Podcast-Folge

Warum wir heute psychisch erschöpft sind

10. Juni 2026 · 01:09:09 · Emotionen, Gesundheit, Resilienz, Bildung, Angst, Wissenschaft

Warum wir heute psychisch erschöpft sind – Midst of Mind Podcast #40

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Episode #40

Warum fühlen sich heute so viele Menschen gestresst, erschöpft oder emotional überfordert? Gemeinsam mit Stefan Hofmann sprechen wir über die psychische Verfassung unserer Gesellschaft und die Veränderungen der letzten Jahrzehnte.
Wir diskutieren den Einfluss von Social Media auf Einsamkeit, Emotionen und mentale Gesundheit sowie die Frage, warum das Bedürfnis nach Kontrolle oft zu mehr Leid führt. Dabei geht es um Depressionen, Angststörungen, Achtsamkeit und die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen.
Außerdem sprechen wir über neue Entwicklungen in der Psychotherapie, die Rolle von Psychedelika in der Forschung und darüber, warum emotionale Flexibilität wichtiger sein könnte als positives Denken. Ein Gespräch über psychische Gesundheit, moderne Herausforderungen und die Frage, wie wir in einer komplexen Welt emotional stabil bleiben können.

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Lieber Professor Hofmann, willkommen zurück zu unserer Show. Dankeschön. Anfangen möchte ich mit der Frage, wenn Sie auf unsere Gesellschaft blicken, vielleicht die westliche Gesellschaft, so als Konstrukt, was hat sich in den letzten 20 Jahren bei uns getan aus der psychischen Sicht?

Ich würde mal sagen, dass sich keine dramatischen Veränderungen ergeben haben, wenn man das auf eine sehr lange Zeitspanne hin betrachtet. Mit anderen Worten, psychische Störung in der Qualität sind relativ ähnlich, wie sie vor 20, auch 30 Jahren waren. Es gibt feinere Unterschiede allerdings.

In speziellen Unterschiede oder Entwicklungen in Gruppen, in Subgruppen unserer Gesellschaft, die machen sich durchaus bemerkbar. Diese Unterschiede sind allerdings, wenn man sich auf so eine große Sicht hin betrachtet, relativ klein. Aber wir wissen, dass etwa psychische Störungen, psychische Erkrankungen,

bei Kindern und Jugendlichen zugenommen hat, als Beispiel. Wir wissen auch, dass Vereinsamung insgesamt zugenommen hat. Und wie auch die Gesellschaft jetzt immer zunehmend älter wird, haben sich dadurch auch Folgen ergeben, was mit Vereinsamung zu tun hat. Ich würde gerne mal auf die Prävalenz eingehen, also mit anderen Worten die Häufigkeit von psychischen Störungen.

Es ist relativ schwierig, eindeutig zu sagen, ob psychische Störungen zu- oder abnehmen. Teilweise, weil sich die Art und Weise, wie wir psychische Störungen erfassen und definieren, verändert sich. Das verändert sich ja fast alle zehn Jahre oder so. Neue Störungen kommen hinzu, andere fallen weg. Gegebene Störungen werden oft umdefiniert, neu definiert, sodass keine Kontinuität da ist,

über so 30, 40, 50 Jahre. Es ist sehr, sehr schwierig, das zu vergleichen. Wir können allerdings, wir kriegen schon so ein ungefähres Maß, wenn wir dann fragen, wie häufig Ärzte mit Psychiaten oder Psychiaten, Psychologen, wie sich deren Alltag verändert, da zeigt sich natürlich dann oft, dass es eine Zu- oder Abnahme gibt,

und abhängig von bestimmten Zeiten. Ich würde auch sagen, dass so Generationenunterschiede eine deutliche Rolle spielen. Psychische Störungen werden heutzutage sehr viel mehr diskutiert in der Gesellschaft. Das Stigma in unserer Westling-Gesellschaft nimmt zunehmend ab, sodass wir auch nicht wissen, ob psychische Störungen jetzt wirklich zunehmen,

in der Prävalenz, oder ob wir einfach die als offener definieren, ob wir diese Störung einfach ehrlicher benennen und damit ehrlicher umgehen. Also, wenn wir dann die Störung innerhalb verschiedener Gruppen untersuchen, und wenn wir uns die Störung in den Gruppen anschauen, speziell bei Kindern und Jugendlichen, da ist mit Sicherheit auch ein großer Faktor, wie sich soziale Medien,

wie die Einfluss haben auf den Alltag der Menschen. Wir wissen, dass soziale Medien nicht gesundheitsförderlich sind. Es ist tatsächlich so, dass es mittlerweile auch politische Bestrebungen gibt, eine Altersbegrenzung vorzunehmen und zu sagen, also wir sollten soziale Medien eigentlich gar nicht zulassen,

wenn Leute nicht reif genug sind, damit sinnvoll umzugehen. Aber selbst wenn wir reif genug sind, selbst wenn wir wissen, was wir damit tun, hat es Probleme und Probleme der Vereinsamung, Probleme, wie man zwischenmenschlich miteinander umgeht. Natürlich auch die ganzen politischen Situationen, die gesellschaftlichen Situationen, die haben natürlich einen Einfluss auf unser Erleben, auf unser emotionales Erleben.

Und klar, die gegenwärtigen Konflikte, die gegenwärtigen Unsicherheiten, die es gibt in der Politik, im Leben, die spiegeln sich auch im Emotionalen. Weil was ich oft mitkriege aus meinem Umfeld ist, dass ein Gefühl von Unsicherheit herrscht, von ein bisschen, dass man keine Kontrolle hat und bei ein paar Leuten auch eine gewisse Gleichgültigkeit.

Lässt sich dieser Trend auch so breitflächig, sage ich mal so, ungefähr sehen? Ja, und das hat natürlich Auswirkungen auf das Emotionale Befinden. Also wir wissen von der Psychologie, das ist eine alte Literatur, die wurde immer wieder gezeigt, dass Kontrollverlust, also wenn man keine Kontrolle hat über eine Situation,

dass das ein großer Faktor für Depression ist. Man sagt dazu, learned helplessness, also das gelernte Hilflosigkeit. Wenn einem deutlich wird, dass ganz egal, was man tut, eigentlich hat man keinen Einfluss auf die Umgebung, man kann die Zukunft nicht beeinflussen und dann zieht man sich zurück.

Und das ist ein sehr bekanntes Depressionsmodell, das damals von Martin Seligman ins Leben gerufen wurde. Und da ist mit Sicherheit sehr viel noch, steckt da noch Wahrheit drin. Wir wissen auch, dass eine allgemeine Kontrollüberzeugung, also diese, und es ist nicht unbedingt nötig,

dass man tatsächlich Kontrolle hat, sondern es ist wichtiger zu glauben, dass man Kontrolle hat. Also dieser Glaube an die Kontrolle, das ist das Entscheidende. In der Tat haben wir eigentlich keine Kontrolle über unser Leben. Es passieren ständig Dinge, von denen wir,

Unfälle sind gang und gäbe. Es passieren Dinge in unserem Leben, von denen wir überhaupt keine Kontrolle haben und von denen wir auch gar nicht wissen, dass sie passieren werden. Sonst, das ist eine Definition natürlich.

Und diese, trotzdem wollen wir das aber nicht wahrhaben. Wir wollen, dass diese, bei Depressionen zeigt sich auch, bei schweren Depressionen wissen wir, dass Leute oft eine realistische Einschätzung haben über die Unkontrollierbarkeit ihres Lebens in gewisser Weise.

Und das ist ein bisschen Baust. Und das ist ein bisschen Baust. Das heißt, dass man sagt, man ist Realist, oder? Das ist dann meistens die Aussage. Ja, aber das ist nichts Adaptives.

Das ist also tatsächlich so ein positiver Beiß, den wir haben. Wir denken, dass wir eine Kontrolle über unser Leben haben, dass wir unser Leben so gestalten, wie wir wollen, aber in der Tat haben wir das eigentlich nicht. Und depressive Menschen sehen das oft genauso,

dass wir diese Kontrolle eigentlich nicht haben. Also dieser depressive Realismus, das ist der Begriff da, depressive realism, der eigentlich maleraktiv ist. Und was uns gesund macht und lässt, bleiben lässt, ist dieser positive Bias, diese positive Fehleinschätzung,

wie viel Kontrolle wir eigentlich haben, um zu leben. Ich könnte Sie sehr schnell, sehr einfach, sehr depressiv machen. Ich kann Ihnen einfach jetzt klar machen, dass Sie sitzen jetzt hier, denken, dass die Show gut läuft und alles wunderbar ist und das Morgenwunder wieder ein Tag ist.

Aber Sie sehen nicht, dass es eigentlich überhaupt keinen Sinn macht, was wir gerade machen. Weil alles wird am Ende unwichtig sein. Sie werden sterben, ich werde sterben. Die Welt wird am Ende zugrunde gehen.

Ganz egal, was passiert, was für ein wunderbares Erlebnis Sie morgen und übermorgen haben, das wird alles zunichte werden. Weil am Ende der Tod steht und der ist gewiss. Und das fühlt sich natürlich nicht gut an.

Ja, definitiv. Also ich verstehe. Und ich glaube, genau da ist dann die Kunst oder vielleicht auch die Fähigkeit von einem gewissen Optimismus. Weil so habe ich das immer in meinen, sage ich mal, schlimmen Zuständen,

habe ich das dann meistens gelernt, dass man kann doch eigentlich genau diese Medaille auch ein bisschen umdrehen. Aber mir ist auch sehr klar, dass es Situationen gibt, wo vielleicht einem auch nur diese Denkweise bleibt. Genau.

Und das ist genau der Ansatzpunkt, den wir auch, genau der ist in der Therapie erforderlich, diese Medaille umzudrehen und zu sagen, das stimmt alles, das bestreiten wir auch nicht. Aber das Leben passiert im Hier und Jetzt. Und genau da ist der Punkt, der eigentlich das Leben lebenswert macht. Dass wir nämlich in dem Hier und Jetzt uns wiederfinden,

dass wir diesen Moment einfach umarmen und die Zukunft sein lassen in gewisser Weise. Und dass wir natürlich auch, wenn wir wissen, dass irgendwelche Sachen vermieden werden können, wir diese Kontrolle darüber haben, das zu vermeiden. Dass wir also Coping, also Möglichkeiten haben, unser Leben innerhalb dieses Rahmens in die Richtung zu leiten, die wir also wollen.

Aber das ist die Idee auch der Achtsamkeit. Diese Idee, Dinge so sein zu lassen, wie sie sind, und sich in dem Hier und Jetzt aufhalten und nicht in die Zukunft gehen, mit unseren Gedanken, mit unseren Gefühlen. Da gibt es auch ein Sprichwort, das war am Ende von einem Buch,

habe ich das gelesen, ich übersetze das kurz aufs Deutsch, Schmerz kann nur gefunden werden in den Sorgen von morgen oder in den neue Gedanken von gestern. Ja, sehr schön. Dass wenn du eigentlich auch akzeptierst, vielleicht wo du jetzt bist,

dann gibt es doch vielleicht eigentlich auch keinen Grund. Es gibt immer einen Grund, irgendwie negativ darauf zu sein, aber es gibt doch genauso auch guten Grund, dann zu sagen, ja, ich lebe doch noch. Genau. Das ist auch der, in gewisser Weise, die Depression und Angst hängen dadurch zusammen.

Also bei Leuten mit schwerer Depression, die grübeln oft, die kommen, die gehen oft in die Vergangenheit und wünschten sich, sie hätten was anderes gemacht und so weiter. Dann ist es so einfach, wenn in so einem Grübelzustand zu verharren, der eine sehr, sehr negative Emotion dann hervorbringt.

Und die Angst ist nicht in die Vergangenheit gerichtet, sondern die ist natürlich in die Zukunft gerichtet. Die Angst vor was, vor Bedrohung. Die Angst, dass irgendwas passiert, was man nicht haben will und versucht, das zu vermeiden, so gut es geht.

Und als Resultat dessen ist man gefangen von entweder seinem Vergangenen oder das Zukunftliche zu vermeiden. Und man lebt nicht in dem Hier und Jetzt. John Lennon hat mal gesungen, Life is what happens to you while you're making other plans.

Das Leben ist genau das, was gerade passiert und nicht was, was du gerade planst. Ja, ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Und ich meine, das ist dann ein bisschen das Paradox, um auch in das Thema Verborgen mit der Kontrolle anzudocken.

Das ist dann ja ein bisschen das Paradoxe, dass man dann sich in dem Sinne ohne Kontrolle fühlt, aber man hat die Kontrolle darüber zu akzeptieren, dass es doch sowieso ganz anders kommt und dass man wahrscheinlich dann die Möglichkeit hat,

selber zu sagen, was für eine Bedeutung gebe ich gerade dem. Ja, ja. Aha, so ist das also. Also wir müssen es dadurch auf eine gewisse Meta-Ebene begehen und nicht so auf der Ebene,

in der wir jetzt gerade argumentieren oder depressive und angstgerittene Leute, die sind auf dieser eindimensionalen Ebene verfangen, um mit ihrer Vergangenheit irgendwie anders umzugehen und ihre Zukunft zu vermeiden.

Und was wir tun, ist, auf eine Meta-Ebene zu gehen und zu fragen, was passiert eigentlich da? Welche Funktionen haben eigentlich unsere Sorgen? Welche Funktionen haben unsere Vorbereitungen? Und so weiter.

Auf dieser Meta-Ebene argumentieren wir gerade, dass wir sagen, was eigentlich wirklich zählt, ist das Hier und Jetzt. und du musst die jetzt hier im Hier und Jetzt niederlassen und es zulassen.

Dadurch kriegen wir unsere Emotionen, indem wir sie nicht kontrollieren, kontrollieren wir sie dadurch. Das ist das Paradoxe irgendwie. Das ist das Coole,

dass wenn man doch akzeptiert, dass es gerade so ist, dann sind auch einem diese, ich habe da immer so ein Bild im Kopf, dass sich dann die Ketten irgendwie lösen,

weil man sich doch dann denkt, oh, vielleicht muss ich doch was tun, aber wenn du denkst, ich muss gar nichts tun, ich muss nur sein, dann ist das auch ein bisschen befreiend dann so.

Ja, richtig, genau. Man befreit sich von diesen Gedanken, diese Gedanken, die einen fesseln, fesseln an die Vergangenheit oder an die Zukunft, genau. Ich habe auch gehört,

bleiben wir kurz dann bei Depressionen, dass das, das war irgendein Philosoph, glaube ich, der das mal gesagt hat, dass Melancholie ein Fokus auf sich selber ist. Und vor allem das starke Anzeichen von Depressionen sind immer,

du kannst ungefähr schauen, wie oft jemand etwas auf sich bezieht und wie oft er etwas über sich selber sagt, aber auch nur über sich selber nachdenkt, desto tendenziell mehr in Spektrum,

Richtung Depression geht er. Das ist völlig richtig. Depression ist wirklich so ein Karkun, so eine Hülle, die sich da bildet, wo die Leute dann, das kriegen sie auch mit,

wenn sie viel mit Patienten mit Depressionen zu tun haben, die sich ganz schwer tun, aus diesem Karkun rauszukommen. Die sind in sich, mit ihrer, sehr, sehr mit sich selbst beschäftigt.

Und da ist nochmal diese Mitter-Ebene, die wir jetzt mit dem Spiel bringen, weil wir gehen jetzt sogar auf eine Ebene, wo wir das versuchen, uns von unserem Selbst zu lösen,

wo wir einfach versuchen, diese Sorgen um sich selbst oder das Grübeln über sich selbst sein zu lassen. Also diese Gedanken sind ja alle selbstbezogen. Das hat immer was damit zu tun,

was für einen Effekt es auf einen gehabt hatte oder haben wird. Sodass diese Selbstbezogenheit tatsächlich eine entscheidende Komponente da beispielt. Ganz, ganz gewiss.

Wir wissen auch, dass zum Beispiel Interventionen, die diesen Selbstzustand auflösen, kann die ganz effektive Methoden sein können. Psychedelika als Beispiel.

Aha. Was genau dieses mystische Erleben bei einigen hervorruft, dass das selbst sich auflöst, dass man nicht mehr so sehr mit sich selbst

irgendwie ringt oder diese Selbstbezogenheit nicht mehr da ist. Und dadurch, dass sich das auflöst, findet man Frieden und Leichtigkeit im Leben. Das hilft allerdings nicht bei jedem.

Es ist nicht immer so. Und es muss auch im Kontext der Therapie passieren. Es ist nicht einfach möglich, einfach nur diese Psychedelika, Drogen zu nehmen, ohne diesen Kontext zu erleben.

Aber wenn das passiert, zeigt sich das sehr oft bei sehr depressiven Menschen, auch bei sehr traumatisierten Menschen, dass sich dieses Selbstsich auflöst und als Resultat die Depression

und das Trauma erleben verschwindet. Ich habe davon auch viel gehört, dass zur Zeit diese Psychedelika und Halluzinogene, dass die nicht in den Trend kommen, aber dass geschaut wird,

wie kann man die effektiv als Therapiemethode nutzen. Und als ich davon gelesen habe, dass Menschen davon dann berichten, dass sich das selbst auflöst, dachte ich mir,

oh, dann sieht man ja vielleicht diesen Horizont, dass man geben kann und dass alles doch miteinander verbunden ist und dass man dann vielleicht durch das Geben ein bisschen positive Emotionen bekommt.

Positive Emotionen ist immer so ein bisschen schwer zu sagen. Das ist immer so ein bisschen, aber dass es schön ist, zu geben können und dass man das doch alles einen Sinn hat irgendwie. Ja, ja.

Und das ist auch natürlich verbunden mit meditativen Erleben, mit Achtsamkeit insgesamt und auch mit buddhistischen Gedanken. Also die Idee, dass Depression eigentlich nur deshalb existiert,

weil man seinem Selbst so eine große Bedeutung schenkt. Und bei Meditation im Speziellen, das heißt liebende Güte-Meditation, Love and Kindness oder Compassion-Meditation, sich diese Richtung ändert.

Also man fokussiert nicht die Aufmerksamkeit auf sich selbst, sondern man fokussiert Aufmerksamkeit auf andere und wünscht denen, dass andere ein schönes Leben haben,

dass es anderen Leuten gut geht. Und dieses Erleben, dass man von sich selbst rauskommt, dadurch bricht dieser Karkun, dieses Gefängnis,

in dem man sich da befindet, es bricht dann auf. Und tatsächlich ist es auch oft so, wenn wir diese Therapie, kann man als therapeutische Methode verwenden,

wenn wir das mit Leuten mit Depressionen machen, die oft dann sagen, das ist ein neues Erleben. Das haben sich für andere zu kümmern und um andere zu kümmern,

macht dadurch die Depression nichtiger und löst die in gewisser Weise auf, weil man nicht mehr in diesem Sumpf des Selbstmitleides verharrt, sondern jetzt auf andere den Fokus richtet

und dadurch sich die Emotion auch ändert. Kennen Sie Jordan Peterson? Nein. Kennen Sie nicht? Weil das war ein sehr einflussreicher Psychologe,

das war ein klinischer Psychologe aus Kanada und der hat ein paar Bücher geschrieben und der hat auch seine Vorlesungen, der war damals an der, ich glaube, Toronto Universität

und der hat bestimmte Vorlesungen von sich veröffentlicht online, auf YouTube und dadurch kam an Stein ins Rollen, dass er im Endeffekt mehr und mehr

Bekanntheit bekommen hat. Und er hat immer gesagt, das Wichtigste ist zu wissen, dass man selber immer diesen einen Grad von, dass man dieses Improvement hat,

sage ich mal, dieses 1% jeden Tag. und zwar, seine Regel war immer, wenn man gerade

an einem schlechten Platz ist, denkt, oh, irgendwie ergibt doch alles irgendwie keinen Sinn oder gerade ist alles irgendwie doof.

Es gibt immer Sachen, von denen du selber dir sagst, hör doch auf, die zu machen, aber du machst sie trotzdem.

Und es gibt auch in unserem Gewissen, das finde ich ja das Spannende irgendwie, dass wir immer bestimmte Punkte haben, die wir sagen,

oh, wir haben irgendwas in die Welt gelassen, was vielleicht gar nicht dahin gehört. Sagen wir zum Beispiel ein unaufgeräumter Kleiderschrank oder sonst irgendwas.

Und genau das, was vor dir steht, wenn du genau sagst, okay, vielleicht mache ich das jetzt mal,

vielleicht, eine Aufgabe in der Woche vielleicht, ist nur den Kleiderschrank zu sortieren. Und komischerweise, genau dann wird es dir auch besser gehen.

Und dann kommt irgendwann dieser Compound-Effekt, dass du sagen kannst, oh, wenn ich den Kleiderschrank aufgeräumt habe, dann schaffe ich es vielleicht auch,

Staub zu saugen, dann schaffe ich es vielleicht auch, meinen Lebenslauf immer wieder hinzukriegen, sonst irgendwas. Und dann geht man ganz langsam

dieser Kaskade nach oben. Und das war für mich auch immer wichtig, eine Regel zu sagen, das, was vor dir steht,

ist vielleicht gar nicht so trivial und das kannst du doch beeinflussen. Und vor allem auch, davon habe ich ein ähnliches Tattoo in der Skizze, auf meinem Arm habe ich,

dass die Aktionen, die du machst, haben einen Einfluss darauf, wie es anderen Menschen geht. Genauso,

was du machst, aber auch das, was du nicht machst, hat einen Einfluss auf der Welt. Und das finde ich,

ist einfach, das ist eine Lebensanschauung, aber nicht, Lebensanschauung kann man schon sagen, aber das war im Endeffekt seine Philosophie

von diesem Self-Improvement, kann man sagen, wie findet man das heraus, was soll man in diesem Leben tun? Durch probieren,

durch überlegen und durch sich selber fragen, was kann ich heute tun, damit es ein guter Tag wird, dass man sich selber mit ins Gespräch kommt.

Und das finde ich einfach super, das finde ich echt super und das hat mir jedes Mal weitergeholfen und kaum zu glauben, dass genau dieser Jordan Peterson

dann wirklich auf seinem YouTube-Kanal und auf sonst irgendwas so viele Kommentare bekommen hat, auf Videos schon vor Jahren war das, was Leute einfach berichten,

wie sehr er denen geholfen hat, durch die Sachen, die er selber gelernt hat, in seiner Karriere als Professor, aber auch durch Sachen,

die er gelesen hat und sonst irgendwas. Und da spiegelt es sich ja auch gerade mit ein. Das finde ich auch super, das finde ich auch super,

dass man immer diesen Punkt hat, man kann irgendwo anfangen und der Punkt, wo es aufhört, ist vielleicht doch gar nicht so kurz oder so weit weg.

Ja. Ja. Genau, ja. Und ich würde Ihnen echt empfehlen, dass Sie mal ein bisschen reinschauen

mit dem Jordan Peterson. Ich glaube, das würde Ihnen sehr gefallen. Mach ich. Genau.

Und jetzt hatten wir dann schon im Endeffekt das Thema Depression. Kommt das dann auch bei, ganz am Anfang meinten Sie, bei Subgruppen

bemerkt man einen gewissen Trend. Wir hatten jetzt Kinder und Jugendliche. Gibt das dann auch bei anderen Gruppen? Also, wie gesagt, es gibt keine,

wie soll ich sagen, reliablen Befunde, weil man diese Sachen so schwer vergleichen kann, über die Zeit hinweg,

wenn die Frage ist, ob sich Depression, Angst verändert, über die Lauf, über die Zeit hinweg.

Wir wissen natürlich, dass je aggressiver Gesellschaften werden, umso deutlicher wird es auch auf die,

sich einzelne Subgruppen niederschlagen, Fremdenhass, weiß ich, negative

oder Diskriminierung gegenüber Subgruppen wie Andersgeschlechtliche und so weiter und so weiter.

Das sind natürlich alles Effekte auf die mentale Gesundheit und wir wissen, dass andere Länder,

die anders damit umgehen, weniger große Probleme haben. Und umgekehrt, andere Leute, Länder,

die das sehr viel restriktiver handhaben, bei denen sich diese Subgruppen noch sehr viel deutlicher, noch sehr viel

mit Leidenschaft gezogen werden. Und was passiert dann mit dem Gefühl von Einsamkeit? Woher kommt das so prävalent her? Also mit Sicherheit

haben die sozialen Medien und die Handykultur und einen großen Einfluss darauf. Es ist nicht entscheidend, dass sie

Hunderttausende von Followers auf ihrem YouTube-Kanal oder sowas haben. Das macht sie nicht

wertvoller. Das macht ihre Lebensqualität verbessert. verbessert das

in keinster Weise. Das ist eigentlich, wenn man es mit Nahrungsmitteln

vergleicht, das sind leere Kalorien, die sie da zu sich nehmen. Was sie benötigen,

es sind einige wenige tiefe Beziehungen. Leute, die ihnen vertrauen,

die sie vertrauen haben und mit denen sie sich austauschen,

die mit ihnen durchs Leben gehen. Das sind diese, das ist entscheidend,

es müssen nicht viele sein, es kann nur eine Person sein, kann auch nur

ein Tier sein, möglicherweise. Es kann auch ein Hund sein oder eine Katze.

Er hat nicht die gleiche Qualität, aber es ist wichtig, ein Lebewesen,

einen speziellen Menschen, bei uns Menschen zu haben, die wir

als Partner haben und durchs Leben gehen.

Das ersetzen auch Hunderttausende von digitalen

Followers nicht. die also die

sozialen Medien ziehen einem da weg.

Die geben einem da den

falschen so die diese irrtümliche

Glaube, dass man sehr geliebt und geachtet wird,

wenngleich man doch nur ein kleines Klick

von einem Like bekommt. Und das zieht

auch einem vom Leben selbst weg.

Man verbringt sehr viel Zeit im

Online-Medium und je mehr Zeit sie im Online-Medium

verbringen, umso weniger Zeit verbringen sie im

wirklichen Leben. Und das hat zur Folge,

dass wir uns zunehmend vereinsamt fühlen und

auch vereinsamen. Also ich würde auch

Leuten vorschlagen, die gesetzt im Leben

sind, die emotional sehr stabil

sind, ihre Zeiten online einfach

zu limitieren. Und das muss nicht sein,

dass sie das ganz abschalten oder ganz sonst würde

ja niemand unsere Show anhören. Aber

es sollte limitiert sein und sollte fokussiert

sein und nicht ein ständiges berieseln lassen.

Das nimmt sehr stark Lebensqualität weg.

Wir wollen einfach auch nicht ständig bombardiert werden mit

irgendwelchen dumpfen Mitteilungen, sondern wir wollen das

Leben einfach leben. Was auch manchmal bedeutet,

einfach nichts zu tun. Einfach auch mal ein bisschen

gelangweilt sein. Oder mal mit jemand anderen

gelangweilt sein. Mit ihrem Partner mal zu

fragen, was wollen wir uns machen. Mir ist

langweilig. Wunderbar. Solche Situationen benötigen

wir. Die brauchen wir. Nicht

ständig an diesem konstanten Modus zu sein,

wo immer irgendwas passiert. Das ist

unser Gehirn arbeitet nicht so. Wir

wollen in so einem Modus sein,

in dem mal auch nichts passiert.

Das beobachten sie überall auch.

Beobachten bei Tieren. Schauen sie

mal irgendwelche Vögel an, die

einfach mal nichts tun. Die

sitzen einfach auf dem Ast und

machen nichts. Die pfeifen nicht,

die singen nicht, die fliegen

nicht, sondern die sitzen einfach

nur da. Und einfach nichts

tun. Einfach mal da sein,

den Augenblick sein zu lassen,

das ist ganz wichtig. Das brauchen wir

nicht immer das Handy zücken

und gleich online scrollen, sobald

irgendein Idle-Moment da ist. Das ist nichts wert.

Meine Regel ist, was ich mir angeeignet habe,

ist, dass ich jeden Tag spazieren und

dass ich da immer mindestens eine halbe

Stunde, also meistens gehe ich für

zwei Stunden oder so spazieren,

manchmal auch für eine halbe

Stunde mindestens davon ist keine

Musik, kein Handy, ich schaue nur

durch die Gegend und schaue einfach nur.

Ich mache das jeden Tag mindestens

zwei Stunden. Ich bin auch

auf dem Trainer, ich habe keine

Kopfhörer, sondern auf diesem Elliptical

und den benutze ich als

meditatives Erleben. Ich bin dann

einfach da auf dem Trin. Ich lasse

meine Gedanken laufen, die kommen

und gehen und manchmal denke ich

an nichts. Tatsächlich ist es oft so,

auch bei normalen Spaziergängen, da kommen oft sehr

kreative Gedanken zusammen und sie

erwarten das nicht, sie versuchen

das nicht zu kreieren, sondern

es kommt einfach und Zusammenhänge

kommen zusammen, die nicht woher

da sind, einfach ihren Gedanken

freien Lauf lassen. Das wollen

sie. Gedanken nicht einzwängen, sondern

den freien Lauf zu lassen. Und das

ist dann auch eigentlich etwas

Cooles, weil es gab da

eine Übung, das hat auch

ein Psychiater, der einen YouTube-Kanal

Healthy Gamer GG heißt der,

vor seiner Psychiaterkarriere war er ein Mönch

in Indien und er hat gesagt, was

die Mönche damals gemacht haben,

ist eine Stunde am Tag

einfach nur eine Wand anzuschauen,

in einem Zimmer, einfach nur

eine Wand anschauen, nichts machen,

nur eine Wand anschauen. Und

er hat das auch seinen

Leuten empfohlen, die dann bestimmte

Probleme hatten oder Abhängigkeiten oder

sonst irgendwas und dass man

sich dann in der heutigen Zeit

kennt man das ja gar nicht

mehr, dass man sich selber

in einer gewissen Art und

Weise erlebt, dass man merkt,

oh, bei mir passiert ja was,

ich muss ja lange Zeit dauert,

bis man die gut kann, aber

das ist eine wichtige Kunst, mit

sich selbst zu sein. Kann

das sein, dass das dann

auch für die, um vorhin

anzudocken an das Thema mit Depressionen,

ist das dann auch ein

Skill, den man für Depressionen

gut anwenden kann? Ja, aber

diese Fähigkeit muss wirklich dauert,

die entwickeln zu haben, also das

ist keine einfache Fähigkeit. Im

ersten Schritt bei Depressionen ist erst mal

sich von diesen Gedanken zu

befreien, diese negativ selbst fokussierten

Gedanken und selbst die mal

mit adaptiven Gedanken zu ersetzen

oder die Stadium, wo man sich

einfach so lassen kann, wie

man ist, das ist schon

ein sehr recht fortgeschrittene Stadium,

das selbst bei Nicht-Depressiven schwierig ist

zu erreichen. Was sind dann

diese Stadien von Depressionen? Also

es gibt keine so festgeschriebene

Stadien. Achso, achso, achso. Ich meine

nur diesen Zustand, in dem man

so mag, wie man ist und so sein kann,

wie man ist, diesen Zustand, der ist

auch bei Nicht-Depressiven schwierig zu erreichen. Das

meine ich damit. Und das ist dann wie so

eine Art Puffer dagegen, kann ich mir vorstellen,

gegen diese ganzen negativen Gedanken. Also

ich weiß nicht, ob sie mal meditiert

haben oder oder oder oder ja,

das ist eine Kunst oder eine Fähigkeit,

die sehr lange dauert, das ist nicht einfach.

Ja. Und es wird selbst selbst

sehr erfahrene Yogis, Buddhisten und so

weiter, die sind immer noch dabei, diese

Fähigkeit weiterzuentwickeln. Das ist nicht etwas, was einfach

kommt, das ist nicht einfach, was auch, was immer

da ist, sondern das ist in gewisser Weise

ein Muskel, den man ständig trainieren

muss. Und wenn man den nicht trainiert,

dann schläft er irgendwann mal ein.

Interessant. Das ist dann genauso, wie wir es hatten mit

der Angstfolge, dass dann eine gewisse neue Gewohnheit

gemacht werden muss und die muss aufrechterhalten werden,

oder? Ganz genau. Ganz genau.

Dann würde ich jetzt mal einen anderen

Block aufmachen. Emotionen. Was glauben

Sie ist einer der häufig

gemachtsten Fehler im Umgang mit Emotionen?

Also Emotionen zu unterdrücken, die können,

das können oft Probleme hervorrufen, aber auch Emotionen

genauso auszuleben, wie man sie gerade empfindet,

das kann wiederum auch Probleme ergeben.

Mit anderen Worten, ganz egal,

welche Art und Weise Sie mit Emotionen umgehen,

wenn Sie immer die gleiche Strategie verwenden,

mit Sicherheit wird es Probleme geben.

Das bedeutet, die adaptivste Art und

Weise, mit Emotionen umzugehen, ist flexibel mit Emotionen

umzugehen. Flexibel eine Emotion mal zu unterdrücken,

wenn das am besten ist, in der gegenwärtigen

Situation manchmal die Emotion genauso

auszuleben. wenn das die adaptivste Methode

ist, manchmal Emotionen zu verstärken, manchmal

zu verschwächen, abhängig davon, welchem

Kontext es passiert. Jetzt würden Sie

mich fragen, wann sind diese

Strategien in welchem Kontext am

besten? Das ist eine Frage,

die Sie wahrscheinlich dann irgendeinem

Buddhisten irgendwo auf dem Himalaya mal

fragen, ob es eine Art und Weise

gibt, die immer passt und die

gibt es mit Sicherheit nicht. Also

das hängt davon ab, was man eigentlich

erreichen will aus der Situation und

in gewisser Weise hat es auch

wieder mit unserer Metaebene zu

tun, dass man sich überlegt,

macht es in Situation angehen möchte,

was adaptiv ist, also was

ist sinnvoll. Sie wollen mit

Sicherheit nicht immer eine Emotion

unterdrücken, nicht immer eine Situation

ausleben, nicht immer eine Emotion

verstärken oder verschwächen und so weiter.

Das heißt, wie ich das

jetzt verstanden habe, oder beziehungsweise

wie ich das meistens immer

gemacht habe, weil ich komme

aus einer Richtung, dass ich

sehr sehr lange Emotionen unterdrückt

habe, also dass ich eigentlich

nicht wusste, was Emotionen sind

und dass ich erst seit

ungefähr zwei Jahren dabei bin,

das irgendwie aktiv zu verarbeiten

oder sage ich mal diese

Büchse irgendwie zu öffnen und

was für mich immer ein

bisschen schwierig war, war, dass

Emotionen eine gewisse Wucht haben, dass

die immer eine gewisse Dynamik

haben und das ist mein

Grund, warum ich das nicht

wollte. Was ich mittlerweile jetzt

gelernt habe, ist in der Emotion

zu sitzen und zwar das

gibt so ein Sprichwort, das heißt viele

to heal it. Das heißt einfach da sein,

sitzen und zu merken, okay, da passiert

jetzt gerade was und für

mich ist da irgendwie immer

ein gewisses Maß von Authentizität

wichtig. Aber ich glaube, das ist genau das,

was auch Sie meinen jetzt, dass das immer

unterschiedlich ausfallen kann. Ja, genau.

Sie haben da völlig recht und das wieder

zurück zu dieser Achtsamkeit Idee,

dass man einfach seine Emotionen mit denen

nichts tut, sondern die es einfach

sein lässt und dadurch die

meiste Kontrolle wirklich hat. Was

wichtig ist, Sie können nur Kontrolle über

Emotionen haben, wenn Sie sich

selbst Zeit geben, zu entscheiden, was Sie

mit der Emotion tun. Also Sie können

nicht, es ist unmöglich direkt adaptiv

auf Emotionen reagieren. Sie müssen immer so

eine reflektive Komponente mit reinbringen.

Also das Adaptive, nicht reaktiv

zu sein, sondern reflektiv zu sein. Also

die Emotionen erst mal erleben und

dann zu wissen, wie Sie

damit umgehen wollen. Das war

sehr schön gesagt. Könnten Sie

das noch wiederholen? Die Zeit

haben wir erst dann, wenn?

Wenn wir uns Zeit geben,

um entscheiden zu können, was

wir damit tun. Sobald man

reflektiv mit Emotionen umgeht, werden

Sie keine Kontrolle mehr darüber

haben. Sie sind einfach nur

automatische Reaktionen zu dem, was passiert.

Und Sie bekommen aber Kontrolle

darüber, indem Sie erst mal

reflektiv sind und diese Emotion

erst mal auch in gewisser

Weise beobachten, bewerten und dann

entscheiden, was damit zu tun

ist. Das ist besonders wichtig

bei maladaptiven emotionalen Zuständen, die

möglicherweise anderen Leuten auch wehtun.

Ärger, Aggression etc. Da sollen

Sie sich erst mal eine

Pause gönnen und mal entscheiden, ob das

jetzt Sinn macht, so zu reagieren oder

nicht, obgleich Sie von Ihrem

Impuls her gerne draufhauen und

schreien und etc. Es gibt wenig

Situationen, in denen man sich überlegen könnte,

dass so eine reaktive Verarbeitung der Emotion

adaptiv ist. Ganz oft ist es dann so,

dass sich, dass ihnen sehr leid

tut, was sie getan haben, sich

entschuldigen und im schlimmsten Fall jemanden

geschlagen haben und so weiter. das sind

oft auch zwischenmenschliche Brüche, die da

passiert sind, die sie nicht mehr rückgängig machen können, ganz egal,

wie oft sie sich entschuldigen. Deshalb in solchen

Situationen diese Distress-Toleranz zu erst mal

entwickeln, wie wir das in der Kindheit

gelernt haben, nicht gleich losschlagen, sondern erst mal und dann

sich durchaus in diesen Situationen, es macht es sehr

viel Sinn, diese Emotionen zu unterdrücken oder zu hemmen

oder runter zu regulieren. Dafür jedoch brauchen sie

Zeit. Dafür müssen sie erst mal das Ganze

verlangsamen. Also das als Beispiel, wenn mal

wie man auf ein emotionales Erleben erst mal

reflektiv reagiert, um sich dann kontrolliert

mit der Emotion auseinanderzusetzen. Reflektiert heißt dann

auseinandersetzen, warum spüre ich das gerade, was möchte ich tun und dann

sich diese Fragen zu stellen, sowas in diese Richtung, oder?

Das kann sein, dass man sich einfach aus der Situation

mal rausbegibt, dass man hinterfragt, warum fühle ich mich gerade so?

Das kann sein, dass sie versuchen zu analysieren,

was genau der Trigger da war, was sie gerade sehr ärgerlich macht.

Das kann sein, dass sie einfach aus der

Situation ganz rausgehen, einmal, einfach, ich muss mich

jetzt kurz mal ausklinken, um kühlen Kopf zu kriegen,

ich rede mit dir in zwei Minuten nochmal, ich muss es

gerade mal woanders hin, etc. Also es kann, unterschiedliche

Wege gibt es dazu, wie man damit reflektiv umgeht,

in jedem Fall hat man Kontrolle darüber, indem man das

Ganze verlangsamt und nicht direkt drauf

reagiert, nicht als ein direkter, also so ein

Trigger, dass direkt die Emotionen kommt und ich reagiere direkt

drauf. Das ist, das würde ich als

besonders bei Beärge und Aggressionen als

ganz entscheidend sehen. Ich glaube, ich habe noch nie jemanden

sagen hören, ich wünschte, ich hätte impulsiver mit der Emotion

agieren sollen. Ich glaube, das habe ich doch nie jemandem

sagen hören. Bei anderen Emotionen macht es

manchmal Sinn. Bei anderen Emotionen ist es

durchaus wünschenswert, sich von der Emotion

einfach treiben zu lassen. sie können

positive, also hochadaptive Emotionen, wenn sie

dann versuchen, diese zu kontrollieren, dann kippt

die Emotion, dann ist es eine andere Emotion,

die sie dann spüren. Die Emotion der Liebe, der Zuneigung

und so weiter, da müssen sie sich einfach gehen lassen. Das geht nicht anders.

Liebe können sie nicht kontrollieren, als Beispiel.

Das ist in gewisser Weise auch eine impulsive

Art, wie man damit umgeht und man macht

und so, machen sie auch Dinge, die keinen Sinn machen,

weil sie in diesem Zustand sind. Aber das ist

ein positiver Zustand, den wollen sie auch haben, den wollen sie

nicht ständig kontrollieren. Das ist das Leben, das sie

sonst unterbinden und dadurch auch einen zwischenmenschlichen Zustand

dadurch unterminieren, der hochadaptiv wäre, als Beispiel.

Ich verstehe, ich verstehe. Was? Ja, das klingt gut,

das klingt gut, das klingt gut, dass man immer verschiedene Strategien braucht für

verschiedene Emotionen in anderen Situationen. Das Entscheidende,

was uns gesund hält und was uns gut ist, ist Flexibilität.

Ist zu wissen, wie man flexibel mit unseren Emotionen

in gegebenem Kontext umgeht. Also die Flexibilität ist der Punkt,

der entscheidet, ob es jetzt adaptiv, gesund war oder maladaptiv

und krank war, wie die damit umgegangen sind. Und ganz oft ist es so,

dass je inflexibler, rigider sie mit Sachen umgehen, umso schwieriger wird es, umso ungesunder

ist es. Und was glauben Sie ist eine, ich sage es mal

im Englisch, common misconception über Emotionen? Ich denke, mir würde eine

einfallen. Bitte. Dass Aggression zwangsläufig

schlimm ist. Ja, ich glaube, das geht in die gleiche Richtung,

es gibt keine gute und schlechte Emotionen. Es gibt keine, Emotionen sind

einfache Emotionen. Und wir sind emotionale Lebewesen und wir müssen uns,

es ist unmöglich, immer nur positive Emotionen zu spüren und zu erleben und es ist auch

nicht wünschenswert. Und wir sind keine schlechten Menschen, wenn wir

Emotionen wie Ärger, Eifersucht, Neid und so weiter

erleben. Das macht uns menschlich, das sind wir nun mal.

Wir müssen nur das benennen können, erkennen können und dann

adaptiv damit umgehen können. Und vor allem, das sind ja auch

gewisse Funktionen, die diese Emotionen erfüllen. Genau. Und man kann

daraus ja lernen. Richtig. Denn das ist eine Sache, das mache ich immer, wenn,

das habe ich jetzt gelernt in diesen zwei Jahren mit Emotionsarbeit, was versucht man

diese Emotionen zu sagen, was kann ich daraus lernen, dass man

schon in die Fühlebene geht, aber auch ein bisschen in die Person, in die,

sagen wir mal, personelle Ebene zu sagen, oh, warum betrifft

mich das jetzt? Und was kann ich daraus lernen? Ja. Weil das ist,

ich habe ja die Ausbildung zum Erzieher gemacht und bei uns gab es da zum Beispiel gewisse

Gefühlskarten, die wir Kindern gezeigt haben. Und ich erinnere mich da an ein Kind,

was wirklich wütend war und man hat es gesehen, das Kind wollte es kontrollieren,

aber die Emotion hat einfach so eine volle Wucht gehabt. Und er starrt da

und hat dann die Fäuste zugeballert und dann gesagt, ah,

ich bin jetzt gerade so wütend und dann, was man auf jeden Fall

in dieser Art und Weise dann mit Kindern macht, ist zu sagen,

diese Emotion darf sein und ist auch gut so. Aber überleg dir erstmal,

genau so wie wir es vorhin hatten, überleg dir erstmal, ob es sinnvoll ist, darauf zu agieren

und versuch mal da inne zu halten und du darfst das auch spüren. Genau.

Und das ist so, was wir als Selbstkontrolle bezeichnen, dass man Kindern

auch beibringen muss, wie man sich selbst kontrolliert in gegebener Situation, wie man seine Emotionen

mit denen anders umgeht. Und diese Selbstkontrolle ist ganz entscheidend. Die sind auch bei vielen Erwachsenen

nicht ganz ausgebildet. Ja. Und das ist ständig, was man trainieren muss.

Bei Kindern ganz in, wir denken immer, das ist, das ist eine normale

Erziehung und jeder kriegt das irgendwie mit und jeder hat es dann irgendwie

mal am Ende gelernt, aber das ist bei weitem nicht so. Menschen unterscheiden sich deutlich

in der Art und Weise, wie sie, wie sehr sie Selbstkontrolle zeigen,

am Tag legen. Ja, ja, das stimmt, das stimmt wirklich.

Was mir jetzt auffällt in dieser ganzen Zeit ist vor allem, dass wir, ich glaube,

das versucht auch Meditation zu machen, dass diese Stimme oder diese Person im Kopf,

die all das wahrnimmt, die all das ein bisschen differenziert wahrnehmen kann, dass man genau

diese Stimme stärkt und dann sagt, ich entscheide, wie ich damit umgehe. Das war jetzt ja

vorhin auch mit Depressionen, da mit Angst und vor allem jetzt auch mit Emotionen. Ja,

das wird diese Metaebene, diese, wo man sich bewusst ist, was gerade passiert, wo man aus der Situation

kurz aussteigt, aus seinem eigenen Selbst in gewisser Weise kurz aussteigt und sagt,

und auf die Situation mal blickt und dann sich entscheidet, wie man damit umgeht. Genau.

Wie würden Sie jetzt mit Ihrem Wissen jemandem empfehlen, vielleicht gibt es auch da keine

One-Sides-Fits-All, aber wie kann jemand diese Fähigkeit beginnen zu stärken oder beginnen auszubilden?

Was würden Sie da sagen? Also ich würde mal sagen, als allererstes und das kriegen wir auch als Erziehungswissenschaftler,

wissen Sie das, am Anfang ist alles sehr indifferenziert und Kinder fühlen sich nur schlecht oder gut.

Da gibt es kaum was dazwischen und was gut bedeutet, ist auch unklar und was schlecht bedeutet,

ist auch unklar. Es ist alles undifferenziert und diese Granularität wird erst über die Zeit

hinweg deutlich und dann der Unterschied zwischen Ärger, Neid, Eifersucht und so weiter,

der bildet sich mit der Zeit erst raus und ähnlich mit positiven Empfinden wie Zuneigung

und Wärme und so weiter, das bildet sich erst später aus. Also diese Granularität

muss erst mal deutlich werden und das kann man dadurch verstärken, indem man versucht,

diese Emotionen zu labeln, zu beschreiben, den Worte zu geben. Das ist schwierig,

das zu tun, aber versuchen, diese eine Emotion von anderen dadurch abzugrenzen,

indem man so ein Label dem gibt, Beschreibung. Also einfach

deskriptiv, einfach mal erfassen, was gerade passiert. immer auf dieser Metaebene allerdings.

Das ist das Entscheidende, erst mal auf diese Metaebene zu kommen, damit man das überhaupt tun kann.

Wenn man diese Beschreibungsphase sozusagen oder Labeling-Phase,

ja, ich fühle mich schlecht, weil ich fühle mich ärgerlich gerade,

weil mich das sehr verletzt hat und so weiter, dann kann man bereits auch so eine

Funktionalität herausarbeiten. so eine, so warum was passiert ist,

was einen eigentlich betrifft und es immer in der Regel oder eigentlich immer

hat es was mit dem Selbst zu tun, was einen entweder verletzt

oder in irgendeiner anderen Weise reizt und

dann auf der nächsten Ebene dann diese so eine

Verlangsamung reinbringt. Wenn ich mit Emotionen arbeite, ist

ganz entscheidend diese Geschwindigkeit rauszunehmen. Also

sie als Patient ist man

oft getriggert. Da passiert was und dann

ist die Emotion da und es ist genauso auch

spielt sich in der Therapie oft ab. Die Klientin

redet dann viel und beschreibt, was passiert ist und so weiter.

und das, was ich dann oft tue, ist in den Moment zu gehen,

der gerade diesen Trigger Point repräsentiert

und dann das Ganze mal zu verlangsamen. Einfach

mal runterzufahren und mal zu analysieren und rauszukriegen,

was genau eigentlich da alles passiert ist auf der mikroskopischen

Ebene, was genau passiert. Emotionen sind sehr,

sehr diffus und wirr. Also wenn

ich oft, ich zeige oft zwei Bilder, um das

zu illustrieren in meinem Vortrag, wenn ich über

Emotionen rede. Das eine Bild ist

eine rote Farbe und die oft als

Emotion beschrieben wird. Rot als

eine Emotion. Eine Emotion ist sehr

viel näher einem Michael Pollack

Bild, was ganz wirr und da es

gibt schwarz und weiß und rot und blau

und ganz verschiedene Formen und Farben,

die vermischt sind. Das ist

eine Emotion. Die Emotionen sind

verwirrend, sind schwierig zu ergreifen, zu erfassen

und man fühlt sich nur schlecht oder

gut, wie man sich als

Kind gut oder schlecht fühlt.

Man sagt dann zwar, gibt

dem zwar ein Label, aber

so richtig greift das nicht.

Das ist immer ein subjektives

Empfinden, was auch ganz oft

sehr spezifisch in Situationen passiert.

Es gibt dann oft auch

Emotionen über Emotionen. Man fühlt sich

dann ärgerlich, weil man eifersüchtig ist, weil man

nicht eifersüchtig sein will und fühlt man sich

ärgerlich über sich selbst als Beispiel.

Es gibt verschiedene Ebenen. Das ist

nicht bloß die erste Ebene, es kann auch

die zweite oder dritte Ebene sein. Das

dauert lange, bis man das ergreift und sobald man das

eigentlich begriffen hat, dann ist es

auch oft so, dass sich

dieser emotionale Zustand in gewisser Weise

auflöst. Also sobald man den

begreift, ist es kein Problem mehr,

dann weiß man, dann hat man Einsicht.

Also je Mitter-Ebene beschreiben, verlangsamen

und schauen, wie Emotionen zusammenhängen und versuchen,

die zu verstehen. das ist ein entscheidender ersten Schritt

und vielleicht auch schon der letzte Schritt, den man

da gehen muss. Und ich nehme

an, das ist dann einfach ein kontinuierlicher Prozess,

der einfach weitergeht und dass je mehr

Repetition man hat, desto besser wird man auch in

diesem Prozess sich dann, ich will

nicht sagen selber zu regulieren, aber sich selber

kennenzulernen. Ja, mit Sicherheit. Glauben Sie,

das ist ein Skill, der in den

letzten Generationen gar nicht thematisiert wurde mit

Emotionen? Ja, das ist das Problem bei sozialen

Medien als Beispiel. Die geben einem wenig,

wenn überhaupt Möglichkeiten, diese Skills

auszuüben. Emotionen haben wir haben

diese Notwendigkeit, Emotionen in unsere sozialen Medien mit

reinzubringen. Deshalb gibt es diese Emoticons mit Küsschen

und Likes und so weiter. Aber

die drücken das natürlich nicht aus, was man in der

interpersonalen Ebene erleben kann. Emotionen auf eine

andere Ebene dahin zu bringen. Emotionen

sind nicht bloß intrapersonelle Erlebnisweisen und wir

regulieren unsere Emotionen nicht bloß selbst, ganz und

gar nicht, sondern wir benutzen andere und wir erleben

Emotionen durch andere. Emotionen ist nicht bloß ein

intraindividueller Prozess, sondern Emotionsregulation ist auch

interpersonell. Und da habe ich relativ viel zu dem

Thema tatsächlich geforscht, auch Fragebögen

und Bücher geschrieben, also die Emotionen als ein

soziales Konstrukt zu verstehen. Sie leben nicht,

wenn Sie als einzelne Person auf einer Insel

ohne irgendjemanden um Sie herum für

Jahrzehnte leben würden, würde Ihr

emotionale Spannbreite enorm reduziert werden.

Und Sie hätten viele emotionale Zustände

überhaupt nicht mehr. Sie würden reduziert

auf Überlebensemotionen, weiß ich, wenn Sie dann

Sie müssen aber Sie werden keine

Eifersucht erleben, Sie werden keine Liebe erleben,

Sie werden keine Ärger erleben, Sie werden

keine und so weiter. Sie werden Furcht wahrscheinlich

haben vor irgendwelchen anderen Viechern, aber selbst

wenn das nicht passiert, wenn Sie ganz sicher

auf dieser einzelnen eigenen Insel über

50 Jahre leben, würde emotionale

Spannbreite auf das eines extrem

reduziert werden. Und Emotionen erleben wir

als Beispiel dafür, dass wir das

Soziales, die soziale Struktur ganz entscheidend

dazu beitragen, wie wir Emotionen erleben und wie

wir mit Emotionen umgehen. Ja,

ich dachte da sofort an ein Zitat von Alfred Adler war das,

jedes Problem hat die Ursache von zwischenmenschlichen

Beziehungen bei sich, was Menschen empfinden. Und das

finde ich auch krass, weil eigentlich wirklich jedes Problem,

was ein Mensch hat, lässt sich darauf zurückzuführen, dass irgendwas

Zwischenmenschliches passiert ist. Es sei vielleicht Naturkatastrophe

oder sonst irgendwas, aber die meisten Probleme

sind wirklich zwischenmenschliche Natur. Und dann

glauben sie, dieser Skill, Emotionen

halten zu können, Emotionen verstehen zu können, ist heutzutage wichtiger

mehr als denn je. Also ich würde sagen, dass das

soziale Medien unser emotionales Leben

einschränkt. Aber ich würde jetzt nicht sagen, in der

Vergangenheit wir weniger auf diese Fähigkeiten

gesetzt haben. Wir wissen, wir als

Menschen sind emotionale Wesen, wir sind

soziale Lebewesen, die durch diesen

Emotionen immer erleben und erlebt

haben und erleben werden. Dann,

wenn es irgendwie ein Mantra gibt,

wenn es heißt, mit Emotionen besser

umzugehen, was wäre dann für

Sie im Kopf geblieben? wenn man

sich selbst besser zu verstehen,

würde ich sagen. Sie werden mit

Emotionen besser umgehen, wenn Sie

sich selbst auch besser verstehen.

Okay, dann jetzt die Abschlussfrage. Wenn Sie

auf die heutige psychische Verfassung unserer,

ich nenne es mal westlichen Gesellschaft

schauen, was macht Ihnen Sorgen und was

gibt Ihnen Hoffnung? Sie können auch kurz überlegen,

kein Stress. Ich versuche mir wenig

Sorgen zu machen. Ich muss

sagen, es ist so, wie

es ist. Ich denke, wir

werden auch selbst politische Krisen

überstehen. Die Welt wird sich weiter

drehen. Es wird immer Menschen

geben. Ich glaube nicht, dass

es so eine Armageddon bevorsteht.

Ich denke, wir als Menschen

werden immer Wege finden, damit

umzugehen. Aber ich denke auch,

es werden sich entwickeln, die

solche besonders, Sie haben nicht

gehört, dass soziale Medien ein

Problem sind. Diese Mechanismen werden

jetzt mehr aktiv und die werden

sich selbst regulieren und die

Und klar, ich denke, soziale Medien werden

nicht wegzudenken sein, die werden

auf eine Ebene kommen, in der

man sehr viel besser damit umgeht.

Was mich nicht so sehr Sorgen

macht, aber ich denke, was unsere

Zukunft sehr beeinflussen wird, ist

KI. und da wird sich noch zeigen,

inwieweit wir da auch mit Emotionen,

wie unser emotionales Erleben durch KI

beeinflusst werden wird. Und es wird beeinflusst, also es ist

bereits im Gange und KI werden

auch immer emotionaler, wenn sie auch

so die therapeutische KI betrachten,

die werden sehr viel menschlicher in der Art und

Weise, welche Antworten sie bekommen und so

weiter. Da ist dann die Frage, welche

Mechanismen wir jetzt da entwickeln müssen,

um dem wiederum etwas mehr

Kontrolle zu geben. Da sind wir noch

alle am Anfang, das ist alles noch

am Anfang Stadium und ich

denke, die Entwicklung, wie sich,

was das auf uns im

Zwischenmenschlinger Leben, wie das unser Zwischenmenschlinger

Leben beeinflusst, die wird sehr, sehr viel

dramatischer und größer sein, als soziale

Medien jemals waren. Ich habe

von Leuten gehört, die das

fast schon wie ein Partner

benutzen, ChatGPT oder so was. Ja,

ja, ja. Und die tatsächlich

auch emotionale Bindungen an diesen

virtuellen KI-Bot entwickeln und dann,

wo plötzlich ist er nicht mehr da und dann

fühlt man sich verlassen von einem Handy. Das ist doch

verrückt, oder? Ja, das ist doch verrückt.

Aber ja, ich glaube, das ist dann wohl ein Trend. Was ist dann

Ihre aktuelle Meinung dazu? Also gerade ist meine Meinung, dass wir

wirklich uns wir müssen Kontrolle drüber

bekommen. Wir müssen da Guardrails bauen, also

planken, um einfach mal die Entwicklung zu steuern

zu können. Die ist gerade ohne Kontrolle,

völlig ohne Kontrolle. Gerade machen die Companies

gerade, was sie machen wollen. das ist

ein Ich fürchte, dass das kein großes

Problem werden. Und dann müssen wir uns überlegen, wie wir das

wirklich sinnvoll einsetzen. Es werden wir, wie gesagt,

ich habe keine Bedenken, dass es irgendwelche

Mechanismen geben wird, die das Ganze eindämmen

und regulieren werden. Das wird selbstregulierend sein auch,

aber jetzt zu Anfang ist es der wilde

Westen und das macht da manchmal

Sorgen weiß ich jetzt nicht. Das ist mein

Ratschlag ist, dass wir da vorsichtig

damit umgehen müssen. Also Sie sind schon

gespannt auf die Entwicklung. Ja. Alles klar,

dann liebe Leute, das war der Stefan

Hofmann. Habe mich sehr gefreut

wieder und typische Frage ganz am

Ende, wenn es Leute interessiert, was sie

machen, Bücher und so weiter, wo

können sie hingehen, die Zuhörer?

Also ich habe eine recht gute

Amazon Webpage, aber meine Bücher sind

recht wissenschaftlicher Natur, aber da ist

ein Emotion in der Therapie habe ich

geschrieben oder soziale Foundations of

Emotions, das finden sie alles unter

meiner Amazon Webpage. Okay, das werde

ich auch in der Beschreibung verlinken und wie gesagt,

dann vielen, vielen Dank für Ihre Zeit, hat mir sehr viel

Spaß gemacht. Mich auch, mir auch, herzlichen Dank.

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