Episode #29
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Dahinter ist, das Tier bestmöglichst darauf vorzubereiten und zu nutzen. Dass die Ursprünge dabei liegen, wie damals Richtung Opfergabe und sonst irgendwas. Dass da die Sprung drin liegt. Ja, dass heute so ein bisschen was fehlt. Dieser Umgang mit dem Tier, das überhaupt zu wertschätzen.
Weil wenn man die Hähnchenkeule halt im Supermarkt kauft, dann ist auch die Hemmschwelle geringer, sie einfach wegzuwerfen. Ja, weil du nicht weißt, was passiert. Ja, weil das ist mir sofort eingefallen, jetzt auch irgendwo auch passend zu unserem Thema heute. Bei solchen Geschichten ist es immer sehr einfach antikapitalistisch zu denken, habe ich das Gefühl. Weil das ja irgendwie das Sinnbild von Konsum ist.
Dass man dann, da man so viel in Überschuss hat, schätzt man es gar nicht mehr wert. Tiere oder vielleicht auch Konsumgüter allgemein. Ja. Aber man darf nicht vergessen, wie sehr das doch eine Gesellschaft irgendwie prägt und vor allem zu viel Wohlstand das eigentlich führt. Aber irgendwie ist das heute nicht mehr so der Fall, dass man das so betrachtet, habe ich das Gefühl.
Weil ich habe allein schon heute in der Tagesschau irgendwas zu Richtung Rentenreform gesehen. Und da ist so viel, aber nicht nur zu diesem Thema, aber auch zu vielen anderen Themen, einfach so eine gewisse Unzufriedenheit in der Gesellschaft. Und das ist einfach ein großes Thema, was uns auch teilweise jetzt zu dieser Folge hier bringt. Ja. Du studierst Politikwissenschaften.
Genau, ich studiere Sozial- und Politikwissenschaften. Sozial- und Politikwissenschaften. Das teilt sich dann auf. Also Sozialwissenschaften ist quasi, man beobachtet die Gesellschaft. Und Politikwissenschaften geht dann wirklich in den Bereich, dass man politische Systeme miteinander vergleicht.
Welche gibt es überhaupt? Welche Systeme? Was für Parteienlandschaft ist heutzutage? Klar, früher ist oder generell immer noch in der breiten Gesellschaft das Gedanke von, es gibt links, es gibt rechts und es wird irgendwas dazwischen geben. Vorher schon, das teilen wir nochmal mehr auf, weil mit links und rechts hat das sehr viel mit, wo das Kapital liegt, zu tun und wer die Arbeit leistet.
Und allein das ist heute schon viel durchwachsener. Du hast Leute, die gehen, die meisten Leute gehen normal arbeiten, aber haben trotzdem die Möglichkeit, Geld anzulegen oder haben eine Wohnung. Da kann man jetzt nicht mehr sagen, das sind die Besitzlosen und der besitzt was. Sondern es ist, man könnte höchstens sagen, es gibt eine Diskrepanz zwischen denen, die zu wenig haben, um irgendwie sowas wie Selbstverwirklichung oder so anzufangen, weil sie zu sehr damit beschäftigt sind, mit einfach dem Standardleben, würde ich mal sagen. Das kann schon reinführen, dass man keine Spülmaschine zum Beispiel hat und dann selber abwaschen muss.
Also einfach Dinge, die Zeit kosten. Und halt Leute, die so viel haben, dass sie theoretisch sich voll und ganz auf immer, was sie wollen, fokussieren können. Und das ist aber auch nicht mehr so getrennt, das ist wie so ein Spektrum, dass es immer mehr wird. Du kannst es auch, selbst bei Leuten aus deinem Umfeld wirst du ihr teilweise schwer tun, zu sagen, okay, der ist jetzt reicher, der ist ärmer, weil die Leute auch anderes zu erkaufen. Da kommt eben auch wieder der materielle Wohlstand dazu, dass es früher so war, okay, man ist im oberen Wohlstands, kann man mal sagen, in der Klassifizierung drin, wenn man sich einen Fernseher leisten kann.
Würde man heutzutage nicht mehr sagen. Wirklich, wenn einer vielleicht einen Riesenfernseher hat, der auf einmal 5000 Euro kostet, dann kann man sagen, okay, der hat Geld, kann aber auch einfach sein, dass er sich verschuldet hat oder sonst irgendwas. Das ist so ein Ding, das habe ich von meinen Großeltern noch sehr viel mitbekommen, die sind zu den Nachbarn gegangen, um Fernsehen zu schauen, weil der hat einen guten Job, der war Chef da und der konnte sich einen Fernseher leisten. Und der hat dann auch als erstes einen Kühlschrank gehabt. Nur irgendwann haben alle Leute einen Fernseher, irgendwann haben alle Leute einen Kühlschrank, dann wird es schwierig, da zu sagen, okay, der hingehend, ja, der ist so viel reicher da.
Du kannst es dann vielleicht sehen, wenn du dir kein Auto leisten kannst und der andere hat drei, dann weißt du, okay, ja, der hat mehr Geld als ich irgendwie, weil irgendwas hat der, dass er sich das leisten kann und ich kann es mir nicht leisten. Aber es ist sehr vielschichtiger geworden. Es gibt nicht mehr nur den Arbeiter und dem, den man alles besitzt, sondern man kann leichter von eins ins andere kommen, aber in beide Richtungen. Okay, also ich würde mir das ganz, weil das klingt sehr interessant, ich würde mir das ganz, ganz kurz vorhalten. Weil das mit Kapital habe ich noch nie gehört, aber vor allem, so wie du es erklärst, es ergibt wirklich Sinn.
In meinem Kopf war das jetzt so, zumindest wie man das durch die Medien kriegt. Links ist, man möchte Gleichheit. Das heißt, ich bin jetzt sehr überspitzt. Man möchte möglichst diesen Kapital, so wie ich es jetzt verstanden habe, verteilen und dass jeder gleiche Möglichkeiten hat und gleiche Aussichten auf ein Leben, was heutzutage erreichbar ist in den jeweiligen regionalen Unterschieden, sonst irgendwas. Und dann kommen da die Rechten hinzu.
Wo ist dann da der Unterschied mit dem Kapital? Du kannst, also, wenn man das auf die Zeit bezieht, muss man auch sagen, das ist 20. Jahrhundert gewesen, beziehungsweise 19. Jahrhundert. Danach ist der Fakt ein bisschen weniger dahingehend, oder der Faktor ein bisschen weniger geworden, aber ist immer noch da.
Und das ist schon, wie du sagst, das hat viel mit Umverteilung zu tun. Und dass man quasi sagen kann, umso mehr man nach rechts geht, desto eher sagt man, okay, es gibt einen Grund, wieso die das haben, und es sollte auch so bleiben. Und umso weiter man nach links geht, ist eher mehr so, es gibt keinen Grund, wieso die das haben sollten, und deswegen sollten wir es umverteilen. Weil jeder Anspruch darauf hat. Genau.
Und quasi das Individuum, okay, okay, okay. Die andere Seite wäre wiederum zu sagen, ich habe ja was dafür getan, oder so, oder selbst wenn man verteidigen, eine Erbe verteidigen will, kann man sagen, ja, aber mein Vater hat ja was dafür getan. Der war ja nicht faul, oder so, sondern der ist jetzt der Grund, dass ich so viel haben kann. Und wieso sollen die mir das wegnehmen, nur damit andere ein bisschen mehr haben. Aber da kommt heutzutage noch viel, viel mehr mit rein.
Also es geht, ich würde sagen, mit der Kapitalumverteilung, es war halt damals sehr groß, aber das System hat sich mehr oder weniger gefestigt. Und jetzt kommen halt andere Themen mit rein. Da kommen Migration mit rein, da kann Fiskalpolitik mit reinkommen. Ob man überhaupt zufrieden ist, dass es sowas wie die EU gibt, ob es sowas geben sollte, ja oder nein. Oder wenn es sowas geben sollte, wie sollte das ausschauen.
Und da gibt es nämlich auch wieder Streitpunkte, dass die einen sagen, nee, auf gar keinen Fall, soll nationalstaatlich sein. Die anderen sagen, ja, ist super, aber nicht so, wie es jetzt ist. Und die anderen sagen, doch, ist wirklich super, so wie es jetzt ist. Und das sind diese Meinungen, die aus ganz vielen verschiedenen Bereichen, und dann versuchst du einfach zu schauen, okay, welche Richtung hat mehr die Art von Meinung, wo teilst du die eher ein. Da gibt es zum Beispiel, es gibt verschiedene Einteilungen bei uns, hatten wir jetzt eine gelernt, wenn wir noch relativ am Anfang galt haben.
Also für Green, Alternative, Libertarian. Auf der anderen Seite Traditional, Autoritarian, Nationalist oder National. So genau. Wie dieses genau aufgeteilt wird, das lerne ich noch. Das ist was für ein anderes, aber es klingt auf alle Fälle schon mal sehr interessant und auch näher an der heutigen Wirklichkeit.
Okay, und kann man das über die Verteilung sagen? Ist das irgendwo dann einfach Durchschnitt oder wird auch dieses Gedankengut durch bestimmte Bewegungen geprägt? Was meinst du Durchschnitt mit der Verteilung? In den USA zum Beispiel sehen wir das ja. 50, 50 Prozent zwischen links und rechts.
Und ob es da irgendwie einen Durchschnitt gibt an bestimmten Ideen oder ist das einfach zufällig? Bei den Amerikanern ist nochmal ein bisschen was anderes, weil man sagen muss, dass was bei uns als links gilt, ist in den USA schon, ja, da bist du bei ganz vielen komplett unten durch. Okay. Das ist so, auch wenn man sagen würde bei uns, es gibt eigentlich in jedem Land zum Beispiel eine sozialdemokratische Partei, genauso wie es sowas wie die FDP gibt und es gibt konservativere. Da kann man jetzt sowas wie die CDU mit reinziehen, wobei das mit dem Christlichen nochmal was Eigenes ist, weil nicht alle Länder christlich sind, aber kann man sagen kontrovers, nicht kontrovers.
Was habe ich gerade gesagt? Konservativ, nicht kontrovers. Aber kontrovers ist da auch schon irgendwo ein Punkt. Kontrovers kann alles sein, je nachdem wo man herkommt. Ja, aber sowas gibt es halt überall und dann gibt es auch immer die, je nach Land ist manches stärker ausgeprägt, manches schwächeres.
Bei uns kannst du jetzt sagen, okay, wir haben schon eine relativ große Geschichte, dass auch kommunistische Parteien, also die wirklich kommunistischen Wandel haben wollten, relativ groß waren. Das wirst du in den USA nicht so finden. Da war das schon immer mehr das, wir sind kapitalistisch und da wollen wir auch in alles, was so ein bisschen dran rüttelt. Das sehen wir nicht wirklich ein. Also man kann auch sagen, die Demokraten wären auch bei uns nicht wirklich eine linke Partei, könnte man sagen.
Vielleicht linker ist die Republikaner. Aber da kommt wieder das Problem, die haben zwei Parteien, in denen sich alles an der politischen Landschaft drin sammelt. Also alles, was wir irgendwie haben, teilt sich bei denen zwei quasi auf. Du hast noch eine grüne Partei, tatsächlich, die war auch bei der letzten Wahl. Dann hat, glaube ich, in allen Bundesstaaten insgesamt ein Prozent der Stimmen letztendlich bekommen.
Also man kann auch sehen, solche Muster oder Richtungen, wie es bei uns gibt, die sind da weniger vertreten. Und je nach Land ist das eine mehr, das andere weniger vertreten. Kommt auch auf die Geschichte immer drauf an. Die Amerikaner haben ja sehr viel mit Freiheit, was sie sich immer draufschreiben. Wie jetzt beim Essen, da haben wir auch mal drüber geredet.
Die haben so den Ansatz, alles, was nicht verboten ist, ist erlaubt. Und bei uns ist eher der Ansatz, ja, wenn es nicht erlaubt ist, dann ist es erstmal verboten, weil man halt nicht weiß, was reinkommt. Ja, ja, stimmt. Und man kriegt davon immer mit, dass es so extrem polarisierend ist. Und vor allem bekommt man das auch bei unserem Bild der heutigen Medien, Sozialmedien, aber auch der normalen Berichterstattung, habe ich stark den Eindruck, dass das auch der Fall ist.
Gibt es dazu eine Meinung von dir? Ist es heutzutage geprägt durch Social Media? Ist es polarisierter? Ja. Ja, also erstmal finde ich, dass Social Media keine Informationsplattform, sondern eine Unterhaltungsplattform ist.
Und wenn man das sich erstmal ins Gedächtnis ruft, weiß man auch, okay, worauf will es hinaus? Es will Schlagzeilen schaffen oder beziehungsweise nicht schaffen, weil es boostet Schlagzeilen. Es boostet Extremen einfach, weil jemand, der einen monotonen, vielleicht faktisch richtigen Vortrag hält, den würde man sich weniger anschauen, als wenn einer mit Schlagwörtern umeinander ruft, extrem ausführt. Weil man kann ja viele Dinge theoretisch normal erzählen. Ich könnte jetzt sagen, ja, in China ist der Sack Reis umgefallen.
Was schon mal interessanter wäre, als zu sagen, in China ist der Sack Reis nicht umgefallen. Aber ich kann auch sagen, in China, in der Region, blablabla, da ist das passiert und dadurch ist ein Sack Reis letztendlich umgefallen. Also ich könnte selbst eine extrem dänische Nachricht viel größer erscheinen lassen. Teilweise merkt man das auch, wenn man einen Artikel weiterliest, wenn man da mal drauf geht. Riesige Schlagzeile, sehr wenig Enthalt dahinter.
Das ist schon was, was Social Media, außer Selbstdarstellern, die kommen eher durch alles, was sehr expressionistisch ist, wird einfach viel mehr gefördert durch Social Media. Da bringt es dir nichts, wenn du der große Denker bist, der viel über die Dinge nachdenkt. Wenn du es nicht rüberbringen kannst, wenn du auch nicht weißt, wie du mit dem Algorithmus umgehen sollst, das ist auch nochmal was. Instagram, Facebook, TikTok, die zeigen dir das, wofür du dich interessierst, aber nicht unbedingt in zwei Arten von Lichtern, sondern eher in dem, okay, das gefällt dem, das zeige ich dem mehr, weil dann weiß ich, dann bleibt er da. Und wenn man dann theoretisch was extrem Negatives zu der Sache reinspielen würde, dann wären die Leute, nee, das geht nicht.
Habe ich ja 20 Stunden drüber gehört, da haben 100 Leute was dazu gesagt, dass es dem nicht so ist und dann kann es auch nicht so sein. Das ist immer so ein schwieriges Thema. Bei uns in der Schule wollten die, das war damals vor 2018, das war, glaube ich, so ungefähr einer der Jahre, wo Social Media so im Kommen war und da hatten wir in Sozialkunde, gab es einen Lehrer, der hat uns dieses Prinzip mit den Algorithmen erklärt und wofür er sich zum Beispiel ausgesprochen hat, war, was ich eigentlich ganz cool finde, dass man wie so eine Schulung macht in der Oberstufe, in der Realschule, sonst irgendwas, dass man lernt, okay, wie funktioniert denn Berichterstattung wirklich? Denn jetzt zum Beispiel auf dem Thema USA haben wir ja BBC, glaube ich war das, und Fox News, was ja auch komplett zwei ganz verschiedene Sachen sind. Und man soll schon eine Idee davon haben, wie es ist, sich darin durchzunavigieren, weil es ist nicht offensichtlich, welche Meinung jetzt irgendwie recht hat, sondern man kann so nach dem Motto gehen, der Ton macht die Musik und vor allem die Musik kann dann für denjenigen so klingen oder für denjenigen auch so.
Und das ist dann auch ein bisschen schwierig dann, was ich von vielen beim Umfeldbekommen habe, dass sie auch den Institutionen dann dadurch allgemein weniger trauen. Kann ich verstehen, weil es auch viel mehr Institutionen gibt, also gerade wenn man jetzt Fernsehen nimmt, da hast du früher in Deutschland das Erste gehabt, das ZDF gehabt und vielleicht noch BR3 und wenn du ganz alternativ sein wolltest, gerade in Bayern hast du noch das aus Österreich oder so angeschaut, was aber halt schon wahrscheinlich ähnlich war. Ich weiß die Zeit nicht, ich weiß nicht, ob das die gleichen Themen hatten, ob die die gleichen Meinungen, wenn sie Meinungen zu Themen gegeben haben, auch die gleichen hatten, das weiß ich jetzt nicht. Aber es ist einfach schon mal so, es gibt viel mehr Leute, die mitreden. Es gibt private Sender, das muss man sich auch noch, das sagt man im Hinterkopf einfach haben.
Manche Zeitungen, auch sehr große Zeitungen, die gehören irgendwem. Wenn man jetzt einen Springer Verlag zum Beispiel nimmt, das kann man nochmal verifizieren, irgendwelche Zuhörer oder so, falls sie es googeln wollen, aber das letzte Mal, als ich das nachgeschaut habe, haben die zum gewissen Teil einem Konzern gehört. Und wenn es einem Konzern gehört, dann haben die auch, wenn nur, allein das Interesse Geld damit zu machen. Also lohnt sich schon mal, okay, wir müssen irgendwie pushen, dass wir mehr gehört werden als die anderen. Es kann aber auch dann sein, dass man irgendeine Agenda damit verfolgt.
Wenn man jetzt zum Beispiel ein Ölkonzern ist, dann wird man keine Sachen drucken, so nach dem Motto, wie toll hier CO2-freie Mittel sind, Windkraft und sonst irgendwas, wenn ich mein Öl verkaufen will. Das wird nicht vorkommen. Wenn man sowas weiß, dann kann man sich auch bei bestimmten Themen durchnavigieren, weil es gibt manche, die sind in den einen Themen besser und andere, die sind vielleicht in den anderen Themen besser. Und was ich einfach für mich gelernt habe, ist, nie einen Sender anschauen, sondern einfach alle mal. Und dann lernt man schon, okay, bei denen, da brauchst du nicht drauf hören, dann ist es irgendwie erstellt, als hätte es ein 15-Jähriger gemacht.
Weil das ist auch nochmal das Ding. Jeder kann theoretisch eine Nachrichtensendung produzieren und könnte die auch legitim wirken lassen. Das ist nicht so viel Aufwand, wie man jetzt denkt. Das ist zumindest nicht so unmöglich wie früher. Weil jeder von uns hat ein Handy, jeder von uns hat einen Tisch.
Man kann sich irgendwo einen Anzug organisieren, theoretisch. Dann holt man sich noch eine grüne Leinwand dahinter und schon ist die Weltkarte hinter einem und man ist Nachrichtensender. Und vor allem, wenn man dann auch die nötigen Mittel hat, kann man das ja dann auch weiterhin verteilen. Genau. Also einfach an viele anderen Stellen weiterempfehlen und sonst irgendwas.
Ja, das... Ich habe gar nicht so drüber nachgedacht, weil das ist irgendwie in der Waffe, aber auch Potenzial teilweise. Ja, es ist beides. Es ist einerseits klar, wenn du dem einfach ausgeliefert bist, sind wir alle zum gewissen Teil, weil man uns nie zu 100% natürlich sagen kann, okay, wo unterlege ich jetzt irgendeiner Falschmeldung. Dann ist nochmal das Problem, man kann Wahrheiten auch aus anderem Licht heraus sehen.
Man kann es anders ausdrücken, je nachdem geht es dann mehr in die eine Richtung, mehr in die andere Richtung. Dafür ist ein gutes Beispiel zum Beispiel Headlines zu dem Ganzen, was in Israel und Palästina abgeht, weil es gibt welche, die nennen das Israel-Konflikt. Manche nennen es Palästina-Israel-Krieg und manche nennen es Krieg in Israel. Und allein die Headline ist ganz andere Sachen. Je nachdem, wo man sich drauf stürzt, sind es entweder zwei Kriege zwischen zwei Staaten.
Ist es ein Krieg in einem Staat, also quasi in Israel, wie es da manche sagen würden, oder ist es ein Konflikt bloß? Gar kein Krieg, sondern einfach, ja, da läuft es halt gerade nicht so. Ich würde mal sagen, aus den Medien, egal welche man anschaut, ist es schon ein bisschen mehr als nur ein normaler Konflikt. Kann man eigentlich schon Krieg nennen. Aber es ist schon, allein der Blickwinkel, wie man die Headline gestaltet, kann schon viel machen, weil es schon sehr viel aussagt.
Und das noch ohne, dass man Text oder ein Video dazu hat. Das klingt dann alles ein bisschen, nicht pessimistisch, aber so, wow, das ist doch, wenn es irgendwie immer so war, oder wenn es immer das Instrument von, das ist ja dann eigentlich schon Propaganda, kann man sagen. Ja, also nicht direkt gesteuert, bei uns würde ich sagen, nicht unbedingt in allen Bereichen direkt gesteuert, aber strukturelle Propaganda, weil wir Menschen ja generell so haben, wir wollen den anderen überzeugen, wir wollen jetzt nicht irgendwas sagen und andere sagen, bist du voll der Depp dafür? Sondern wir wollen schon so auslegen, dass die Leute uns eher glauben und umso drastischer man, umso mehr Emotionen man auch anspricht, desto leichter ist das Ganze. Wenn ich nur einen reinen Informationstext habe, ja, der ist ininteressant, aber der wird vielleicht auch eher wahr sein, weil er einfach nicht so romantisiert ist, nicht glorreich, weil das ist ganz viel heutzutage, sehr viel romantisiert, sehr viel noch schlimmer gemacht, obwohl alles, ja, man könnte sagen, viele Dinge sind auch einfach sehr langweilig.
Weil dann bleibt halt die Frage offen, wenn man das dann wirklich macht, dann genauso wie du sagst, langweilig, die dann in dem bestmöglichsten Maßstab einfach so sind, wie sie sind, dann wo bleibt dann der Punkt für echte Wahrheit? Ja. Das ist dann die nächste Frage. Also, ja, natürlich, man muss sich mit Nachrichten auseinandersetzen, selbst wenn man jetzt ganz stark drauf setzen würde, nichts mehr damit zu tun zu haben, man sagt, man hat nicht mehr mit anderen Menschen zu tun, dann geht es einem so schon mal nicht gut, wenn man sich in Isolation tritt. Aber ich würde auch sagen, wir müssen uns damit auseinandersetzen, aber nur zu einem gewissen Punkt.
Wir müssen nicht unbedingt die Wahrheit erkennen, in jedem, also in jedem Flecken, in jeder Ecke irgendwie. Es reicht auch manchmal einfach nur, dass wir einen Überblick darüber haben, okay, da passiert halt gerade was. Beispiel hierfür wäre zum Beispiel Russland, Ukraine. Ich muss nicht wissen, wie viele Drohnen genau jeden Tag von der einen Seite auf die andere Seite fliegen. Das Einzige, was für mich noch interessant ist, ist, dass es immer noch so ist.
Das sagt schon alles. Ja, und das ist dann auch eine gute Art und Weise, sich davor irgendwie zu schützen als Minister Korkor, um sich zu haben und zu sagen, okay, das passiert ja, aber mal sehen, wie es weiterläuft. Mal sehen, wie es weiterläuft, ja. Weil man kann auch nichts tun. Die Leute, die in den Positionen sind, um irgendwas tun zu können, klar, die müssen sich dann damit auseinandersetzen, aber ich denke mal, in der Regel wissen die das auch, dass sie da theoretisch was tun müssen und wenn sie es nicht tun, dann schaut es schlecht für alle aus und vor allem auch schlecht für sie, weil ja dann Verantwortung auch wieder zurückfällt und man sucht dann einen Verantwortlichen und den findet die Gesellschaft immer.
Ja, das stimmt. Weil vor allem das bringt mich auf den Punkt, was ich mal gelesen habe. Geschichte wiederholt sich nicht, aber der Mensch tut es. Was ist da deine Meinung dazu? Ja, also es gibt wie Echos, dass man jetzt sagen könnte, das war schon mal so, es ist nie gleich, aber wie du schon sagst, dass der Mensch sich schon wiederholt.
Das hat man jetzt mit Ideen zum Beispiel, okay, das hat damals nicht funktioniert, aber irgendwann kommt eine Generation, die weiß nicht mehr genau, wieso es nicht funktioniert hat oder denkt sich vielleicht auch, ja, das waren ja ganz andere Menschen damals, das kann heute schon wieder funktionieren und die machen das dann auch und dann kommen halt einfach Sachen mit rein, die uns Menschen immer schon ansprechen, wenn wir uns verstanden fühlen, gehört fühlen oder einfach nur die Empfindung haben, der tut was für uns, dann folgen wir dem. Egal jetzt, ob der das gut meint mit uns, ob der das schlecht meint, das ist mehr so eine Art Grundvertrauen, die wir vielleicht auch erstmal schenken und dann kommt es natürlich auch darauf an, wie wir geblendet werden und da muss man halt auch sagen, es gibt Leute, die sich gut damit auskennen, also das kann man fast als Wissenschaft sehen, die wissen, oder es ist eine Wissenschaft, wie man Leute beeinflusst, dahingehend das zu glauben, dass sie das glauben, dass sie eher in die eine Richtung gehen und selbst Leute, die skeptisch dem Ganzen gegenüber sind, die vielleicht auch sagen, nee, gar nicht, werden ein bisschen gelockert von ihrer Stellung, einfach nur deswegen, weil die an der Säule gerittelt wird. Es bleibt nicht mehr fest, das Weltbild bringt ein bisschen Unsicherheit mit rein. So was. Ja, ja.
Das dahingehend wiederholen wir uns Menschen, glaube ich, schon. Ja, ja. Und für, wahrscheinlich könnte das auch einer der Gründe sein, warum man sich heutzutage so überfordert fühlt, obwohl Wohlstand, obwohl Möglichkeiten, dies, das, weil das immer auf einen reinprasselt, dass ja irgendwie alles passieren kann und vor allem, du bist ein Klick davon entfernt, um zu wissen, was jetzt mit USA und Venezuela ist. Mit Wohlstand ist auch so, Wohlstand ist erstmal materiell, aber erfüllt noch keine sozialen Sicherheiten, würde ich sagen, keine zwischenmenschlichen. Das ist, kannst du durch materielle Sachen nicht ausfüllen.
Ich könnte jetzt ein Riesenhaus haben und mich auch super wohl in dem Haus fühlen, wenn aber einer zu mir kommt und sagt, du hast dein ganzes Leben lang, kannst du dein Haus so vollstellen, wie du willst, kostet dich alles nichts, aber du siehst nie wieder einen Menschen. Daran würde ziemlich sicher jeder ein bisschen zugrunde drangehen. Schaden auf alle Fälle davon nehmen. Und das ist sowas, dass klar, der Wohlstand hat sich erhöht, aber es ist auch sehr viel alles schneller geworden. Das ist viel weniger greifbar.
Morgen kommt die neue Innovation in der einen Richtung, dann gibt es die Innovation, dann bekommt man alles mittlerweile mit. Also theoretisch, wenn man wollen würde, könnte man jetzt ein Nepaler Experte werden. Das wäre vor 100 Jahren nur gegangen, wahrscheinlich, wenn man nach Nepal gereist wäre und heutzutage könnte man Experte in Anführungszeichen werden, rein durch das, was man sich anlesen kann, weil man auf alles Zugriff hat. Und das macht auch das Ganze so schwer greifbar. Leute interessieren sich viel, viel unterschiedlichere Sachen, weil es viel mehr zu greifen gibt.
Früher, wenn man in seiner Dorfgemeinschaft war, dann hat man sich mit seinem Dorf beschäftigt. Vielleicht noch, was der Fürst von einem wollte oder was er gesagt hat, was man tun soll, das konnte man jetzt gut oder schlecht finden. Heutzutage prasselt alles auf einen ein. Aus jeder Richtung, aus jedem Land, aus jeder Religion. Jeder will quasi irgendwas von dir und du musst schauen einfach, ob du das auch willst.
Und ultimativ trägst du dann auch die Verantwortung. Ja. Wenn du, weil dann kannst du mal richtig liegen, aber auch falsch. Ja. Und dann ist das sehr schmerzhaft zu begreifen, dass man es ja irgendwie nicht besser wusste, aber jetzt ist man in dieser Situation, die man hätte vielleicht vermeiden können.
Und das finde ich einfach schwieriger heutzutage, weil wir hatten da ja genau diesen Gast, einem Professor, Lars Penker war das, der gesagt hat, dass eine Gesellschaft sich meistens immer in einem Pendulum bewegt. Von wegen, die Konventionen sind so strikt, wie wir es jetzt aus 50, 60, 70 Jahren vorher hatten. Das Haus, Kinder, Auto, das wurde uns in der Familie immer gesagt. Von wegen, Arbeit, Haus und Auto. Und dann bist du ein Mann, so von wegen, dann hast du es geschafft.
Aber heutzutage gehört viel, viel mehr dazu. Oder zumindest kannst du dir auch selber überlegen, was zählt denn für mich? Ja, ich würde sagen, da ist auch das, was man anderen zuschreibt, welchen Status, sehr wichtig, weil so Dinge wie, du hast diesen Status erst erreicht, wenn du das Auto hast, wenn du den und den Job hast, das ist eine Zuschreibung von außen, die mag auf dich vielleicht auch damals schon nicht unbedingt gestimmt haben. Es muss nicht sein, dass nur weil du vor 70 Jahren gelebt hast und alle dir das immer so gesagt haben, du glücklich damit warst, so zu leben. Und heutzutage ist es vielmehr so, ja, ich würde schon sagen, liberaler, so nach dem Motto, du suchst dir deinen eigenen Sinn, aber dafür musst du halt auch selber dafür einstehen.
Du hast jetzt nicht mehr deine Dorfgemeinschaft, deine kleine Gesellschaft, die dir vorgibt, was du tun musst und wenn du das einhältst, dann lebst du gut, sondern du hast halt jetzt ist, okay, du kannst das machen, was du willst, du musst es nicht so machen wie die alle anderen, aber ob es hinhaut oder nicht, das ist dein Ding am Ende. Genau, genau, genau. Ich habe nur noch keine Meinung dazu, was besser oder was schlechter ist. Ich glaube, das kann einfach im Einzelfall betrachtet werden. Ich glaube, das ist meistens so die Sache.
Es kommt auch auf die Person drauf vor. Ich kenne beide Arten von Personen und die meisten haben auch eine Mischung drin. Ich würde sagen, ich bin ein, ich gehe relativ gerne alleine auch raus. Ich kenne aber auch Leute, die zum Beispiel das machen, das gar nicht und die haben das Extrem in der Großfamilie, dass die beisammensitzen. Das kenne ich zum Beispiel auch gar nicht so.
Das kommt auch noch immer mit rein. Wie kennt man es überhaupt? Ist man jetzt in einer Kleinfamilie wie ich, ich habe Vater, Mutter und halt eine Schwester. Die anderen haben, sind eine alleinerziehende Mutter. Der andere, der wohnt in einem Mehrgenerationenhaus, wo Oma, Opa ist.
Kommt dann immer eben darauf an, wie sehr man sich davon geleitet fühlt, und ob man das will, ob man das nicht will, ja, ob man alleine seinen Weg beschreiten will oder ob man eben generell sagt, ja, ich lebe in dieser Gemeinschaft, ich finde das toll und egal welche Norm oder Wert sich in dieser Gemeinschaft durchsetzt, ich ziehe damit mit. Glaubst du, unmittelbar kann das dann auch zu Konflikten zwischen Personen führen oder zwischen Gruppen, wenn man das anders sieht? Ja, wenn jemand dir sagt, so und so muss es sein, damit es funktioniert, und du sagst, nee, muss nicht so sein, dann hast du schon ein Problem, weil der andere sieht das quasi klar vor Augen, okay, es funktioniert jetzt nicht, weil er sich nicht dran hält, und der andere sagt, ja, aber für mich funktioniert es nicht, weil ich da gar keine Lust drauf habe, das so zu machen, also das ist halt dann, die einen sagen, ja, du musst da mitmachen, damit es für uns alle passt, und dann könnte man auch sagen, ja, aber nee, es passt trotzdem nicht für uns alle, weil ich könnte mitmachen, vielleicht mache ich auch mit, weil ihr mich zwingt, aber es wird mir keinen Spaß machen, und ich bring, glaube ich auch, oder generell Menschen bringen nicht so viel ein, wenn sie Dinge tun, die ihnen keinen Spaß machen, als wenn es ihnen Spaß macht. Du kannst immer noch zu ähnlichen Ergebnissen führen, du brauchst jetzt zum Beispiel auch nicht unbedingt Zusammenhalt, du könntest auch einfach durch Angst regieren, das hat aber alles auch Nachteile dann eben, in der Oberfläche mag es gleich ausschauen, in der Unterfläche nicht mehr, die Leute halten nicht mehr zusammen, zum Beispiel. Fallen dir da Beispiele aus der Geschichte ein, ich meine, das jeweilige Veranschaulichen.
Wo, meinst du, dass man durch Angst regiert, oder? Ja gut, das ist ja eher offensichtlich, so ja, aber dann das Gegenteil dazu, meine ich. Ja, könnte man eigentlich sagen, das ist so wie, wenn man die Aufteilung damals hatte, Protestanten und Katholiken, du hast erstmal ein Status quo gehabt, dass alle katholisch waren bei uns und dann kam Luther an und haut seine Thesen. Das hat natürlich auch noch politische Hintergründe, aber es gab, man muss einfach sagen, klar, Fürsten, die dann vorgegeben haben, okay, ich werde jetzt protestantisch, weil ich mir zum Beispiel mehr Macht dadurch verspreche, dass der Papst nicht mehr Gewalt über mich hat, aber es gab auch normale Personen, die dann gesagt haben, zum Beispiel, nee, das mit dem Ablass, das geht gar nicht, da steht ja sogar drin, irgendwie auch, dass man keine Zinsen erheben darf, ich werde jetzt Protestant, weil die leben das wirklich und jemand, der immer katholisch gelebt hat und merkt, wenn das jetzt auch aus der Familie ist, wenn dein Bruder, du lebst immer so und auf einmal sagt er, nee, ich mache das jetzt so und wir machen das eh besser, weil wir haben das und das nicht, ja, dann kommen schon Konflikte und das hat man ja dann auch gesehen, kann auch in Kriegen enden, das sind schon die, quasi sagen kann man, die Eliten, die einem vorgeben, wann Krieg geführt wird, aber in welche Intensität, wie lange der geführt wird, das hängt schon auch mit den Leuten zusammen, ob es, wie sehr sie sich verkeilen in ihrem eigenen Ding, nicht darauf eingehen und wenn man es jetzt heute sieht, ich meine, in Deutschland, wenn einer fragt, bist du Christ, sagen vielleicht zwei ja, dann kommt vielleicht irgendwann die Frage auf, ja, bist du katholisch und dann sagt er, nee, ich bin evangelisch und der andere sagt, ja, okay, ich bin katholisch, aber die hauen sich deswegen nicht die Köpfe ein, das hat an Spannung verloren. Das sind wie Konfliktlinien, die über Zeiten auftreten und dann wieder abnehmen und die können eben, wenn sich unterschiedliche Werte herausbilden, gerade wenn es zwei große Massen gibt, zuspitzen.
So finde ich zumindest. Ja, ja. Wie siehst du das? Ich glaube, man kann das einmal im Makro, aber auch im Mikrolevel sehen. Im Makro vielleicht zwischen bestimmten Ländern.
Regionale Unterschiede, dies, das, aber ich glaube auch, dass wenn, sagen wir mal, mein Bruder hat eine ganz andere Art und Weise zu leben, obwohl wir Brüder sind und gleich erzogen wurden und dies, das, kann er vielleicht sagen, ja, mir gefällt dieser Weg A besser, aber du bist halt bei Weg B. Ja. Und mir fällt da sofort in den Kopf, wenn ich daran denke, okay, wenn ich dann versuche zu verstehen, warum macht er den Weg A, wieso mache ich ihn dann nicht? Dann ist man automatisch in dieser Situation, dass man sich selber hinterfragt, wenn man sich nicht ganz sicher ist, was man auch vielleicht nicht ganz sein kann, wenn man offen für die Möglichkeit ist, zu hinterfragen, ist das denn der richtige Weg? Und ich glaube, das bringt dann einen großen Leidensdruck dahinter.
Aber jetzt nicht nur für das Individuum, sondern vielleicht auch für große Gruppen. Und diese Gruppen können sich dann in Randgruppen, in bestimmte Ideologien versetzen und ich glaube, so funktioniert das auch ähnlich im politischen Spektrum, dass sich dann diese Leute eine One-Solution-Fits-All-Lösung suchen und dann sich damit die Welt erklären, weil dann ist das Ganze simpel, aber die Welt ist nicht so simpel. Und deswegen, glaube ich, ist das dann mit Konflikten vollprogrammiert. Und dann auch bei Religion ist ja die Sache, das hat Menschen so lange zusammengeschweißt, zusammengebracht, aber auch sehr viele Konflikte gebracht, siehe Palästina oder das, was mit Gaza abgeht. Oder teilweise auch, das war der 60-Jährige 30-Jährige Krieg, glaube ich dann, genau, Protestanten und Katholiken, genau.
Allein schon das und das bringt einfach eine Dynamik mit sich, wo ich mir dann denke, im Umkehrschluss immer, wieso ist dieses Glaubenssystem so krass für einen Menschen, um wirklich zu riskieren, dass man stirbt dafür, nur um sich selber nicht zu hinterfragen. und das gibt mir immer diese Idee zu sagen, okay, kann es dann überhaupt ein Leben geben? Das ist jetzt sehr weit, sehr weit, aber kann es dann eine Zeit geben, in der man sich dann voll zumindest in diesen Frieden hingibt? und darüber denke ich gerade nach. Ja, ich glaube, das ist schon eine Mischung, einerseits, wie du sagst, ob man überhaupt ist, bereit ist, sich zu hinterfragen.
Wenn man das nicht ist, ist schon ein Problem, dann auch bekommt man andere Dinge mit, also Informationen, hat man genügend, um sich eine andere Meinung zu bilden oder hat man die Informationen so nur mäßig, ja, andere haben halt einen anderen Weg, aber ihr wisst ja, der ist schlecht. Also hat man eventuell Fakten, die dazu führen könnte, dass man anders denkt, das ist bei Religi, oder generell bei Glauben sehr schwierig, weil das viel mit einem selber zu tun hat, da kannst du nicht im großen Umfang mit Fakten ankommen, so nach Motto, man könnte jetzt sagen, ich kann nicht sagen, es gibt keinen Gott, weil ich kann den Beweis nicht liefern, dass es Gott gibt, dadurch dürfte ich niemanden aus meiner Sicht heraus überzeugen, du musst jetzt an Gott glauben, so nach Motto, weil du musst einfach glauben und deswegen gibt es ihn, aber ich darf es auch nicht als Aspekt hernehmen, gegen Religion zu sagen, okay, ich kann nicht beweisen, dass es Gott gibt, also gibt es ihn nicht. Fakt das einfach nur, man kann es nicht, der Mensch kann keinen Beweis dafür liefern und dann ist es eine Einstellungssache auch, bringt mir das was, wenn ich dran glaube, ist es intrinsisch oder führe ich das auch aus, also finde ich, dass andere Leute auch so glauben sollten und dann je nachdem, in welcher Gemeinschaft man aufgewachsen hat, wie hoch bestimmte, zum Beispiel auch religiöse Werte gehalten werden, so schwieriger wird es, wenn du auf Leute triffst, die vielleicht eine ähnliche Religion haben, aber da ist einfach, der Zusammenhalt in einer Religion selber ist viel größer als intrarreligiös. Ja, ja. Also auch der Zusammenhalt zwischen Innenkatholiken ist größer als zwischen Katholiken und Protestanten dann wieder.
Und das mag nochmal anders ausschauen mit Muslimen oder so, für mich, ich bin nie religiös erzogen worden, ich habe Kontakt zu Religionen, nachdem mein Onkel Pfarrer ist, für mich sind die meisten Religionen eigentlich gleich. Sie geben den Menschen einen Halt, sie geben den gewissen Grund, mit irgendwas weiterzumachen und es gibt immer Personen in jeder Religion, die die anderen davon überzeugen wollen, dass ihr richtiger Weg ist. Das trifft nicht auf alle Religiöse zu, die meisten tun es nicht, also ich muss sagen, 90% der Leute, die Religion oder religiös sind, die gläubig sind, die tun das für sich, aber ich habe kein Problem mit. Womit ich ein Problem habe, ist, wenn man Überzeugungsarbeit in jeglicher Hinsicht bei Meinungen oder bei Glauben führen will, das ist ein Punkt, der auch Spannungen, also es gibt ja auch Menschen einfach, die einfach auf Spannung aus sind, die, keine Ahnung, wie heißt nochmal das, Hormon, was für Stress, Cortisol, Cortisol, genau, ich glaube, es ist Cortisol süchtig vielleicht auch sind, genauso wie es Leute gibt, die adrenalinsüchtig sind, die einfach das mögen, die wissen, okay, ich tue das jetzt und dann gibt es Spannung. Und dann hat man Energie, dann kann man über was nachdenken, wie ist das?
die Leute reagieren auf mich, die Leute reagieren auf mich, die, ich habe da jetzt was angestoßen und vielleicht gibt es auch Menschen einfach, die das mögen, wenn über sie geredet wird und es ist ihnen tatsächlich egal, ob positiv oder negativ. Ja. Einfach wichtig ist, dass geredet wird. Das ist aber nicht mein Ansatz der Dinge unbedingt. Da bin ich eher auf Harmonie aus, als auf Streit unbedingt.
Streit ist okay, ist auch wichtig manchmal, aber es ist genauso wie Kritik, das sind erstmal keine negativen Sachen, es wird oft negativ verstanden, aber es sind Dinge, auf die man nicht selber gekommen wäre, zum Beispiel Kritik. Kritik heißt einfach nur, es ist ein Gedanke, auf den wärst du, selbst wenn du 100 Jahre vielleicht drüber nachgedacht hast, nie drauf gekommen und jemand anders sagt das und du denkst, okay, aber dann denkst du drüber nach. Das ist nichts Schlechtes per se erstmal. Es wird aber von vielen schlecht aufgefasst. Ja, ja.
Das darf ich dann bei diesem fragilen Ego denken. Weil dann in diesem Beispiel von vorhin könnte ich nicht tolerieren, dass ich mich selber hinterfrage, aus dem Aspekt, dass mein Bruder vielleicht einen anderen Weg macht, aber ich mache den Weg. Und das ist ein bisschen kompliziert, weil ich habe das Gefühl, das sieht man überall, diese ganzen tribal Bewegungen, die es das, weil das einfach, es gibt da ja viele Bücher, die darüber sprechen. Eins habe ich mir, mal durchgelesen, Maps of Meaning hieß das, wo eben genau darauf eingegangen wird, wie entsteht Glaube und was für eine Funktion hat das. Und es ist unglaublich kompliziert, aber es stößt jedenfalls darauf an, dass es sehr wichtig ist und uns halt und vor allem, genauso wie du gesagt hast, Religion gibt halt und einen Rahmen, die Welt zu interpretieren.
und das meinte ich auch mit der Frage vorher, mit dieser Verteilung eben zwischen diesen ganzen Bevölkerungsideengutgruppen, weil eine gewisse politische Meinung ist auch eine Art und Weise, sich in der Welt zu orientieren. Denn in diesem Buch zum Beispiel geht es darum, dass, also das ist jetzt so ein Funfact für die Zuhörer eben, dein Gehirn sortiert nicht von der objektiven Welt die Fakten, sondern die Fakten interpretieren sich durch deine vorangefertigte genetische Meinung, die du aber auch gelernt hast durch Sozialisierungsprozesse. Und deswegen ist es so wichtig, deswegen ein Pro-Punkt für Demokratie, dass einfach alle Meinungen vertreten sein können und sollen, weil es nicht offensichtlich ist, auf was für ein Problem man mit welcher Lösung kommen soll. Es gibt, das sieht man in der heutigen politischen Landschaft, dass ein Problem, es gibt zehn Lösungen, für was entscheidet man sich? Den Kompromiss am besten.
Kompromiss am besten und vor allem dann abwägen, was ist möglich, was kann man nicht, was kann man eher tolerieren, was kann man nicht tolerieren. Was mich da interessieren würde, weil ich einfach ein Laie bin, gut, deine Studie geht jetzt auch nicht wirklich lange. Nee. Noch nicht, noch nicht. Vielleicht auch noch Laie bei mir, aber ein Stück weit weniger Laie, deswegen ja mal gleich dein Schuss.
Weil ich frage mich da halt immer, wenn man in das Studium geht oder beziehungsweise sich, man hat eine Idee von einem Thema und dann fuchst man sich in das Thema rein. Ja. Was ist dann die Meinung danach, nachdem man was gelernt hat? Wie hat sich das Bild geändert? Ja, das ist das Problem, dass wenn man dann mit teilweise auch Sachen zu tun, ich hab, ja, ich hab's noch nicht so richtig gehabt, dass sich bei einem Punkt was ganz krass bei mir geändert hätte.
Einiges war ich schon so, ja okay, in die Richtung wird schon irgendwie gehen. Manche Dinge werden einfach nur klarer, erst mal, gerade bei mir, wieso sind die überhaupt so, wie sie gerade sind. Das ist so, das, aber es gibt auch bei uns keine festgeschriebenen Wahrheiten. Es kommt immer darauf an, ja, weil es mit menschlichen Handeln zu tun hat und dann hast du immer das Problem, bei Menschen gibt's nicht, also klar, es gibt die Fakten, dass wir uns ernähren müssen und irgendwann ausscheiden müssen, dass wir auch irgendwie Sozialisation betreiben müssen. Wie die aber genau ausschaut, das ist alles schon wieder individuell, ganz andere Sichtweisen.
Wir haben Punkte dazu, wie ich vorhin gemeint habe, mit der Demokratie. Was ist überhaupt demokratisch? Da gibt's unterschiedliche Sichtweisen. Was ist ein Teil davon? Was ist kein Teil davon?
Geht es jetzt darum, um den Wahlaspekt, dass man wählen darf und ist es dann egal, wie danach geherrscht wird oder ist eher wichtig, wie geherrscht wird, wer mit eingebunden wird? Das sind so Sachen, ja, auch nicht ganz klar, aber man kriegt einen, ich würde sagen, einen groben Rahmen drum, in was man sich in welchem Bereich bewegt einfach und dass man in diesem Rahmen argumentiert, umso besser man natürlich dann auch mit Sprache umgehen kann, desto eher kann man das so hindrehen, vielleicht auch wie man es selber gerne hätte, aber das sind wieder persönliche Fähigkeiten und das ist dann eher erstmal so, ja, ihr kriegt den Rahmen gezeigt, ungefähr, und das ist so, ja, quasi der Status quo oder wahrer mal bei uns nicht ganz, sagen sie auch immer dazu, weil Realität ist immer noch was anderes, aber wir sprechen, wie gesagt, viel über Idealtypen. Idealtypen aber nicht in der Hinsicht, was gut und was schlecht ist, sondern eher, das ist die vollkommene Form davon, also das wäre eine vollkommene Form zum Beispiel von Kapitalismus, das wäre eine vollkommene Form von Kommunismus, totaliere, totaliere, totaliere, totaliere Staatsform, dies, das, dieses Wort, das hängt immer bei mir, ja, weil das ist eine Frage, die wird Menschheit beschäftigen, immer wenn es mehr als zwei gibt, wie soll man Entscheidungen treffen, dies, das, das fand ich so episch, wir haben, das fand ich so gut, das fand ich wirklich so gut, so gut, das fand, das muss ich kurz teilen, das fand ich so gut, in der, ich glaube, das war in der zwölften Klasse war, das in Sozialkunde, hatten wir das, ich muss kurz grinsen, das war, also so, wow, ich komme nicht klar, wir sind zehn Leute, wir sind in einer Gruppe, oder wir sind fünf, oder wir sind sechs, wir sind gestrandet auf einer Insel, was nehmen wir mit, welche Aufgabenteilung haben wir, nach was entscheiden wir uns, wer macht welche Aufgaben, wer hat welche Prioritäten gesetzt, das alleine ist schon eine Idee für Politik, und interessant zu sehen war wirklich, wie jede einzelne Gruppe, ganz andere Prioritäten hat, und vor allem, wie identisch, aber vor allem auch, wie verschieden, im individuellen Level, das alles sich einfach abzieht, und durch diese Übung, habe ich einfach wirklich gut, mal spüren können, wie es ist, Politiker zu sein, weil ich glaube, man stellt sich das immer, ein bisschen einfacher vor, ein bisschen, ja mach doch einfach das, das sind doch ja jetzt Idioten, das ähnliche ist ja, wie zum Beispiel, wenn du Fußball schaust, und sagst dann, warum macht der Typ, warum bringt er den Elfmeter nicht rein, so, es ist immer einfacher, aber, bei Parteien kommt halt auch noch dazu, dass es Interessenvertretungen sind, deswegen, auch bei mir, ich reg mich nicht darüber auf, wirklich, was Parteien, oder Parteimitglieder sagen, einfach aus dem Aspekt, mir mag das vielleicht nicht gefallen, was sie sagen, aber es ist kein Grund für mich, sich aufzuregen, weil ich weiß, der vertritt das Interesse von irgendeiner Gruppe, und wenn ich nicht deren Meinung bin, dann liegt das wahrscheinlich daran, dass ich nicht Teil dieser Gruppe bin, sondern Teil irgendeiner anderen Gruppe, und dann muss ich einfach schauen, dass ich halt das voranbringe, wofür ich bin, und nicht, dass ich gegen das bin, was andere sind, das ist so ein Ding, das fehlt mir manchmal heutzutage ein bisschen, dieses, man weiß, wo man dagegen ist, aber man weiß nicht, wofür man ist, oder wie siehst du das? Ich glaube, man kann eher darauf schließen, was man möchte, wenn man davon ausgeht, was möchte man, auf gar keinen Fall, was möchte man nicht, was möchte man nicht, ich glaube, in der heutigen politischen Landschaft ist das alles viel komplizierter, weil es gewisse, es gibt Altersgruppen, es gibt Hintergrund, es gibt Migration, es gibt Prägungen, und es gibt die Möglichkeit, Berichte, Berichterstattung zu bekommen. Ich glaube, es gibt so einen großen Konsens, aber der ist längst nicht mehr klar, im Einzelfall.
Ich glaube, der ist längst nicht mehr klar im Einzelfall. Würdest du sagen, es gab schon immer einen, also es gab früher einen größeren Konsens, gemeinsam, oder ist das mehr so, ja, auch so alte Verklärung, dass man sagt, so nach dem Motto, früher war alles besser, weil da bin ich, ganz ehrlich, der Meinung, nein, war es nicht. Du hast teilweise, es ist halt heutzutage das Problem, du kriegst Dinge von überall mit, früher war es halt eher beschränkt, auf Deutschland oder so, selbst da war nicht alles besser. Es gab auch sehr gewaltvolle Zeiten, auch in den 90ern, weiß nicht, ob dir das was sagt, Baseballschlägerjahre, wird manchmal gesagt, nur das Problem an sich, was halt immer gesehen wird, das ist halt immer ein anderes, also du hast nicht das gleiche Problem wie früher, du hast halt ein anderes Problem. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es besser ist.
Ich glaube, dass das aus einem bestimmten Temperament entsteht. Früher ist alles besser, klingt für mich wie eine Glorifizierung der Vergangenheit. Kurz gesagt, glaube ich, da gehen eher konservative Leute hin, die sagen, oh, früher war ja alles so strukturiert und vor allem, damals war Routine das Ding. Konservative Leute sind ja eher routiniert und eher diese Hardworking-Typen, so etwas. Jetzt ganz, ganz, ganz, ganz, ganz stupide gesprochen.
Es gibt immer Unterschiede im Einzelfall und definitiv in Gruppierungen. Wohingegen, ich glaube, dass liberale oder linke Leute die Zukunft glorifizieren, zu sagen, es kann doch so viel besser werden und wir schauen, wir doch vorwärts, dass man eher optimistisch in die Zukunft schaut, aber nicht schaut, was in der Vergangenheit war. Weil, das ist halt die Sache, hättest du jetzt eine Ideologie, würdest du sagen, das eine ist gut, das andere ist schlecht. Aber die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte und vor allem, es ist immer eine Sache, dass es beide Seiten der Medaillen gibt und viele Graustufen. Aber dass es immer einen Konsens gab, glaube ich nicht.
Ich glaube nur, es war damals einfacher, im großen Stil der Politik zu machen, wie das ist die Definition anders, weil die einzelne Stimme nicht so viel Wert hatte wie heute durch die Möglichkeit von Social Media oder durch bestimmte gesellschaftliche Ideale. Ja, also du meinst erstmal, dass quasi mehr Leute zu Experten wurden schon mal und damals gab es halt, ja, der im Fernsehen und der hat halt einen Professor irgendwie eingeladen und dann waren das die Experten. Heute könnte man auch uns nehmen. Wir reden jetzt hier, das wäre vor 50 Jahren auch nicht gang und gäbe gewesen, dass zwei junge Herrschaften sich einfach so an einem Sonntag verabreden. Lass das mal viral gehen und dann hast du schon, denn nur das Hören kann Einfluss haben.
Wohingegen du damals bei der Fernsehshow würdest du jetzt wollen, dass genau die Meinung bestätigt wird, die du hast, kannst du ganz genau aussortieren, wen da halte ich denn ein. Das geht heute nicht mehr so. Heutzutage ist das möglich, aber längst nicht mehr so möglich durchzuziehen, ohne wirklich Konsequenzen zu haben davon. Weil es gibt ja heutzutage auch noch viele Leute, die bestimmte Journalisten, die Lobbyismus aufdecken oder bestimmte Interessenskonflikte versuchen zu beseitigen oder aufzudecken. Da kann man sich natürlich auch fragen, warum machen die das?
Was ist deren Ziel? Und deswegen, das ist alles ein bisschen komplizierter. Und ich glaube, das wissen auch die heutigen Politiker, dass das alles heutzutage ein bisschen anders ist. Und vor allem, dass sich das auch in den Umfragen zeigt, dass zum Beispiel auch, was damals die SPD war, ist sie heutzutage nicht mehr. Und wer weiß, ob sie vielleicht heute Regierungspartei gewesen wären oder die Stammwiederschaft, wer weiß.
Das hängt aber auch immer klar mit der Zeit auch zusammen. Klar, klar, klar. Wenn sich die Gegebenheiten ändern, dann ändern sich eventuell auch Parteien oder wenn sie es nicht tun, dann gehen sie unter damit. Generell muss man aber sagen, Parteienlandschaft ist relativ konstant. Was so vertreten ist, so im Großen und Ganzen, hat sich da nicht wirklich viel geändert, seitdem es Parteien in irgendwelchen Ländern gibt.
Wie ich vorhin schon meinte, du hast Art Liberale, du hast deutlich welche, wie SPD oder noch Linker, du hast, ich will mal kontrovers sagen, aber es ist nicht kontrovers. Konservativ. Konservativ. Bitte schön. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand, das ist halt immer so, es ist wichtig, dass du bei manchen Dingen einfach eine gewisse Ordnung hast und dafür würde ich einfach sagen, es sind Konservative da, die sind erstmal dagegen, dass sich was ändert und dann hast du vielleicht Liberalere, die sagen, ja, nee, das gehört alles anders und am Ende ist es ein Ding daraus, es muss bestimmte Sachen geben, die konstant bleiben und bestimmte Dinge müssen sich ändern, weil die Zeit sich auch ändert, weil die Menschen sich ändern, weil die Technik sich ändert, die ganze Zusammensetzung und das ist einfach so ein Kampf und der Kompromiss daraus scheint zu funktionieren.
Ich sehe es immer so, es gibt verschiedene Gesellschaften, aber immerhin gibt es Gesellschaften und den Mensch gibt es auch noch. Das ist nämlich auch immer so ein Ding, wir sehen uns manchmal so ein bisschen abgesehen von Mensch, also es gibt Mensch, Tier, es gibt Umwelt, auch wir könnten theoretisch aussterben, aber da denken wir nicht so oft drüber nach und ich würde einfach mal sagen, solange man Kompromisse findet, gibt es auch so eine Art Gesellschaft. Ja, ja, ja, weil es ist wichtig, darüber zu reden, denn jede Meinung kann dir einen Punkt liefern, von dem du eben nicht weißt. Bloß, es hört sich halt nicht so gut zu verkaufen an, von wegen, du musst halt reden. Es ist viel einfacher zu sagen, wir sind schuld und wir machen es besser.
Das ist halt immer einfacher gewesen, seitdem es den Menschen gibt, weil das einfach genau diese, diesen Rahmen vorgibt, das zu denken und das zu tun. Es gibt viele saure Äpfel zum reinbeißen, könnte man eigentlich sagen, ja. Und das ist immer so ein Problem. Du meintest vorhin, wie, wie, wie, ihr redet darüber, wie es heute so zustande kam, wie es heute ist. die Konzentration von heute?
Ja, also, was die unterschiedliche Parteienlandschaft von damals und von heute ausmacht, welche Themen wichtiger geworden sind, welche weniger wichtig. Wenn man jetzt zum Beispiel, ich würde mal sagen, den Vorgänger, der CDU, hernehmen würde, das Zentrum, war nicht genau das Gleiche, weil das Zentrum rein katholisch war, ist aber zum Beispiel daraus entstanden, dass es Konflikte gab mit Preußen, die ja sehr protestantisch waren. Also auch Bismarck oder so, haben den Protestantismus gelebt. Da gab es schon mal Konflikte. Und es gibt quasi immer noch nicht die gleiche Partei.
Und auch dieses Christliche ist im Hintergrund gerückt. Dafür werden andere Themen, die diese Parteien vielleicht schon vertreten haben, wieder deutlicher. Und was man auch immer sagen muss, der Parteiname bleibt der gleiche. Eventuell auch das Grundbild von der Partei, was sie sich vor 100 Jahren mal aufgeschrieben hat, aber die Menschen da drin nicht. Und wenn die Menschen auch anders werden, dann verändert sich selbst, wenn es eine Institution dahinter gibt mit festen Regelabläufen trotzdem noch, wie diese ausgeführt werden.
Oder ob die auch generell dann sagen, nee, das führen wir so nicht mehr aus. Da ist keiner mehr von uns dafür. Wir tun das jetzt einfach nicht mehr. Wir können ja auch hinterfragen. Das ist bei Institutionen immer ein bisschen schwieriger, weil man eher die Tendenz dazu hat, die Dinge einfach laufen zu lassen, weil man muss sich nicht drum kümmern und das hat ja bisher auch funktioniert so.
Aber ja, es ist nicht das Gleiche immer. Es verändert sich ständig. Es macht es schwieriger zu greifen. Du versuchst es natürlich dann irgendwo, irgendeine Art von Schema reinzustecken, aber ob es da immer reinpasst, das haut auch nicht hin. Wie du gesagt hast, jetzt mit der Rente, wo du dir was drüber angelesen hast, war es ja auch so, zum Beispiel die linke Partei enthält sich.
Ja, da ist auch schon wieder, ja, theoretisch, es sind ganz andere Parteien, die andere Dinge wollen, aber auf einmal enthalten die sich und dadurch geht es durch. Und das ist sehr schwierig, dann zu sagen, die sind klar so, die sind klar so, das sind Interessenskonflikte, die auch mit der Zeit dann auftreten können. Deswegen sage ich auch immer, ein Parteihandbuch oder so, oder was vor der Wahl, ja, das kannst du ja schon durchlesen, aber ich würde es jetzt nicht unbedingt für wahre Münze nehmen. Ja, ja, ja. Die Praxis sieht immer ganz anders aus, weil die Herausforderungen werden auch immer so, wie international mittlerweile alles verstrickt ist, wird das Ganze einfach komplizierter.
Und das war der Punkt, den ich gerade aufbringen wollte. Was glaubst du, ich lese das, ich schaue Tagesschau auf YouTube, immer die 20-Euro-Ausgabe, am nächsten Tag am Morgen beim Frühstücken und das seit Jahren. Und ein Kommentar hat sich wirklich so oft gehäuft. Es ist alles so komplex geworden. Es ist alles so kompliziert.
Ich blicke hier nicht mehr durch. Was ist dein Take darauf? Ich sag, es ist nicht komplexer geworden, es ist nur mehr geworden und wir haben, wir interessieren uns auch ein bisschen mehr dafür. Wenn ich jetzt an meine Oma denke, da war halt, oder ist immer noch so, sie lebt ja noch, das im direkten Umfeld ist das Wichtige. Und solange dir nicht irgendeine Partei komplett auf den Schlips tritt oder du auf einmal kein Geld mehr zur Verfügung hast, weil es auf einmal Steuererhöhungen sonst nochmal was gibt, interessiert dich auch relativ wenig, was die tun.
Und ich würde sagen, dass das heutzutage anders, hängt auch mit Bildung zusammen, dass Leute generell gebildeter geworden sind. Du hast viel mehr Leute, die ein Abitur machen, die studieren. Ob es, ich weiß jetzt nicht, ob es viel leichter ist als damals, ob es in manchen Bereichen vielleicht schwieriger ist. Das mag sich je nach Studiengang auch gewandelt haben. Der eine Studiengang ist heutzutage leichter besuchbar als der andere.
Bei mir zum Beispiel ist es so, ich kam ohne NC rein. Bis vor zwei Jahren war noch NC bis 2,5, glaube ich. Ja, das ist okay. Hätte ich auch geschafft. Aber theoretisch, es hätte eine Aussotierung da schon gegeben.
Bei anderen wurde vielleicht der NC in Fallen gelassen, da kommst du leichter rein. Aber es ist generell so, Leute informieren sich mehr, Leute bekommen viel mehr mit, dadurch wirkt auch alles viel komplexer. Das waren früher Themen, die vielleicht Leute, die wirklich die Entscheidung darüber hatten, eher beschäftigt haben als den normalen Bürger. Und was dazu kommt, ist, das ist diese Hilflosigkeit, die auch das so komplex, glaube ich, erscheinen lässt. Du kannst nichts dagegen tun.
Du liest diese Nachricht, die kannst du extrem schlecht finden und du wirst nichts dagegen tun können in dem Moment. Die ist einfach so. Wenn dir sagt, du zahlst jetzt 10% mehr Steuern, du kannst demonstrieren gehen dagegen, du kannst einen Brief verfassen, aber in dem Moment, wo du es liest, ändert sich nichts für dich. Du kannst natürlich dagegen ankämpfen. Das machen Menschen jeden Tag.
Deswegen kann ich auch immer nur empfehlen, nicht aus der Angst heraus zu handeln, weil andere Leute, die irgendwas durchsetzen, die haben auch keine Angst vor dir. Also, hab auch keine Angst vor denen oder find deinen Mut, dass du die Angst nicht mehr so spürst und versuch einfach, dafür einzustehen. Glaubst du, das war damals anders? Dass die Leute weniger dafür eingestanden sind? Dass man mehr Mitsprayrecht hatte oder dass man mehr dagegen tun konnte?
Das ist auch noch eben sowas. Das haben wir heute viel mehr. Wir dürfen mehr mitreden. Es wurde schon mehr vorgegeben. Es lag allein schon an der Struktur, wenn du dir traditionelle Gesellschaften anschaust, dass du einen klerusen Adel und dann so nach Motto, ja, noch die Landbevölkerung, irgendwie hast du in der Stadt, sah es nochmal ein bisschen anders aus.
Aber es war extrem stark strukturiert und damit auch, in welcher Hinsicht du wo mitreden durftest. Wenn du ein Händler war, hattest du in der Handwerkszunft überhaupt nichts zum Sagen, als Handwerker schon. Dafür hattest du jetzt als Handwerker kein Mitspracherecht, wenn der eine Fürst gesagt hat, okay, der andere Fürst, den mag ich nicht und wir kämpfen da jetzt gegen den, dann hattest du keine Entscheidung darüber. Sondern es war halt so und wenn der es irgendwie geschafft hat, Söldner anzuheuern und der andere überfällt deine Stadt damit, dann wurde halt deine Stadt überfallen. Oder dein Fürst hat eine andere Stadt überfallen lassen.
Sonst waren keine Dinge, auf die du Einfluss letztendlich hattest. Außer du bist halt in der gesamten Masse gekommen. Aber da ist immer das Ding, wie gesagt, es gibt lauter Meinungen, dass du wirklich Massen bewegst. Da muss es Dinge treffen, die die gesamte Gesellschaft merkt. Sowas wie der Geldbeutel ist zum Beispiel ein guter Punkt.
Oder dass du Leuten zum Beispiel das Reiserecht wegnimmst, indem du sagst, okay, wir schließen die Grenzen, keiner kommt mehr raus oder so. Dass du wirklich aktiv das Gefühl von Freiheit wegnimmst. Du könntest jetzt sagen, ich war noch nie im Urlaub. Aber trotzdem würde es dich irgendwie stören, wenn du auf einmal weißt, okay, du darfst jetzt nicht mehr in Urlaub. Es liegt nicht mehr daran, dass du nicht willst, sondern du darfst es nicht.
Das ist ein großer Unterschied. Das ist ein großer Unterschied. Um nochmal auf den Punkt zurückzukommen, wieso wir das so komplex finden, ist, wir dürfen mehr mitreden. Es ist transparenter als früher. Es ist nicht vollständig transparent, das muss man auch wissen.
Aber es ist auch einfach sehr viel. Es ist unglaublich viel. Von jeder Richtung. Dann was ich auch immer das Gefühl habe, ist, viele vermischen heutzutage Europa oder Deutschland mit der USA. Viel, was man von drüben mitbekommt, bezieht man auf uns.
Ja, kann man in manchen Dingen machen, aber in ganz vielen denke ich auch nicht. Dafür sind wir doch noch zu unterschiedlich. Auch unterschiedliche Einstellungen hinsichtlich, was Leistung ist, welche Art von Freizeit wir haben, welche Art von, wie wir Sozialwesen aufbauen. Das ist ganz unterschiedlich. Das sind einfach ganz verschiedene Gesellschaften.
Definitiv. Obwohl man sich natürlich westlich eher danach orientiert, aber ich glaube, das ist das westlichste Beispiel nach der westlichen Idee, was überhaupt geht. Ja. So. Das ist auch ein interessantes Ding, was ich finde, Amerikaner sagen gerne zu Leute in Europa, Europeans, also werfen es quasi in einen Topf.
Ich würde jetzt sagen, der in Deutschland wohnt, ein Schweder ist von der Art her ganz anders als ein Spanier. Ja. Und dann finde ich es wiederum interessant, wenn man sich mal Nachrichten zum Beispiel aus Indien anschaut, die reden nur über the Western States. Also bei denen ist es selbst schon so, dass sowas wie Kanada und USA das gleiche ist wie wir. Ja.
Wenn man aber mal drüben in den USA war, wird man relativ schnell merken, okay, die schauen vielleicht ähnlich aus, ähnlicher Klamottenstil, aber von der Art sind sie teilweise doch schon sehr anders wie einer. Sehr, ja, haben einfach eine eigene Art. Ja, ja. Ich habe noch keinen Ami getroffen. Würde ich aber gern.
Ja, ja, das ist immer schön, neue Leute. Also ich mache es nicht von der Nationalität abhängig, aber jeder Mensch, den ich irgendwie treffen kann, der irgendwas Besonderes an sich hat, das macht immer schon Spaß. Ja, davon leben wir ja, klar. Ja. Davon leben wir, das ist immer so eine Sache und das macht dann auch die Politik irgendwie auch interessanter, klar.
Bisschen auf Topic, was in den letzten Jahren ist mir sehr oft aufgefallen, dass linke Ideen, zum Beispiel Sozialismus Kommunismus oder Kommunismus oder sonst irgendwas, ein bisschen mehr Anklang gefunden hat, vor allem bei jungen Leuten. Würdest du dich trauen, eine Einschätzung abzugeben, weil ich bin mir da noch nicht ganz sicher, mir ist das nur sehr oft aufgefallen, dass vor allem in Studentenkreisen, dass da eher, ich will nicht mit diesem Punkt gehen, linkes Gedankengut, aber diese Ideen, diese Arten von Ideen, dass die eher Anhang finden. Würdest du... Ich kann definitiv ja sagen, sie finden, also es kommt auf den Studiengang an, bei uns tatsächlich kann ich ja sagen, weil ich den 1 zu 1 Beweis habe, wir saßen in der Vorlesung drin, es wurde eine Wahl gemacht, wer was wählen würde und die Linke hatte die meisten Stimmen bei uns tatsächlich, von allen, die irgendwie in der Vorlesung drin waren, es war bei jeder Partei drin vertreten. Es gab, glaube ich, auch soweit ich weiß, waren auch Kleinstparteien dabei, keine, die 0% hatte.
Aber die Linken, also die, die Linke wählen würden, die waren am meisten. Wieso es jetzt genau so ist, kann ich nicht wirklich sagen. Ich weiß nicht, ob das, also ob das zusammenhängt, dass man sich für Gesellschaft interessiert und deswegen links ist, weil das kann nicht stimmen, weil es gab ja, wie gesagt, auch Leute, die für andere Parteien gewählt haben und auch wenn die deutlich weniger Prozente hatten, müssten wir jetzt zusammenzählen, wie viel der gesamte Teil wäre an Leuten, die nicht die Linke wählen würden. Aber ja, wie du schon sagst, es ist schon, man merkt es schon, dass es so in Studentenkreisen viel ist. Ja, ja, ja, ja, ja.
Aber ich kann dir nicht genau sagen, wieso. Okay, okay, okay, weil da habe ich ein paar Stimmen gehört, aber es ist ein interessantes Phänomen, finde ich auf jeden Fall, weil das sich seit ein paar Jahren zeigt und ich habe das Gefühl, das ist jetzt ein bisschen abgeflacht, aber vor allem ist das oftmals der Fall. Was ich mir vorstellen kann, das hängt auch damit zusammen, ob man schon mal, ich würde nicht sagen, normale Erwerbsarbeit würde ich es jetzt mal nennen, nicht 450-Euro-Job, nicht Studentenjob oder sonst irgendwas, weil wenn man das sieht, also ich weiß es ja aus der Arbeit heraus, ich habe mich nie genau mit den Leuten drüber unterhalten, was die wählen, aber ich würde mal tendenziell sagen, dass die Linke da nicht dabei war. Und das ist schon interessant, was der Punkt, dass du für jemanden, ich weiß nicht, ob es daran liegt, ob du für jemanden arbeiten gehst oder ob du generell deinen Großteil aus Arbeit besteht, ob es muss irgendeinen Einfluss haben, aber ich kann den noch nicht genau sagen, weil ich werde es rausfinden. Vielleicht nehme ich es mir als Hausaufgabe hier aus diesem Podcast mit.
Nee, nee, aber das ist definitiv ein Punkt, ja. Ich, ja, ich glaube, du hast recht, wo war ich jetzt stehen geblieben. Archetypen. Archetypen, dass, wenn du auf die Welt kommst, gibt es so ein Bild von wegen, dass du auf dem Grab oder auf dem Sarg zum Leben kommst, dass du quasi das Land erbst von deinen toten Vätern und Müttern und dass das volle Aufgaben ist und dass man das am besten, quasi das alte System, das möchtest du wegschmeißen und verändern. Es gibt da zum Beispiel auch genügend psychologische Ansätze, die auch Richtung Tiefenpsychologie und sowas gehen, dass ein gewisser Entwicklungspsychologe Jean-Pierre Gé sagt, dass Jugendliche im Alter von 16, 17, 18, ich kann da auch mitreden, so vorwegen, dass sie wie in so eine messianische Periode kommen, wo sie die Welt verändern wollen.
Und das sind dann meistens auch junge Klimaaktivisten, die sagen, oh, ich will die Welt unbedingt verändern. Aber das sind dann auch zum Beispiel genau solche Ideen eben, wo man sagen kann, ja, Kapitalismus ist das Problem oder das ist natürlich eine sehr extreme Art und Weise, aber wo sich diese Ideen einfach dann widerspiegeln und gewissen Anklang finden, weil keiner wird sagen, ja, ich bin pro Armut. Das wird keiner sagen. Nee. So die meisten werden sagen, nee, ich bin gegen Armut.
Ja. Und das gibt dir auch gleichzeitig ein Gefühl von Moral, dass du eine Aufgabe über dir hast, also von wegen du gegen die und du stehst ja dafür ein und dir ist Menschen wohl am Herzen. Und ich glaube, das ist zum Beispiel ein Grund, psychologisch gesehen, warum solche Ideen zum Beispiel Anklang finden, weil man für einen Zweck über sich hinaus hat. Und dann hat man einen Grund, sich zu engagieren und du hast ein Feindbild, was, ja. Feindbild ist schon immer eine starke Sache vor allem.
Ja. Ich würde jetzt nicht sagen fürs Engagement, weil das Engagement ist mehr von einem intrinsisch heraus, dass man sagt, man will sich darum kümmern zum Beispiel, dass es weniger Arme gibt, dass es der Umwelt besser geht. Wenn man dann ein Feindbild erschafft, Feindbilder sind sehr stark, aber führen dann auch wieder zu Problemen, weil Feindbilder meistens auch, naja, das Problem, Problem ist, man bezieht es auf Menschen, aber das Problem sind nicht die Menschen, sondern das, woran sie denken. Und was ich oft das Problem habe, ist, es wird keine Hintertür freigelassen, dass du diese Menschen eventuell auch wieder aufnehmen kannst, sondern es ist mehr wie, wir bekämpfen die, wir bekämpfen sie bis aufs Letzte, bis sich entweder unseres oder deren durchgesetzt hat. So nach dem Motto, der Stärkere gewinnt einfach und dann fragt dann auch keiner mehr, wie er das erreicht hat.
Das war jetzt nicht ganz ein Zitat, aber ein indirektes Zitat von Hitler. Aber so nach dem Motto, er hat es mal mäßig gemeint. Aber das ist schon dieses Ding mit den Feindbildern, du stürzt dich dann drauf. Ich würde jetzt auch nicht sagen, jeder, der bei so einer Protestbewegung macht, ist eine Art von Selbstdarsteller oder will sich jetzt besonders profilieren. Aber schon das, dass gerade bei den Jungen, dass sie sagen, okay, mir gefällt das nicht ganz, wie die Älteren das machen.
Das ist auch teilweise, ist schon, wird man einfach mit dem Alter, man ist nicht mehr so experimentierfreudig, treffe wir immer nicht auf jeden zu, aber man geht mehr in bestimmte Richtungen. Okay. Okay. Ja. Eine kurze Denkpause.
Ne, wir waren bei dem Punkt Jugendproteste, weil, ich könnte dir da, okay, ich gebe dir jetzt eine kurze Anekdote, warum ich das so ein bisschen lustig finde. Justin kennst du ja. Ja. Da war ich hier auch im Podcast. Und der hat in Wien studiert, seine Weltsteamphilosophie gemacht und da gab es eine Freundin von ihm aus dem gleichen Freundeskreis und die hat ihn einmal gefragt, warum kommst du dich mit zum Protestieren?
Heute ist ein Protest gegen irgendwas. Sagt er, ja sorry, ich muss arbeiten. So, ich kann nicht. Und an dem Punkt dachte ich besser, das ist irgendwie sehr ironisch, aber das ist irgendwie auch teilweise Fakt oder auch Realität, dass du dir vielleicht doch erst dann Gedanken machen kannst, wenn du nicht am Existenzminimum bist, will ich jetzt nicht auf Justin so bürgen, dies, das, nein, absolut nicht, aber wenn du gewisse Verantwortung hast oder wie du gesagt hast, von wegen einfach in der Arbeit steckst, dann sind plötzlich ganz andere Sachen einfach nur wichtig. Ja.
Aber komischerweise lässt das ja auch irgendwie einen bitter machen, so von wegen, dass man dann ja nicht die Welt so sieht, wie sie ist, das sage ich ja voll oft, so von wegen, dass man dann keinen Grund für Optimismus hat. was ich eigentlich sehr, sehr schade finde und deswegen die persönliche Frage an dich, wie kommst du in der heutigen Zeit zurecht? was könntest du mitgeben? Wie ich zurechtkomme? Also.
Mit mehr Optimismus durch die Welt vielleicht, weil das finde ich wichtig, das habe ich mir vorgenommen, weil heutzutage hört man viel negative Sachen und ist eher mit einem negativen Incentive dabei. Aber ich möchte sagen, nein, scheiß drauf. Ich möchte sagen, man kann auch das Ganze positiv sehen, weil so oder so, du hast recht. Ja. Ob du es schlecht oder gut siehst.
Also ich würde gerne, es ist eine Grundhaltung, dass ich eher positiv bin, weil scheiße sein kann es immer. Also wenn es wirklich schlecht ist, dann merkst du es auch. Aber im Moment ist es bei mir noch nicht so. Ich habe immer noch das Gefühl, es kann alles besser werden. Es wird nie perfekt sein.
Das ist auch immer eine Sache, wie man, welche Voraussetzungen man an die Welt hat, ob man daran glaubt, dass es wirklich perfekt sein könnte in die Richtung oder inwieweit kann es perfekt sein dahingehend, weil dann auch mit welchen Themen man selber zu kämpfen, hat, wenn man, ich habe jetzt das große Privileg, dass ich aktuell nicht krank bin. Jemand, der eine chronische Krankheit oder sowas hat, mag das auch wieder schwerer sehen, das Leben positiv zu sehen, muss aber auch nicht sein. Es gibt auch Menschen, die sind unheilbar krank und sind trotzdem durchaus positiv darüber, dass sie noch ein bisschen Zeit haben, irgendwelche Dinge zu tun. Und das ist einfach auch das Ding, was ich für mich toll finde, ist, dass ich aufstehen darf und Dinge tun darf. Und ich darf die Dinge auf mich wirken lassen und manchmal kommen Dinge auf mich zu, auf die habe ich keine Lust und die überrennen mich.
Und manchmal überrenne ich die Dinge mit mir. Aber ja, das ist so ein bisschen, das Leben kommt aus einem selber heraus auch und trifft nicht nur auf einen, du wirkst auch und dem musst du dir bewusst sein und du kannst positiv und du kannst negativ wirken. Du kannst Dinge schlecht machen und kannst Dinge gut machen. Und das kannst du allein dadurch schon tun, wie du über Dinge redest, ob du jetzt sagst, ja nee, haut gar nicht mehr hin, da stecken mir jetzt alle am besten den Kopf in den Sand. Und im Übrigen sind auch noch die Schuld, dass das so ist, kannst du schon so sagen, bringt dir aber bei den Personen nichts.
Du gehst, meiner Ansicht nach, sollte man erstmal rangehen, es ist so oder zumindest, es ist so, wie ich das jetzt so sehe für mich. Das heißt nicht, dass es für dich so ist. Und dann irgendwie versuchen, damit umzugehen, auch mit den Personen umzugehen, weil ich generell finde, das ist auch eine Sache, Angriff kann man immer machen, ist so mit einer der leichtesten Dinge, leichtesten, leichtesten, leichtesten Dinge, leichtig, ohne auf, das Wort noch nicht gehört, eine der leichtesten Dinge. Also du kannst jemanden beleidigen, aber du kannst genauso leicht auch jemanden irgendwie eine Freude machen, kannst ihm sagen, ja, mir gefällt, dass du das tust oder schöne Brille oder so und dann freut er sich darüber. Ich könnte jetzt aber auch genau sagen, ja, hast du dich lange nicht mehr rasiert, gell?
Das ist genau das Gleiche, aber es ist einfach eine unterschiedliche Art, an die Dinge ranzugehen. Klar, es gibt Menschen, die denken sich, ja nee, dem drücke ich jetzt erstmal eine Nei und dann so, der drückt mir auch eine Nei, aber ich bin ja total perfekt. Und das ist einfach so, ja, sieh dich selber nicht zu ernst, lass die Dinge auf dich zukommen, aber tu auch Dinge selber, also von dir aus. Versuche zu formen und zu wirken. Und das möglichst mit dem positiven Mindset.
Ja, genau. Genau. Das ist wie gesagt, wie mit Erde. Tut man saure Erde auf, die Pflanze wächst sie nicht. Wenn du Erde mit Mineralstoffen tunest, die Chance ist schon da, dass sie wächst.
Nicht unbedingt, da wären wir dann bei den Realisten, die sagen so, ja nee, da kommt auch noch das Wasser dazu, aber ich bin da eher positiv. fängt man mit der Erde an und dann schaut man mal, wo das hinläuft, aber ja. Schritt für Schritt auf jeden Fall. Da gibt es ja diesen, dieses Sprichwort, pass auf deine Gedanken auf, sie werden verhalten, pass auf dein Verhalten auf, sie werden Gewohnheiten, Gewohnheiten werden zu Taten und Taten werden zu Charakter. Dass alles ganz klein anfängt, aber vor allem dann im größeren Sinne auch Sinn ergibt.
Ja. Und genau. An die Zuschauer noch, versuchen nett und freundlich miteinander umzugehen. Auch wenn jemand einen vielleicht mal blöd kommt, dafür schaue ich extra in die Kamera gerade. Aber ja, einfach manche Dinge nicht so ernst nehmen, manche Dinge ernst nehmen und rauszufinden, was man wann tun muss.
Aber das ist Entwicklungssache. Aber das ist so eine Sache, einfach eine gute Zeit haben. Ja. Einfach eine gute Zeit haben. Schon erstmal.
Und vor allem dann, genau, war eine sehr, sehr interessante Unterhaltung. Ja, hat mich sehr gefreut, dass ich eingeladen wurde. Ja, hat mich auch gefreut, dass du angenommen hast. Perfekt. Ja, natürlich.
Ich freue mich auch, ich werde es spätestens komplett nochmal durchschauen in einem Jahr, natürlich auch, wenn die Folge rauskommt, weil es mich interessiert, was ich genau gesagt habe. Aber dann auch nochmal in einem Jahr, um zu schauen, vielleicht hat sich ja irgendwo meine Meinung geändert. Vielleicht denke ich mir auch schon, wenn ich das erste Mal die Folge sehe, was habe ich da gelabert. Vielleicht schreibe ich es dann auch in die Kommentare. Ja, genau.
Hat mich sehr gefreut, ja. Ja, dann vielen, vielen Dank fürs Dasein und ich wünsche den anderen Zuhörern eine gelungene Woche und einen schönen Start in den Tag oder in die nächste Tat. Ja, das wünschen wir alle hier. Ciao. Ciao.



