eine volle Wucht gehabt. Und er starrt da
und hat dann die Fäuste zugeballert und dann gesagt, ah,
ich bin jetzt gerade so wütend und dann, was man auf jeden Fall
in dieser Art und Weise dann mit Kindern macht, ist zu sagen,
diese Emotion darf sein und ist auch gut so. Aber überleg dir erstmal,
genau so wie wir es vorhin hatten, überleg dir erstmal, ob es sinnvoll ist, darauf zu agieren
und versuch mal da inne zu halten und du darfst das auch spüren. Genau.
Und das ist so, was wir als Selbstkontrolle bezeichnen, dass man Kindern
auch beibringen muss, wie man sich selbst kontrolliert in gegebener Situation, wie man seine Emotionen
mit denen anders umgeht. Und diese Selbstkontrolle ist ganz entscheidend. Die sind auch bei vielen Erwachsenen
nicht ganz ausgebildet. Ja. Und das ist ständig, was man trainieren muss.
Bei Kindern ganz in, wir denken immer, das ist, das ist eine normale
Erziehung und jeder kriegt das irgendwie mit und jeder hat es dann irgendwie
mal am Ende gelernt, aber das ist bei weitem nicht so. Menschen unterscheiden sich deutlich
in der Art und Weise, wie sie, wie sehr sie Selbstkontrolle zeigen,
am Tag legen. Ja, ja, das stimmt, das stimmt wirklich.
Was mir jetzt auffällt in dieser ganzen Zeit ist vor allem, dass wir, ich glaube,
das versucht auch Meditation zu machen, dass diese Stimme oder diese Person im Kopf,
die all das wahrnimmt, die all das ein bisschen differenziert wahrnehmen kann, dass man genau
diese Stimme stärkt und dann sagt, ich entscheide, wie ich damit umgehe. Das war jetzt ja
vorhin auch mit Depressionen, da mit Angst und vor allem jetzt auch mit Emotionen. Ja,
das wird diese Metaebene, diese, wo man sich bewusst ist, was gerade passiert, wo man aus der Situation
kurz aussteigt, aus seinem eigenen Selbst in gewisser Weise kurz aussteigt und sagt,
und auf die Situation mal blickt und dann sich entscheidet, wie man damit umgeht. Genau.
Wie würden Sie jetzt mit Ihrem Wissen jemandem empfehlen, vielleicht gibt es auch da keine
One-Sides-Fits-All, aber wie kann jemand diese Fähigkeit beginnen zu stärken oder beginnen auszubilden?
Was würden Sie da sagen? Also ich würde mal sagen, als allererstes und das kriegen wir auch als Erziehungswissenschaftler,
wissen Sie das, am Anfang ist alles sehr indifferenziert und Kinder fühlen sich nur schlecht oder gut.
Da gibt es kaum was dazwischen und was gut bedeutet, ist auch unklar und was schlecht bedeutet,
ist auch unklar. Es ist alles undifferenziert und diese Granularität wird erst über die Zeit
hinweg deutlich und dann der Unterschied zwischen Ärger, Neid, Eifersucht und so weiter,
der bildet sich mit der Zeit erst raus und ähnlich mit positiven Empfinden wie Zuneigung
und Wärme und so weiter, das bildet sich erst später aus. Also diese Granularität
muss erst mal deutlich werden und das kann man dadurch verstärken, indem man versucht,
diese Emotionen zu labeln, zu beschreiben, den Worte zu geben. Das ist schwierig,
das zu tun, aber versuchen, diese eine Emotion von anderen dadurch abzugrenzen,
indem man so ein Label dem gibt, Beschreibung. Also einfach
deskriptiv, einfach mal erfassen, was gerade passiert. immer auf dieser Metaebene allerdings.
Das ist das Entscheidende, erst mal auf diese Metaebene zu kommen, damit man das überhaupt tun kann.
Wenn man diese Beschreibungsphase sozusagen oder Labeling-Phase,
ja, ich fühle mich schlecht, weil ich fühle mich ärgerlich gerade,
weil mich das sehr verletzt hat und so weiter, dann kann man bereits auch so eine
Funktionalität herausarbeiten. so eine, so warum was passiert ist,
was einen eigentlich betrifft und es immer in der Regel oder eigentlich immer
hat es was mit dem Selbst zu tun, was einen entweder verletzt
oder in irgendeiner anderen Weise reizt und
dann auf der nächsten Ebene dann diese so eine
Verlangsamung reinbringt. Wenn ich mit Emotionen arbeite, ist
ganz entscheidend diese Geschwindigkeit rauszunehmen. Also
sie als Patient ist man
oft getriggert. Da passiert was und dann
ist die Emotion da und es ist genauso auch
spielt sich in der Therapie oft ab. Die Klientin
redet dann viel und beschreibt, was passiert ist und so weiter.
und das, was ich dann oft tue, ist in den Moment zu gehen,
der gerade diesen Trigger Point repräsentiert
und dann das Ganze mal zu verlangsamen. Einfach
mal runterzufahren und mal zu analysieren und rauszukriegen,
was genau eigentlich da alles passiert ist auf der mikroskopischen
Ebene, was genau passiert. Emotionen sind sehr,
sehr diffus und wirr. Also wenn
ich oft, ich zeige oft zwei Bilder, um das
zu illustrieren in meinem Vortrag, wenn ich über
Emotionen rede. Das eine Bild ist
eine rote Farbe und die oft als
Emotion beschrieben wird. Rot als
eine Emotion. Eine Emotion ist sehr
viel näher einem Michael Pollack
Bild, was ganz wirr und da es
gibt schwarz und weiß und rot und blau
und ganz verschiedene Formen und Farben,
die vermischt sind. Das ist
eine Emotion. Die Emotionen sind
verwirrend, sind schwierig zu ergreifen, zu erfassen
und man fühlt sich nur schlecht oder
gut, wie man sich als
Kind gut oder schlecht fühlt.
Man sagt dann zwar, gibt
dem zwar ein Label, aber
so richtig greift das nicht.
Das ist immer ein subjektives
Empfinden, was auch ganz oft
sehr spezifisch in Situationen passiert.
Es gibt dann oft auch
Emotionen über Emotionen. Man fühlt sich
dann ärgerlich, weil man eifersüchtig ist, weil man
nicht eifersüchtig sein will und fühlt man sich
ärgerlich über sich selbst als Beispiel.
Es gibt verschiedene Ebenen. Das ist
nicht bloß die erste Ebene, es kann auch
die zweite oder dritte Ebene sein. Das
dauert lange, bis man das ergreift und sobald man das
eigentlich begriffen hat, dann ist es
auch oft so, dass sich
dieser emotionale Zustand in gewisser Weise
auflöst. Also sobald man den
begreift, ist es kein Problem mehr,
dann weiß man, dann hat man Einsicht.
Also je Mitter-Ebene beschreiben, verlangsamen
und schauen, wie Emotionen zusammenhängen und versuchen,
die zu verstehen. das ist ein entscheidender ersten Schritt
und vielleicht auch schon der letzte Schritt, den man
da gehen muss. Und ich nehme
an, das ist dann einfach ein kontinuierlicher Prozess,
der einfach weitergeht und dass je mehr
Repetition man hat, desto besser wird man auch in
diesem Prozess sich dann, ich will
nicht sagen selber zu regulieren, aber sich selber
kennenzulernen. Ja, mit Sicherheit. Glauben Sie,
das ist ein Skill, der in den
letzten Generationen gar nicht thematisiert wurde mit
Emotionen? Ja, das ist das Problem bei sozialen
Medien als Beispiel. Die geben einem wenig,
wenn überhaupt Möglichkeiten, diese Skills
auszuüben. Emotionen haben wir haben
diese Notwendigkeit, Emotionen in unsere sozialen Medien mit
reinzubringen. Deshalb gibt es diese Emoticons mit Küsschen
und Likes und so weiter. Aber
die drücken das natürlich nicht aus, was man in der
interpersonalen Ebene erleben kann. Emotionen auf eine
andere Ebene dahin zu bringen. Emotionen
sind nicht bloß intrapersonelle Erlebnisweisen und wir
regulieren unsere Emotionen nicht bloß selbst, ganz und
gar nicht, sondern wir benutzen andere und wir erleben
Emotionen durch andere. Emotionen ist nicht bloß ein
intraindividueller Prozess, sondern Emotionsregulation ist auch
interpersonell. Und da habe ich relativ viel zu dem
Thema tatsächlich geforscht, auch Fragebögen
und Bücher geschrieben, also die Emotionen als ein
soziales Konstrukt zu verstehen. Sie leben nicht,
wenn Sie als einzelne Person auf einer Insel
ohne irgendjemanden um Sie herum für
Jahrzehnte leben würden, würde Ihr
emotionale Spannbreite enorm reduziert werden.
Und Sie hätten viele emotionale Zustände
überhaupt nicht mehr. Sie würden reduziert
auf Überlebensemotionen, weiß ich, wenn Sie dann
Sie müssen aber Sie werden keine
Eifersucht erleben, Sie werden keine Liebe erleben,
Sie werden keine Ärger erleben, Sie werden
keine und so weiter. Sie werden Furcht wahrscheinlich
haben vor irgendwelchen anderen Viechern, aber selbst
wenn das nicht passiert, wenn Sie ganz sicher
auf dieser einzelnen eigenen Insel über
50 Jahre leben, würde emotionale
Spannbreite auf das eines extrem
reduziert werden. Und Emotionen erleben wir
als Beispiel dafür, dass wir das
Soziales, die soziale Struktur ganz entscheidend
dazu beitragen, wie wir Emotionen erleben und wie
wir mit Emotionen umgehen. Ja,
ich dachte da sofort an ein Zitat von Alfred Adler war das,
jedes Problem hat die Ursache von zwischenmenschlichen
Beziehungen bei sich, was Menschen empfinden. Und das
finde ich auch krass, weil eigentlich wirklich jedes Problem,
was ein Mensch hat, lässt sich darauf zurückzuführen, dass irgendwas
Zwischenmenschliches passiert ist. Es sei vielleicht Naturkatastrophe
oder sonst irgendwas, aber die meisten Probleme
sind wirklich zwischenmenschliche Natur. Und dann
glauben sie, dieser Skill, Emotionen
halten zu können, Emotionen verstehen zu können, ist heutzutage wichtiger
mehr als denn je. Also ich würde sagen, dass das
soziale Medien unser emotionales Leben
einschränkt. Aber ich würde jetzt nicht sagen, in der
Vergangenheit wir weniger auf diese Fähigkeiten
gesetzt haben. Wir wissen, wir als
Menschen sind emotionale Wesen, wir sind
soziale Lebewesen, die durch diesen
Emotionen immer erleben und erlebt
haben und erleben werden. Dann,
wenn es irgendwie ein Mantra gibt,
wenn es heißt, mit Emotionen besser
umzugehen, was wäre dann für
Sie im Kopf geblieben? wenn man
sich selbst besser zu verstehen,
würde ich sagen. Sie werden mit
Emotionen besser umgehen, wenn Sie
sich selbst auch besser verstehen.
Okay, dann jetzt die Abschlussfrage. Wenn Sie
auf die heutige psychische Verfassung unserer,
ich nenne es mal westlichen Gesellschaft
schauen, was macht Ihnen Sorgen und was
gibt Ihnen Hoffnung? Sie können auch kurz überlegen,
kein Stress. Ich versuche mir wenig
Sorgen zu machen. Ich muss
sagen, es ist so, wie
es ist. Ich denke, wir
werden auch selbst politische Krisen
überstehen. Die Welt wird sich weiter
drehen. Es wird immer Menschen
geben. Ich glaube nicht, dass
es so eine Armageddon bevorsteht.
Ich denke, wir als Menschen
werden immer Wege finden, damit
umzugehen. Aber ich denke auch,
es werden sich entwickeln, die
solche besonders, Sie haben nicht
gehört, dass soziale Medien ein
Problem sind. Diese Mechanismen werden
jetzt mehr aktiv und die werden
sich selbst regulieren und die
Und klar, ich denke, soziale Medien werden
nicht wegzudenken sein, die werden
auf eine Ebene kommen, in der
man sehr viel besser damit umgeht.
Was mich nicht so sehr Sorgen
macht, aber ich denke, was unsere
Zukunft sehr beeinflussen wird, ist
KI. und da wird sich noch zeigen,
inwieweit wir da auch mit Emotionen,
wie unser emotionales Erleben durch KI
beeinflusst werden wird. Und es wird beeinflusst, also es ist
bereits im Gange und KI werden
auch immer emotionaler, wenn sie auch
so die therapeutische KI betrachten,
die werden sehr viel menschlicher in der Art und
Weise, welche Antworten sie bekommen und so
weiter. Da ist dann die Frage, welche
Mechanismen wir jetzt da entwickeln müssen,
um dem wiederum etwas mehr
Kontrolle zu geben. Da sind wir noch
alle am Anfang, das ist alles noch
am Anfang Stadium und ich
denke, die Entwicklung, wie sich,
was das auf uns im
Zwischenmenschlinger Leben, wie das unser Zwischenmenschlinger
Leben beeinflusst, die wird sehr, sehr viel
dramatischer und größer sein, als soziale
Medien jemals waren. Ich habe
von Leuten gehört, die das
fast schon wie ein Partner
benutzen, ChatGPT oder so was. Ja,
ja, ja. Und die tatsächlich
auch emotionale Bindungen an diesen
virtuellen KI-Bot entwickeln und dann,
wo plötzlich ist er nicht mehr da und dann
fühlt man sich verlassen von einem Handy. Das ist doch
verrückt, oder? Ja, das ist doch verrückt.
Aber ja, ich glaube, das ist dann wohl ein Trend. Was ist dann
Ihre aktuelle Meinung dazu? Also gerade ist meine Meinung, dass wir
wirklich uns wir müssen Kontrolle drüber
bekommen. Wir müssen da Guardrails bauen, also
planken, um einfach mal die Entwicklung zu steuern
zu können. Die ist gerade ohne Kontrolle,
völlig ohne Kontrolle. Gerade machen die Companies
gerade, was sie machen wollen. das ist
ein Ich fürchte, dass das kein großes
Problem werden. Und dann müssen wir uns überlegen, wie wir das
wirklich sinnvoll einsetzen. Es werden wir, wie gesagt,
ich habe keine Bedenken, dass es irgendwelche
Mechanismen geben wird, die das Ganze eindämmen
und regulieren werden. Das wird selbstregulierend sein auch,
aber jetzt zu Anfang ist es der wilde
Westen und das macht da manchmal
Sorgen weiß ich jetzt nicht. Das ist mein
Ratschlag ist, dass wir da vorsichtig
damit umgehen müssen. Also Sie sind schon
gespannt auf die Entwicklung. Ja. Alles klar,
dann liebe Leute, das war der Stefan
Hofmann. Habe mich sehr gefreut
wieder und typische Frage ganz am
Ende, wenn es Leute interessiert, was sie
machen, Bücher und so weiter, wo
können sie hingehen, die Zuhörer?
Also ich habe eine recht gute
Amazon Webpage, aber meine Bücher sind
recht wissenschaftlicher Natur, aber da ist
ein Emotion in der Therapie habe ich
geschrieben oder soziale Foundations of
Emotions, das finden sie alles unter
meiner Amazon Webpage. Okay, das werde
ich auch in der Beschreibung verlinken und wie gesagt,
dann vielen, vielen Dank für Ihre Zeit, hat mir sehr viel
Spaß gemacht. Mich auch, mir auch, herzlichen Dank.




