Podcast-Folge

Warum wir abhängiger sind als wir denken: Michael Seemann

16. April 2026 · 01:37:49

Midst of Mind Podcast #33 beleuchtet mit Michael Seemann wie digitale Infrastruktur unsere Kommunikation und Abhängigkeiten prägt.

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Episode #33

Zeitpunkt der Aufnahme: 30. März 2026
Digitale Infrastruktur prägt, wie wir denken, kommunizieren und Entscheidungen treffen. In dieser Folge sprechen wir über Plattformmacht, Netzwerkeffekte und die Abhängigkeiten, die durch technologische Systeme entstehen. Dabei geht es nicht nur um Big Tech, sondern um grundlegende Strukturen, die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik beeinflussen.
Wir diskutieren, wie Sprache selbst zu einer Infrastruktur wird, warum das Individuum zunehmend in größere Systeme eingebettet ist und welche Risiken fragile digitale Abhängigkeiten mit sich bringen. Außerdem geht es um geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Blasen und die Rolle von Technologie in einer zunehmend instabilen Welt.
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Kurzer Disclaimer vorweg. Ich war mir eigentlich nicht sicher, ob ich diese Folge hochladen möchte, weil das schon ein bisschen ausgeartet ist. Und die Themen, die angesprochen wurden, etwas sehr in die, sage ich mal, andere Richtung gehen, die ich mir eigentlich vorgestellt habe, mit dem Gast zu reden. Nach längerem Überlegen aber dachte ich mir, es wäre vielleicht eine ganz interessante Abwechslung. Und obwohl das alles einen sehr pessimistischen Klang hatte, sollte man das vielleicht auch ein bisschen mit einer gewissen Distanz anhören.

In dem Sinne euch viel, viel Spaß mit der Folge und ich fand es im Nachhinein echt interessant. Lieber Michael, schön, dass du hier bist erstmal. Wie ich auf dich kam, das ist eine sehr lange Geschichte, ich mache es mal kurz. Ich habe gesucht nach Leuten, die sich mit KI auskennen. KI ist heutzutage ein sehr großes Thema und ich finde es sehr interessant, dass man wirklich verschiedenste Quellen dazu finden kann.

Und vielleicht, wie ich auf dich kam, ist einfach, weil ich da gesehen habe, du hast ein Buch veröffentlicht, was heißt das neue Spiel, wo es um die ganzen Global Player, um die ganzen Tech-Filmen geht, sonst irgendwas. Und für Leute, die dich nicht kennen, was würdest du denen kurz sagen, was hast du in den letzten Jahren gemacht an Recherche, an was ist dein Credo von diesem ganzen Thema? Ja, also das neue Spiel als Buch ist ein ganz guter Anfang, weil das war so 2014. Und damals war ich schon im frühen Internet unterwegs, habe dort Blogs betrieben, war bei der FAZ und so. Und bei der FAZ hatte ich dann eben ein Projekt, das nannte sich Kontrollverlust, ein Blogprojekt.

Das war damals so ein bisschen das neue Ding, also irgendwie, dass man jetzt irgendwie das große Verlage anfangen, Blogs zu machen, da war ich da irgendwie auch mit dabei. Und Kontrollverlust war eine These, mit der ich dann in diesem Blog hantiert habe, zur Beobachtung des Technologiesektors. Und das ist eben, dass die sich ständig ausweitenden Möglichkeiten von Datenspeicherung, Datenverarbeitung, Daten, sozusagen Distribution und so weiter, durch Internet, digitale Technologie, dass das zu einem Kontrollverlust führt. Also die These des Kontrollverlustes war damals ganz, ganz wesentlich. Damals haben wir ganz viele Debatten geführt über Datenschutz, über Urheberrechte, im Endeffekt auch die gleichen Debatten, die wir jetzt führen, nur ein bisschen anders.

Und eigentlich waren das eigentlich Sandkastenkämpfe, die wir damals geführt haben, gegen das, über den wir heute dastehen. Aber auf jeden Fall war mir damals schon klar, dass das eigentliche Grundproblem darin besteht, dass wir in so einem Transformationsprozess sind, in dem die digitalen Infrastrukturen, die wir mit uns umgeben, dass die plötzlich anfangen, sich anders zu verhalten oder dass das soziale Leben anfängt, anders zu verhalten, als wir es gewohnt sind. Also wir haben bestimmte Gewöhnungen, wir haben Erwartungen an die Gesellschaft, wir haben Erwartungen dafür, was passiert, wenn wir miteinander kommunizieren, was wir haben, Erwartungen daran, welche Dinge funktionieren und wie sie funktionieren und so weiter. Und die Digitalität kommt jetzt daher und verändert alles. Also verändert alles, sodass wir uns alle nicht mehr auskennen, dass wir halt alle mehr oder wieder die Kontrolle verlieren.

Und das ist natürlich grundlegend, dass da mal materielle Kontrolle über die Informationsströme, Datenleaks, es kamen dann die Wikileaks auf, plötzlich die großen Hacks und Leaks, das ging ja damals alles los. Das war ja, das muss ich vielleicht eurer Generation erklären, das war nicht immer so. Also Informationen, und das ist das Interessante, also das ist glaube ich, was tatsächlich jüngere Leute vielleicht gar nicht mehr so richtig verstehen können, ist, dass Information mal etwas war, das selten war, das wertvoll war, an das man schwierig rankam, das schwierig zu transportieren war, dass wenn du Leute erreichen wolltest, musst du so sehr viele Ressourcen bewegen, um Leute zu erreichen. Du musst eine Zeitung gründen, du musstest einen Radiosender gründen, whatever. Also du musstest viel Kapital, um überhaupt irgendwie deine Meinung sagen zu können.

Und Paul Sete, das ist so ein Journalist in der frühen Bundesrepublik, in der 1965 hat er schon gesagt, die Meinungsfreiheit, die Pressefreiheit hat er gesagt, die Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu sagen. Das ist die Pressefreiheit. Und ich meine, der Typ war Journalist, das war einer der Top-Journalisten in Deutschland. Und wie hat er das gesagt, wie hat er das sich veröffentlicht? In einem Leserbrief.

Also selbst einer der größten Journalisten musste einen Lesebrief schreiben, um das überhaupt auszusprechen. Und das heißt mit anderen Worten, wir sind von einer Welt, in der Information schwierig zu transportieren war, es war schwierig zu kommunizieren, es war schwierig an Daten zu kommen, es wurden wenig Daten gespeichert, es wurden wenig Daten hin und her geschickt. Also aus dieser Welt sind wir jetzt in einer explodierenden Datenwelt gelandet, in der ständig unsere Informationen gehackt werden, ständig wir in Phishing-Attacken bekommen, in der wir ständig mit Informationen Overload konfrontiert sind, mit der wir gar nicht klarkommen. Und das heißt, wir verlieren so auf dem individuellen Level die Kontrolle, aber auch auf dem gesellschaftlichen Level. Und das war auch damals schon die Analyse, dass das Ganze dazu führt, dass die Institutionen, die ja im Endeffekt unsere Institutionen, in denen wir leben, die wir uns geschaffen haben, um die Gesellschaft am Laufen zu halten, die sind ja in ihrer Struktur, sind das ja Produkte der Gutenberg-Zeit.

Also aus dem Zeitalter des Papiers, aus dem Zeitalter der Akte und des Aktenvermerks und so weiter. Also das heißt, wir kommen, also ich weiß gar nicht mehr, wer es war, ich glaube, Derrida hat den Staat mal als Papiermaschine beschrieben, ja, als eine Papiermaschine. Wir sind jetzt sozusagen, die Papiermaschine wird jetzt eine digitale Maschine und wir reden über diesen Prozess als Digitalisierung, ne, irgendwie. Und das ist ja ein großer Begriff, mit dem wir auch politisch die ganze Zeit hantieren. Und dann stellen wir uns immer vor, dass wir dann einfach die analogen Prozesse nehmen und die digitalisieren wir dann und dann ist irgendwie, dann haben wir das Gleiche sozusagen digital und dann ist alles viel effizienter oder so ein Scheiß.

Aber das ist ja Quatsch, weil sich natürlich die ganzen Grundbedingungen von Politik ändern. Die ganzen Grundbedingungen von Politik verändern sich. Was ist Öffentlichkeit? Wie funktioniert Öffentlichkeit? Wem gehört Öffentlichkeit?

Wer kann Öffentlichkeit steuern? Und Öffentlichkeit ist sozusagen der Vorhof der Politik so. Das heißt mit anderen Worten, du kannst nicht einfach sagen, wir nehmen die Institutionen, wie sie jetzt gestaltet sind, aus dieser Zeit der Zeitungen und Leserbriefe und transformieren und machen diese Transformation. Das war eigentlich so die eigentliche Grundfrage, mit der ich mich beschäftigt habe in dem neuen Spiel. Also der Kontrollverlust sowohl auf der individuellen Ebene, auf der gesellschaftlichen Ebene.

Und dann habe ich meine Promotion während der Corona-Krise, so am Anfang sozusagen geschrieben, über, habe ich dann das Thema Plattformen, das war damals schon in dem Buch drin, aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Plattformen werden das wichtigste Ding werden. Oder das war jetzt nicht der erste oder nicht der einzige, der darauf gekommen ist. Zu dem Zeitpunkt, als ich darüber geschrieben habe, gab es schon eine große Menge an Literatur über Plattformen. Aber mir schien, dass diese Plattformen-Literatur das Wesentliche übersehen. Und es ist nicht so, dass ich jetzt der Erste wäre, der Macht angesprochen hätte in diesem Ding.

Aber mir schien, dass die Macht erstens zu wenig im Fokus ist und zweitens zu untertheoretisiert ist. Deswegen habe ich das Buch geschrieben, die Macht der Plattformen. Also wo ich halt wirklich eine tiefe Analyse in die Geschichte, in die Infrastrukturen, in die Technologien, aber auch in die Erzählungen, aber auch in die Praktiken rund um Plattformen reinsteige und versuche sie wirklich zu verstehen. Bei Plattformen sind dann X Meter wahrscheinlich dann sowas gemeint. Genau.

Vielleicht auch kleine Blogposts wahrscheinlich. Vielleicht dann auch die. Ich habe Plattformen versucht, sehr abstrakt und allgemeingültig zu formulieren, sodass da halt auch zum Beispiel das Internet drunter kommt. Das Internet ist auch eine Plattform. Das Web ist eine Plattform.

Firefox ist eine Plattform. Aber auch eben genau wie du sagst, X, Facebook und so weiter und so fort. Aber auch zum Beispiel solche Sachen wie die PC-Schnittstellenarchitektur oder eine Programmiersprache oder eine API oder so etwas. Das sind dann halt, ich unterscheide dann drei unterschiedliche Formen von Plattformen. Das eine ist sozusagen Internet und sowas.

Das ist die Protokollplattform. Das ist sozusagen eine Plattform, die daraus basiert, dass Leute einen gemeinsamen Standard adaptieren. Dann hast du halt Schnittstellenplattformen, wo eine Anbieterseite sozusagen sagt, okay, das ist der Space, in dem ihr operieren dürft, in dem man etwa eine Schnittstelle anbietet oder Schnittstellendefinitionen anbietet. Sei es dadurch, dass zum Beispiel auch der Stromstecker, wie wir ihn haben, der Euro-Stromstecker, ist auch ein Standard. Also im Endeffekt ist das auch eine Schnittstellenplattform, die man sich dann geeinigt hat.

Und auf jeden Fall, also Schnittstellenplattformen waren das große Ding eigentlich am Anfang der Plattformjahre. Wir erinnern uns, also die meisten von euch sind da noch zu jung, aber der Computer als System hat ja die Haushalte so ungefähr in den Anfang der 80er Jahre erobert. Und damals waren die Kriege nicht um Facebook und Meta und Google, sondern die Kriege damals waren zwischen vor allem IBM und den Rivalen und Apple und sozusagen die Plattform-Wars, sozusagen die ersten Plattform-Wars waren eigentlich zwischen IBM und Apple. IBM hat das Ding gewonnen, unter anderem deswegen, weil die Plattform selber dann nochmal geklont worden ist. Das ist auch eine interessante Geschichte, kann man reingehen.

Das tue ich in dem Buch. Ich versuche sozusagen diese Geschichten zu analysieren und versuche zu verstehen, was da passiert. Und in diesem Buch entwickle ich dann die Theorie der Plattform-Macht, oder sagen wir mal, ja doch eigentlich die Theorie der Plattform-Macht, und versuche dabei aber auch gleichzeitig so eine allgemeine Theorie von Macht in der Wirtschaft zu entwickeln, anhand von verschiedenen Theorien, die ich gefunden habe. Und da komme ich schon relativ weit mit in dem Buch und schaffe da eine einigermaßen zugängliche und verstehbare Theorie der Plattform-Macht zu formulieren. Um das ganz kurz zu machen, es geht eigentlich die ganze Zeit um Netzwerkeffekte.

Kann man sich eigentlich denken, es ist auch keine neue Diagnose. Nur sind Netzwerkeffekte sozusagen in ihrem Wirken immer nur als Externalität gedacht worden. Also in der Ökonomie, in den ökonomischen Besprechungen von Plattformen, Ökonomie heißt es immer, Netzwerkeffekte sind Externalitäten. Kurz zu Netzwerkeffekten kennt ihr alle, wenn ihr eine Plattform, wenn da keiner ist, dann interessiert sie euch nicht. Wenn da viele Leute sind, dann will man da hin.

Also diese selbstfiedenden Mechanismen des Plattform-Wachstums, das man so kennt und kennengelernt hat, das ist irgendwie Netzwerkeffekte. Diese Effekte haben aber auch gleichzeitig eben diesen Effekt, dass man eben dann in der Plattform gefangen ist auf eine gewisse Weise. Man hat sich angewöhnt, bestimmte Dinge zu tun, die man nur auf dieser Plattform tun kann. Und dann hat man Login. Und dieser Login ist tatsächlich sozusagen proportional zu den Netzwerkeffekten, die einen da reingezogen haben.

Beziehungsweise Plattform wächst dann ja oft noch weiter. Und das heißt, der Login wächst dann auch nochmal. Man baut sich dort Connections auf. Man hat dort seine Quellen. Man hat dort seine Follower und so weiter und so fort.

Das heißt, es gibt diesen Login, der wird immer schlimmer. Und das heißt, das ist die Basis der Macht, das ist die Basis der Macht, das ist der Plattform, ist sozusagen dieser Login. Alles, was sie darauf bauen, die Geschäftsmodelle von Werbung, die Geschäftsmodelle von Targeting, die ganze Entgertification, von der wir heutzutage reden, die ganzen politischen Missbräuche von der Plattform, die wir heute erleben. All das hebelt sozusagen auf dem Fulcrum dieser Netzwerk Macht. Wir können das nur machen, weil wir gelockt in sind.

Deswegen machen wir den Scheiß mit sozusagen. Und dann kommen solche Sachen wie Audience Capture und dass man dann durch den Algorithmus diejenigen Inhalte sieht, die einen bestmöglichst dabei optimieren, so lange wie möglich bei der Plattform zu bleiben. Genau, genau. Weil das sind ja Sachen, das kennt ja quasi mein Alter mehr oder weniger. Und da waren jetzt wirklich viele sehr interessante Punkte dabei.

Bloß ich weiß jetzt nur nicht, wie genau ist da dieser Punkt von Macht zu verstehen? Ich kann mir jetzt denken, dass das ungefähr darauf abzielt, Informationen zu verbreiten, Informationen zu jemandem zu geben und auch vor allem dann Informationen zu produzieren, mit Macht gemeint ist, oder? Ja und nein. Also was du beschreibst sind, wie soll ich sagen, schon das Ausnutzen von Macht. Das sind sozusagen Machtakte.

Was du beschreibst sind Machtakte. Das ist sozusagen die Anwendung von Macht. Macht selbst ist etwas anderes. Macht selbst ist ein Potenzial. Sozusagen ein schlafendes Potenzial, von dem du erst einmal, das erst einmal gar keine materielle Wirkung direkt hat in deiner Welt.

Also schon, wenn man genau hinschaut, aber eben nicht direkt wahrnehmbar. Macht äußert sich erst, wenn sie verwendet wird. Und dafür hat Richard Emerson ein sehr schönes Modell für Macht gebaut. Er meint, okay, stellen wir uns zwei Leute vor, A und B. Und A und B sind Kinder.

Die wohnen in der gleichen Straße und die spielen miteinander. Die machen ein Kinderspiel. Jetzt ist A abhängig davon, dass B kooperiert, um das Kinderspiel herzustellen. Und B ist abhängig davon, dass A kooperiert. Sie sind wechselseitig abhängig, sozusagen, um das Kinderspiel herzustellen.

Und das heißt mit anderen Worten, diese Abhängigkeit ist interdependent. Und sie ist in diesem Fall jetzt, zumindest jetzt, bis wir auf weiteres, ausgeglichen. Das heißt aber nicht, dass jede Beziehung ausgeglichen ist. Manchmal ist der eine abhängiger von dem anderen als der andere. Stellen wir uns C vor.

Und dann ist man vielleicht gezwungen und sowas. Ja, wir sind noch gar nicht bei Zwang. Bei Zwang, du denkst schon viel zu weit. Du musst jetzt erstmal Grundlagen verstehen. Stellen wir uns vor, da kommt jetzt C.

C zieht in die Gegend von A und B. Und plötzlich freundet sich A mit C an. Und hat jetzt plötzlich sozusagen eine Freundschaft mit C und mit B. Und das bedeutet, ohne dass jetzt irgendeine Gewalt passiert oder ohne dass irgendetwas Schlimmes passiert, dass plötzlich die Beziehung zwischen A und B sich ändert. A ist plötzlich nicht mehr so abhängig von B wie B von A.

B hat immer noch A zum Spielen. Und A hat jetzt C und B zum Spielen. Das heißt plötzlich, haben wir ein Ungleichverhältnis. Und Emerson sagt einfach, okay, also Macht ist einfach sozusagen deine Abhängigkeit von dem anderen. Das ist im Endeffekt Macht.

Das heißt mit anderen Worten, wir haben ja ein Machtungleichgewicht plötzlich. Und dann geht Emerson auch noch interessant durch, was kann B jetzt tun, um dieses Ungleichgewicht wieder mitigieren. Kann zum Beispiel sich selbst wieder einen anderen Spielpartner suchen. Kann seinen eigenen, sich selbst als Spielpartner aufwerten. Kann sagen, okay, mir ist A auch egal.

Also sozusagen seine eigenen Erwartungen an A reduzieren. Also auch wie man diese Machtungleichgewichte mitigieren kann, bespricht er. Ich habe das dann weiterentwickelt. Also das war dann sozusagen nach dem Plattformbuch. Ich habe das im Plattformbuch drin, dieses Emerson-Ding.

Aber ich habe das dann nachher ein bisschen aufgebohrt, weil der Begriff der Abhängigkeit schien mir ein bisschen unangemessen. Wenn wir von Abhängigkeiten reden, dann denken wir immer Abhängigkeiten in einem krassen Sinne. Wenn wir sagen, jemand ist von jemandem abhängig, dann meinen wir immer so, okay, der ist komplett finanziell abhängig und der muss tun, was der sagt oder so etwas. Aber so ist es ja im Leben nicht. So ist es ja nicht im Leben.

Abhängigkeiten entstehen überall. Sie sind eine Tatsache. Also jetzt, dass wir jetzt hier sitzen und miteinander podcasten, dafür sind wir voneinander abhängig. Du bist abhängig davon, dass ich als Gesprächspartner kooperiere. Ich bin abhängig davon, dass du als Podcast-Host kooperierst.

Und das heißt mit anderen Worten, wenn einer von uns diese Sache, diese Erwartung bricht, dann steht der andere blöd da. Kann man schon sagen. Das heißt mit anderen Worten, ich habe dich so ein bisschen auch an Neiern gerade. Aber das ist halt der Witz. Das ist ein Potenzial.

Das ist ein Potenzial. Das ist ein Potenzial, das nicht ausgeschöpft wird in den meisten Fällen. Aber manchmal halt doch. Und das ist der ganze Witz. Tauschen wir die Kinder aus mit Kapitalisten und Arbeiter.

Wir haben den Kapitalisten, der hat das Kapital, der hat die Fabrik, der hat die Maschinen, der hat alle notwendigen Infrastrukturen, um X herzustellen. Aber dafür ist er abhängig von Arbeitern. Dass die in seiner Fabrik kommen. Und das heißt mit anderen Worten, es ist auch ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen Arbeiter und Arbeitnehmer. Aber es ist kein gleiches Abhängigkeitsverhältnis.

Du bist als Arbeiter für den Kapitalisten immer viel, viel austauschbarer, als der Job, weswegen du ja eigentlich dabei bist, für dich ist. Warum? Also mehrere Gründe. Erstens, du bist ein Mensch, der von Arbeit lebt und leben muss. Das heißt mit anderen Worten, du musst deinen Körper, deinen materiellen Körper, so wie er ist, den musst du aufrechterhalten.

Du musst da Nahrung reintun, du musst ihm Schutz geben, der muss schlafen können und so weiter und so fort. Und diese ganzen Dinge zu bezahlen, brauchst du einen Job und da hast du nur eine begrenzte Auswahl. Und das heißt mit anderen Worten, umgekehrt kann man sagen, der Kapitalist hat ein viel höheres Leverage in den Verhandlungen zwischen dir und Kapitalisten. Deswegen sind die Löhne alle gedeckelt. Selbst die höchsten Löhne sind irgendwie gedeckelt.

Aber das, was ein Kapitalist an dir profitieren kann, das ist nicht gedeckelt. Und das heißt mit anderen Worten, man kann mit, das war das, was ich dann sozusagen relativ schnell nach dem Plattformbuch, was mir nicht aus dem Kopf ging, war halt diese Idee, okay, fuck, da können wir die ganze Ökonomie mit beschreiben. Wir können die ganze Ökonomie anders beschreiben. Nicht entlang von Geldströmen und solche Sachen, sondern entlang von Abhängigkeitsbeziehungen. Und das kann man sich natürlich jetzt vorstellen, okay, wir denken die ganze Ökonomie als Abhängigkeitsbeziehung.

Welche Abhängigkeitsbeziehungen gibt es und wie werden die ausgenutzt, um damit dann eben Geld zu verdienen. Und das ist jetzt das Projekt, an dem ich jetzt die letzten zwei Jahre gearbeitet habe. Drei Jahre, eigentlich wirklich seit dem Plattformbuch. Und das ist auch das, was ich jetzt in dem Newsletter immer wieder drauf hinweise und eigentlich im Newsletter auch entwickelt habe. Das war so ein bisschen die Idee mit dem Newsletter.

Also nicht die Idee, die Idee war tatsächlich, ich mache jetzt mal ein Newsletter mit krassen Links, weil Twitter tot ist und ich brauche jetzt irgendwie eine neue Plattform. Das war so die ursprüngliche Idee. Aber was sich dann halt da rein entwickelt hat, war, ich beobachte die Welt, ich beobachte wirtschaftliche Vorgänge, aber nicht nur wirtschaftliche Vorlänge im Kontext von gesellschaftlichen Vorgängen, politischen Vorgängen und so weiter. Das ist die Idee, halt weg von dieser Idee von Ökonomie, ist irgendwie so ein quasi naturwissenschaftlicher Prozess, der irgendwie unabhängig funktioniert von der Politik. Also das ist halt völliger Bullshit.

Früher hat man deswegen auch immer politische Ökonomie gesagt, weil das halt klar ist, dass jede Ökonomie politisch ist, dass sie halt politisch gestaltet ist. Aber die Ökonomen haben dann irgendwie es geschafft, sozusagen dem zu entfliehen, indem sie behaupten, nein, nein, nein, der Markt hat seine eigenen Regeln. Und das ist so, ja. Jedenfalls davon weg und halt wirklich eine politische Ökonomie zu machen, die von Anfang an sozusagen die Politik in sich trägt, weil sie von Anfang an von Macht erzählt. Und ich glaube, diese Erzählung ist sehr, sehr viel plausibler als das, was die Wirtschaftstheorie so anzubieten hat.

Also, das sind jetzt, das sind jetzt wirklich viele Schnittstellen mit wirklich vielen Sachen, die ich jetzt auch so im Allgemeinen mitkriege. Ich stelle mir jetzt die Frage, okay, wenn das jetzt in diesem Modell als Abhängigkeit gezeigt wird, wobei funktioniert es dann? Funktioniert es dann durch Angst? Weil man sagt, wenn ich A nicht mache, dann wird A jetzt auch nicht darüber erfreut sein und dann kann ich im schlimmsten Fall, kann ich davon Schaden tragen. Dann ist, oder wie ist das gemeint, wenn diese Abhängigkeit politisch funktioniert, auf was basiert es dann?

Also, auf Erwartung. Ich würde jetzt nicht direkt Angst sagen, also Angst im Zweifel auch. Weil es als Beispiel. Genau, genau. Also, ich arbeite gerne mit dem Begriff der Erwartung.

Also, wie man sich das denken kann. Gehen wir zurück zu A und B. A und B sind voneinander abhängig. Was heißt das? Was heißt das, dass sie voneinander abhängig sind?

Sie sind nicht abhängig in einem krassen, totalen Sinne. Sie sind nur abhängig dafür, um das Kinderspiel herzustellen. Das Kinderspiel. Nur das können sie zusammen herstellen. Das heißt, für das Kinderspiel sind sie abhängig.

Das heißt also, die Abhängigkeit ist keine Abhängigkeit zwischen Personen, sondern die jeweilige Abhängigkeit von einem Pfad. Und das ist die Neuerung, die ich in die Theorie reinbringe, dass ich mit dem Begriff der Pfadgelegenheit arbeite. Pfadgelegenheit ist sozusagen so ein allgemeiner Begriff, den du eigentlich für alles benutzen kannst, was du so tust. Wann immer du, keine Ahnung, dir was zu essen kochst, ein Taxi nimmst, die Straße benutzt, den Toaster anschmeißt oder whatever. Ich verstehe.

Ich verstehe. Also das sind alles Pfadgelegenheiten. Und diese Pfadgelegenheiten sind, und ich finde das ein interessanter Begriff, weil er halt einerseits die Perspektive, unsere Perspektive auf die Welt darstellt, weil so sehen wir die Welt. Das sind Pfadgelegenheiten. Alle diese Dinge, Wasserglas, eine Pfadgelegenheit zum Trinken.

Also das heißt also, wir sehen eigentlich die Welt als Pfadgelegenheit. Und diese Pfadgelegenheit gehört aber nicht wirklich uns. Die Pfadgelegenheit ist Infrastruktur. Die ist immer schon Infrastruktur. Was immer wir tun, tun wir mit und durch Infrastruktur.

Und das ist sozusagen der zweite, ganz wichtige Gedanke, den er mit reinnimmt, ja, dass unsere Handlungen immer Infrastruktur vermittelt sind. Und ich meine, alleine wenn wir hier sprechen, ja, irgendwie dann geht irgendwie der Ton, geht hier in das Mikro, geht dann da rein, wird verarbeitet von meinem Computer, wird dort prozessiert, über den Browser, dann ins Internet geschickt und so weiter, Server und so weiter. Wie viel Infrastruktur wir hier beleihen, alleine, dass wir hier sprechen, ist eigentlich unfucking fassbar, wenn man sich das wirklich durchdenkt. Ja, es ist unfucking fassbar. Also es ist unglaublich viel Infrastruktur, die funktionieren muss, damit ich hier mit dir spreche.

Das heißt, Pfadgelegenheiten sind komplex, ja, vor allem in unserer heutigen Zeit, sind komplex, sie haben ein tiefes, sie haben eine tiefe Wurzel an pfadabhängigen Infrastrukturen, ja, weil um die Server zu betreiben, brauchst du wieder Strom, um dieses Strom herzustellen, brauchst du wieder Kraftwerke und so weiter und so fort. Das hängt alles sozusagen, all das hängt an unserer Kommunikation, wenn wir hier gerade reden, ja, dass, wenn irgendwas davon bricht, dann bricht unsere Kommunikation ab. Das heißt also, diese Pfadabhängigkeit, und jetzt zurück zu A und B, ist dann sozusagen, okay, wir sind auch manchmal einander materielle Pfadangelegenheit. Du bist eine Pfadgelegenheit für mich, also du und dein Podcast sind eine Pfadgelegenheit für mich, meine Message an die Welt zu bringen, ja, und du bist, und ich bin eine Pfadgelegenheit für dich, ein interessantes Gespräch zu führen und den Podcast, und den Podcast gut zu tun. Das heißt also, wir sehen Pfadgelegenheiten ineinander und das ist eigentlich Abhängigkeit, ja.

Das heißt also, Abhängigkeit sind eigentlich Pfadgelegenheiten und deswegen habe ich irgendwann aufgehört, dass die politische Ökonomie der Abhängigkeiten zu nennen und das jetzt die politische Ökonomie der Pfadgelegenheiten nenne, ja, weil eben sozusagen, es geht eigentlich immer nur um Pfadgelegenheit. Freiheit ist die Menge an Pfadgelegenheiten, die du hast, ja, und die Möglichkeit, Pfadgelegenheiten auch nicht nehmen zu können. Das ist auch Freiheit, ja. Man kann das Ganze dann noch ausweiten, wenn man den semantischen Raum mit reinnimmt, ja. Ich habe auch ein Paper geschrieben über KI für die Hans-Böckler-Stiftung.

Das war so eins der Projekte nach meinem Buch und da habe ich mich sehr, sehr tief reingearbeitet, wie funktionieren diese Large Language Models, ne, und, und, und, und was machen die eigentlich und, da sollte es dann auch um die Arbeitswelt gehen, aber ich habe wirklich so das halbe Paper oder länger als das halbe Paper wirklich damit zugebracht, sehr zugänglich, ich habe versucht, sehr zugänglich und verständlich zu erklären, was passierte eigentlich unter der Haube, ja. und das war so ein Erweckungsmoment bei mir in gewisser Hinsicht, weil ich komme ja eigentlich aus der Kulturwissenschaft und da hatte ich sehr starke Begründung mit der poststrukturalistischen Theorie der, vor allem über Sprache, ja, also die Frage, was ist Sprache, wie funktioniert Sprache, das waren Themen, die noch bis vor einigen Jahren nicht die Neurowissenschaft und die Kognitionswissenschaft behandelt hat, sondern die Kulturwissenschaft beziehungsweise der Strukturalismus und der Poststrukturalismus, die eine, ich will sagen, auch eine sehr materielle Theorie der Sprache hatten, ja, also, momentan wird ja mal ganz gerne gesagt, ja, Sprache ist etwas, was in unserem Kopf ist, wir haben da irgendwie diese generative Grammatik und so ein Quatsch und die, sag ich mal, die Strukturalisten eigentlich seit Sous-Sue sagen, nee, nee, das ist eigentlich ein System, ja, also Sprache ist ein System und dieses System funktioniert über Differenzen, ja, also, du hast halt Buchstaben, die sind anders als andere Buchstaben, du hast Worte, also, aus diesen Buchstaben bestehen Worte, die sind anders als andere Worte und diese Worte bilden Sätze, die sind wiederum anders als andere Sätze und das heißt also, die Differenz, ja, ist eigentlich das Relevante und daraus ist dann eben dieser ganze Strukturalismus, Poststrukturalismus entstanden und Derrida war der dannjenige, der dann in der späteren Zeit dann so das eingeführt hat, was man dann später Poststrukturalismus nannte und hat dann halt die Theorie selbst wieder krumm kritisiert, hat gesagt, hey, die strukturalistische Theorie übersieht noch etwas und zwar ist es, dass es nicht nur eine Differenz sozusagen zwischen den einzelnen Buchstaben, Worten und so weiter und so fort gibt, sondern es gibt noch eine weitere Differenz und das ist die eigentlich wichtige Differenz und das ist der Unterschied von, wenn ich ein Wort oder ein Zeichen benutze zu den Arten, zu den vielen, vielen Arten und Weisen, in denen es vorher benutzt worden ist. So mal das ganz grob einmal zu sagen. Er nennt das sozusagen die Differenz, also mit A statt mit E und sagt, das ist so eine Art Metadifferenz. Also, wenn wir Sprache als Materielles, etwas Materielles besprechen, dann ist halt sozusagen dein Sprachverständnis gebildet durch die ganzen Sprache, die ganzen sozusagen Zusammenstöße von dir und Sprache.

Wann immer du mit Sprache in Berührung gekommen bist, wann immer deine Mutter das erste Mal etwas zu dir gesagt hat und dann, wann andere Leute was zu dir gesagt hat und wann du selber angefangen hast zu sprechen und Sprache zu benutzen und so weiter und so fort. All diese ganzen vielen, vielen, vielen Ereignisse machen sozusagen den Korpus dessen aus, was für dich Sprache bedeutet, was Worte für dich bedeuten, was so wache. Und der Witz ist, wenn du es halt genau hinschaust, wenn du diesen Korpus genau anschaust, dann sozusagen jedes Wort, das du jemals gelernt hast, dann sozusagen in verschiedenen, unterschiedlichen, Kontexten wieder auf. Und diese unterschiedlichen Kontexte und die Unterschiedlichkeit der Kontexte, in denen es aufwacht, das ist sozusagen die Metadifferenz, das ist die Differenz. Derrida nennt das auch Iteration.

Also Iteration bedeutet Wiederholung in der Differenz. Also sozusagen ist immer beides gleichzeitig. Iteration hat immer beides. Iteration ist immer eine Wiederholung, aber in der Differenz. Ja.

Ja. Ja. Das kennt man auch beim Programmieren, wenn man eine Iteration schreibt, dann macht man immer eine Wiederholung in der Differenz. Also man macht das Gleiche, aber versucht, was anderes zu machen dabei. Und das heißt also, Wiederholung in der Differenz ist eigentlich das, was Bedeutung überhaupt ausmacht.

Ja. dass ein Wort wie zum Beispiel Bedeutung für dich Bedeutung hat, liegt daran, dass du in der Vergangenheit das Wort Bedeutung oft gehört hast und eben eine Bedeutung zugewiesen hast und eben selber benutzt hast und die Bedeutung zugewiesen hast und so weiter und so fort. Also nur um jetzt den Bogen nochmal zu spannen, ich habe jetzt nicht ganz den Kontext verstanden Richtung Sprache und der Theorie. Sorry, das war so ein kleiner Schlenker. Ja, ich musste einen kleinen Schlenker machen, das war sozusagen so ein Exkurs in die poststrukturalistische Theorie, um jetzt zu sagen, auch Worte sind semantische Pfadgelegenheiten.

Weil man damit verhalten, also ich nehme jetzt an, es gibt ja auch in der Verhaltensbiologie, gibt es ja diesen Sender- und Empfängermodell und dass man immer versucht durch eine Nachricht, durch eine Kommunikation, Absicht, Verhalten zu erwirken. Genau. Also Verhalten zu erzeugen. Genau, also so in die Richtung. Genau, aber jetzt aus der, das ist jetzt sozusagen der Versuch der Drauf-Perspektive, aber ich glaube, das wird dem nicht gerecht.

Ja, das ist der Punkt. Wir müssen in die Ich-Perspektive gehen. Also, wer bist du, wenn du sprichst? Was tust du, wenn du sprichst? Wenn du ein Wort formulierst und dann dich fragst, was ist das anschließende Wort?

Du bist eine LLM, ja? Das ist der Witz. Du bist eine LLM. Wenn du ein Wort formulierst, dann überlegst du, welches Anschlusswort ich an das nächste Wort ranpacken muss, um einerseits einen konkurrenten, grammatikalisch richtigen Satz zu formulieren, aber andererseits auch das zu sagen, was ich will. Das heißt also mit anderen Worten, Worte sind Pfadgelegenheiten.

Also, genauso wie ein Stück Straße. Sprache ist Infrastruktur. Das ist die Erkenntnis. Sprache ist genauso wie die materielle Infrastruktur. Es ist auch nur eine Infrastruktur.

Auch Sprache sind Pfadgelegenheiten. Wenn ich jetzt deutsche Worte verwende, dann, weil ich glaube, dass deutsche Worte für dich und sozusagen für dich und deine Hörerschaft Pfadgelegenheiten zum Verstehen sind, sind sie für mich Pfadgelegenheiten zum mich ausdrücken. Und das heißt, was ich eigentlich mache, wenn ich spreche, ist, dass ich die ganze Zeit versuche zu verstehen oder versuche vorherzusagen, was du erwartest. Deine Erwartungen an der Sprache, weil ich kenne dich ja gar nicht. Ich weiß ja gar nicht, in welchen Kontexten du welche Worte wie gehört hast, wie welches Wort in deinem Ohr jetzt wirklich ankommt.

Ich glaube, eine Vorstellung davon zu haben, weil wir ungefähr im gleichen Kulturraum leben, aber wirklich wissen tue ich es ja nicht. Das ist immer eine Wette. Das heißt also, mit anderen Worten, wenn ich spreche, wenn ich Worte verwende, dann wette ich darauf, dass du dieses Wort kennst, dass du das Gleiche damit assoziierst, dass du etc. etc. Das ist eine Wette, das ist ein Bett, eigentlich wie an Finanzmarkt.

und das heißt, mit anderen Worten, geht es wieder zurück zum Modell. Das war ja natürlich jetzt auch Teil des Modells, aber jetzt sieht man, okay, wir haben jetzt ein Modell, das nicht nur die Wirtschaft als Fahrtgelegenheitsnetzwerk beschreiben kann, sondern auch die Sprache, auch die Kultur, auch die Erwartungen, die wir aneinander haben. Das ist ja der Witz, dass meine Erwartung an deine Erwartung eine Fahrtgelegenheit ist. Weil ich wette, dass ich weiß, was du erwartest, kann ich mit dir sprechen. Und das heißt also, und das dekonstruiert dieses ganze kognitive Modell, dass wir irgendwie, wie soll ich sagen, dass wir so Bewusstseine in Körpern sind, die voneinander getrennt sind.

Das sind wir nicht. Wir sind schon lange verbunden, wir sind schon lange befunden. Noch bevor wir das erste Wort miteinander geredet haben, waren wir bereits verbunden, weil wir unter anderem die deutsche Sprache sprechen. Und das heißt mit anderen Worten, bereits eine potenzielle Verbindung haben. Das heißt also, ich hatte bereits schon Erwartungen an dich, bevor ich dich überhaupt kannte.

Das heißt also, Verbindungen, sozusagen Erwartungsverbindungen, existieren unabhängig, nicht unabhängig, aber außerhalb unseres Kopfes. Unser Denken passiert nicht im Kopf, sondern zwischen den Köpfen. Ich verwende Sprache, um mit dir zu sprechen, ich verwende Sprache, um Dinge zu unterscheiden, auch zum Beispiel beim Denken selber. Und da kommen wir dann zum Beispiel zu Descartes, der dann eben im 17. Jahrhundert sagt, oder 17.

Jahrhundert, Ich denke also bin ich sowas. Genau, ich denke also bin ich. Halt völlig Infrastruktur vergessen, vergisst, dass ich bin und denken, dass das alles Konzepte sind, die aus der Welt, aus der externen Welt stammen, die er nicht sich ausgedacht hat, die er nicht sich vorgestellt hat, sondern die ihm seiner Mutter beigebracht hat, spätestens der Lehrer und so weiter und so fort, war übrigens Jesuit, in der Jesuitenschule. Das heißt mit anderen Worten, er in diesem Satz, das ist ja dann auch, das ist dann ja sozusagen der Ausgang der westlichen Philosophie, denke also bin ich, die Trennung zwischen Rescogitans, also dem Reich der Gedanken, und der Res Extensa, dem ganzen Rest, das ist ja sozusagen der Ausgang des westlichen Gedenkens. Und das ist eben das eigentliche Ding, auf das ich dann gekommen bin, als ich immer weiter geforscht habe, dass es eigentlich darum geht, das Subjekt des Individuums, das Subjektmodell des Individuums zu dekonstruieren.

Also das Individuum gedacht als das Subjekt, das halt sozusagen getrennt von seiner Welt lebt, dass er seine Welt beobachtet als Objekte und dann irgendwie die Objekte manipuliert, ist halt einfach komplett falsch. Wir sind immer schon an einem ganz konkreten Ort, in einer ganz konkreten Zeit, immer schon mit Infrastrukturen verbunden, mit materiellen Infrastrukturen, aber auch mit semantischen Infrastrukturen. Und alles, was wir tun, tun wir nicht außerhalb und nicht unabhängig von diesen Infrastrukturen. Und das heißt mit anderen Worten, es braucht ein anderes Subjektmodell und das habe ich dann auch mitentwickelt, dass das Individuum statt das Individuum, in dem sozusagen dieser Widerspruch endlich mal aufgelöst wird. Gleich geht es weiter mit der Folge, doch davor eine kleine Bitte.

Wir würden uns als Team sehr freuen, wenn du die Folge mit jemandem teilst, der das auch hören sollte und uns eine Bewertung darlässt, denn das hilft uns immens, als Podcast zu wachsen und es kostet dich ein paar Sekunden, es bringt uns aber sehr, sehr viel. Vielen, vielen Dank. Ich meine, das war jetzt sehr, sehr, sehr viel Theorie. Was heißt das jetzt konkret für unser Zeitalter im aktuellen Moment? Im aktuellen Moment ist es vor allem eine ganz gute...

Ich sage mal, in dem jetzigen Zeitgeschehen. Ja, ja, ja. Das hat sich ja alles entwickelt, seitdem es, gut, jetzt, wenn man der Theorie folgt, ist das ja ein ewiger, langer Prozess, der angefangen hat, seitdem es Menschen gibt und vielleicht auch Umwelt oder vielleicht auch schon davor, wenn man sich das noch weiter zuspinnt, seit dem Internet war das dann ja vor allem seit... Ich meine, wir haben jetzt 26, das heißt, ungefähr vor 20 Jahren, 19 Jahren, 19, 20 Jahren kam das erste iPhone. Und wenn man sich jetzt denkt, wie viel hat sich seitdem getan, bis zu jetzt, frage ich mich, okay, wie...

Was heißt das jetzt für den jetzigen Zeitpunkt? Ja, also ich glaube, es macht schon Sinn, tatsächlich... Also natürlich kann man immer irgendwo einen Beginn ansetzen und kann sagen, okay, seit Aristoteles sind wir den falschen Weg gegangen oder sowas. Ja, das kann man alles sagen. Ich denke aber tatsächlich, dass wirklich dieses...

Ich denke, also bin ich von Descartes, dass das wirklich ein Bruch war. Der war ja tatsächlich sehr konsequenzreich, auch für zum Beispiel das wissenschaftliche Bild, wo dann halt so Wissenschaft als so die objektive Betrachtung der Welt sich etablierte als Sache. Auch das ist nicht unabhängig von dem Individuum. Das heißt also mit anderen Worten, das Individuum hat uns ja viel gebracht im Sinne von, wir haben darauf so eine Wissenschaft gebaut, die dann halt tatsächlich auch echt gute Technologie gebaut hat, kann man schon sagen, die dann diesen ganzen, diese extreme Beschleunigung dann zumindest auch mitgetragen hat. Die eigentliche Beschleunigung ist meine These, kommt eigentlich aus der Gewinnbarmachung von Öl, also von fossilen Brennstuften.

Da kam der eigentliche Booster dieser heutigen Welt her, in der wir heute leben, diese sogenannte Zivilisation. Aber wenn man das als Ausgangspunkt nimmt, dann hat man, dann hat man definitiv, kann man da eine lange Linie, eine lange Historie des Individuums ziehen. Man muss ja sagen, das Individuum war zuerst einmal eine reine Elitengeschichte. Also als es erfunden wurde und als es sich so verbeitete, dann war es erst einmal durch die europäischen Salons der reichen, schönen und so weiter und so fort. Es war eine Zeit lang einfach schicken, Individuum zu sein.

Also halt Individuum hat doch auch was so was Heldenhaftes. Das ist ja irgendwie so unabhängig von seiner Welt und kann machen, was es will und ist irgendwie der Held da seiner Geschichte. Das war schon sehr attraktiv. Vor allem in den obersten Schichten für die Unteren, deren Fahrtgelegenheiten bestanden halt so aus Arbeit oder Sterben. Das machte nicht so viel Sinn, das Individuum.

Also die fühlten sich auch, die haben es nicht so gefühlt. Und das heißt mit allen Worten, das Individuum, um es sozusagen wirklich zu fühlen, um wirklich in diesem Zustand zu sein und sich selber in diesem Zustand zu erzählen, braucht Infrastruktur. Und zwar eine gewisse, so ein Mindestmaß an Infrastruktur, so einen kritischen Punkt. Und der war sehr lange sozusagen auch für die meisten nicht zu haben. Und erst so ab dem 20.

Jahrhundert, wo halt durch diese ganze technischen Revolution, durch die industrielle Revolution, durch die verschiedenen eigentlich Revolutionen, die es da ja gab, ist da sozusagen, sind die Fahrtgelegenheiten, so bist du uns runter zu perkoliert. Also wir haben jetzt sozusagen, mehr Leute haben jetzt Zugang zu so vielen Fahrtgelegenheiten, dass es Sinn macht, dass sie sich als Individuum erzählen. Und das heißt, das eigentliche Jahrhundert, das Individuum, es war das 20. Jahrhundert. Ja, das 20.

Jahrhundert, vor allem entlang von Motoren und Autos und so, wo das Individuum ja auch mal sehr gefeiert und inszeniert. Hollywood sozusagen als die Kulturproduktion des Individuums. Es ist ja auch eine ganze Menge Propaganda, muss man ja auch sagen. Also die ganzen Actionhelden, die einfach irgendwie 30 Meter tief fallen und dann wieder aufstehen. So, das ist alles Individuum.

Das ist halt so Infrastruktur. Du brauchst keine Infrastruktur. Du bist ein Held. Als Held brauchst du keine Infrastruktur. Und das heißt, in anderen Worten, der Kult des Individuums dann auch in dieser Selfie-Kultur dann irgendwann im Internet eskaliert und der hat uns jetzt eigentlich genau dahin gebracht, wo wir jetzt eigentlich sind.

Wir haben jetzt sozusagen das absolute Individuum haben wir jetzt an der Spitze der Welt, das ist Donald Trump. Der kennt halt wirklich nichts anderes als nur seine Eigeninteressen. So, das absolute Individuum. Ja, der hat auch überhaupt kein Verständnis und der versteht Infrastruktur überhaupt nicht. Das ist ja auch so krass, wie er sich halt ständig selbst in den Fuß schießt, weil er das halt auch nie versteht, weil er Infrastruktur nicht versteht.

Weil wir sind da sozusagen, das ist so eskaliert und die Milliardärsklasse, die Proliguis, das sind sozusagen auch so eine Art, ich nenne die im Newsletter mal ganz gerne Superindividuen. ja, denn wenn du verstehst, dass tatsächlich sozusagen das Individuumsgefühl skaliert mit deinen Fahrtgelegenheiten, also je mehr Fahrtgelegenheiten du hast, ja, desto größer wird dein Ego, sozusagen dein Individuumsego und das hast du, also ab Milliardärslevel kriegst du halt irgendwann so einen Koller, glaube ich, so. Du wirst du irgendwann verrückt, ja, bist du irgendwie, bist du durchgeknallt, weil du, weil überall, wo du hintrittst, wächst Infrastruktur, ja, du kriegst niemals Widerspruch, weil alle Leute um dich herum, die haben zu viel Angst, dir zu widersprechen. Also wird einfach gemacht, was du tust und dann passieren halt diese Dinge, die wir jetzt gerade alle erleben. Das heißt also, was das jetzt gerade mit der Analyse zu tun hat, ich finde eine ganze Menge, wenn man das so betrachtet, ja, also man kann, glaube ich, genau, eine andere Sache ist halt diese Race to AGI, ja, das ist auch übrigens ganz interessant, das ist genau fahrtabhängig.

Diese ganzen Leute, die jetzt da an KI rumforschen, die haben ja diese Idee von KI eben genau als so ein Geist, als so ein abgeschlossenes Ding, so ein Bewusstsein, dass sie halt einfach immer nur weiter skalieren müssen, mit ganz viel Compute und ganz viel Daten und dann wird das halt irgendwann so intelligent wie der Mensch. Das ist so die Geschichte von AGI, die so erzählt wird und wie, wie, worauf der ganze AI-Bubble drauf ist und das ist ja die Ironie der ganzen Geschichte, dass sie halt ihre AGI jetzt mit einem Sprachmodell machen, dass im Endeffekt die ganze These des Kognitivismus und auf dem sozusagen der ganze Shit basiert eigentlich komplett falsch beweist, ja, und das ist das Witzige. Da können wir auch gleich reingehen, also Norman Chomsky und seine Theorie sind da ja relativ wichtig geworden in den letzten Jahren, auch für die KI übrigens, also auch für die KI-Bros, die lesen auch alle Chomsky, meistens über Pinker, aber auch egal. Das heißt dann mit anderen Worten, diese ganze These von, dass es überhaupt sowas gäbe wie eine Intelligenz, die die absolute Perspektive wäre, die sozusagen alle Perspektiven auf die Welt schon irgendwie innen hat, weil das heißt eigentlich so diese Sache, alle Erwartungen und alle Erwartungen, die du in die Welt hast, hat diese KI, das wäre sozusagen künstliche Intelligenz, künstliche General Intelligence oder Super Intelligence wäre dann halt noch mehr oder keine Ahnung, die haben ja nie wirklich mal definiert, was Intelligenz für sie ist, ja, sie sagen immer, das ist intelligent und das ist intelligenter als das andere, also dieser ganze Wahnsinn von AGI und dieser ganzen Bullshit, der hängt auch an diesem Individuum. Das heißt also mit anderen Worten, wir haben eigentlich alle wirklich großen, wichtigen, schlimmen Entwicklungen der letzten Jahre sind eigentlich fahrtabhängig von Descartes und seinem, ich denke also bin ich, und seiner Unterscheidung von Rescognitas und Resextensa.

Das ist jedenfalls, wie ich mir die Geschichte erzähle. Ja, also ich kann dem Ganzen folgen definitiv, ich kann dem folgen, wie, also, was wäre dann die richtige Alternative gewesen, weil, also, wenn ich jetzt auch diesen Sprung zu diesen ganzen Large Language Models mache, das heißt dann, weil Infrastruktur auch die Sprache vorgibt und man immer in Wechselbeziehungen mit der Umwelt oder mit dieser Infrastruktur und den jeweiligen Pfadabhängigkeiten steht, ist es falsch zu glauben, dass man nur selber existiert oder wie genau ist das jetzt? Ne, es ist falsch zu glauben, dass man unabhängig existiert, also, dass die eigene Existenz unabhängig ist und zwar in jeglicher Hinsicht, also wie, nur materiell als auch kognitiv als auch wissensmäßig oder so etwas, ja, es ist schon ein Fehler eigentlich, die Welt in disparate Dinge zu unterteilen. Das ist eigentlich schon ein Fehler, weil alles ist miteinander verbunden, alles ist Teil eines Netzwerkes und wenn man das versteht, also das ist die eigentliche Approach, den ich versuche, sozusagen, Welt nicht mehr sozusagen als eine Ansammlung von Objekten zu denken, sondern als ein Gestrüpp von Netzwerken und damit aber auch mich selbst und andere Menschen als Gestrüpp von Netzwerken zu sehen. Das Dividuum, das sozusagen dem Individuum, also, ich sag mal, so eine semantische Pfadalternative zum Individuum, ja, also wenn wir, wenn Semantik Pfadgelegenheiten sind, dann können wir auch so schöne Sachen, wir sagen, wir umruten eine Semantik, ja, wir umruten die Semantik des Individuums mit dem Dividuum, also das Individuum ist das Unteilbare, Lateinisch unteilbar, das Dividuum ist das Teilbare oder, wie ich sagen würde, das immer schon Geteilte.

Das Dividuum ist plötzlich nicht mehr sozusagen so eine Form, Dividuum, die so unabhängig ist, sondern ist Netzwerkknoten. Das Dividuum ist ein Netzwerkknoten aus Milliarden Netzwerken. Das sind deine, das ist dein Blutkreislauf, das ist dein Nahrungskreislauf, das sind die Infrastrukturen, in denen du lebst, das ist die, das ist das Computersystem, das du nutzt, das sind die Straßen, die du befährst, das sind die, das ist die Arbeit, der du nachgehst, das sind alles Netzwerke, beziehungsweise Netzwerke von Netzwerken von Netzwerken und du bist ein Schnittpunkt da drin, halt, ja, und als dieser Schnittpunkt agierst du in dieser Welt und die Dinge, die in der Welt passieren, betreffen dich deswegen, ja, und geben dir Feedback auch und du musst, ein Großteil unseres Lebens basiert ja darauf, dass wir die eine Abhängigkeit austarieren durch die andere Abhängigkeit, ja, also das ist, das ist doch unser Leben, ja, das ist doch unser Leben, so leben wir doch und nicht, ich mach jetzt, ich bin jetzt das Individuum und mach diese, nee, wir sind diejenigen, wir sind immer an einem Ort und wir haben nur bestimmte Möglichkeiten an einem Ort, ich kann jetzt nicht gleichzeitig mir Zigaretten kaufen gehen, weil ich jetzt mit dir rede und nicht im Kiosk bin, weil ich immer an einem Ort sein muss, ja, und wenn ich dann da hingehen will, dann muss ich dann sozusagen meine Füße benutzen und jeden einzelnen Schritt muss ich gehen, ja, und das ist das, was wir vergessen in unserer, in unserer Selbsterzählung manchmal, dass halt alle unsere Infrastruktur, sozusagen alle unsere Fahrtgelegenheiten in Infrastruktur vermittelt sind, dass alle unsere Fahrtgelegenheiten gegangen werden müssen, damit wir irgendwo hinkommen, das heißt also mit einer Wort, dass wir, dass wir immer schon sozusagen eigentlich so ein Thin-Client sind in so einer großen Infrastruktur, in der wir nur so herumruten, ja, also unser Zustand ist eigentlich Routing, ja, wir routen eine Fahrtgelegenheit nach der anderen, weil wir können auch nur eine Fahrtgelegenheit nach der anderen nehmen, ich kann nur eine Sache nach der anderen sagen, immer nur ein Wort nach dem anderen, unser Leben ist sequenziell, unser Leben ist ein Pfad, wir sind Pfade in einem Netzwerk, ja, und das ist die richtige Perspektive, also die Idee, in Netzwerken zu denken, ist jetzt nicht neu, ja, das gibt es ja schon ganz lange irgendwie, auch in der Theorie, auch, Deleuze und andere haben da lange drüber nachgedacht, über das Netzwerk, aber sie haben immer nicht, sie, sie, sie haben immer das Netzwerk selbst als Objekt betrachtet, ja, das ist das große Problem, ne, also was ich eigentlich mache, ist, etwas Radikaleres, als nur, ich denke das Netzwerk als ein Objekt, ja, sondern, und das habe ich von Donna Haraway gelernt, das ist so eine große Philosophin, dass die einzige gültige Perspektive und die einzige auch interessante Perspektive und die einzige gewinnbringende Perspektive ist aus dem Netzwerk, in dem Netzwerk, aus dem Netzwerk heraus ins Netzwerk zu schauen, ja, also die verortete, die situierte Perspektive, so immer an einem hier, in einem jetzt, an einem Ort und, und dann kommt man auf solche Dinge wie die Fahrtgelegenheit und von dort aus kann man dann wieder das Dividuum mit der Gesellschaft verbinden und, und wieder sozusagen rekonstruieren, wie, wie sind wir denn eigentlich verknüpft? Welche Wirkung haben denn eigentlich unsere Infrastrukturen? Wie groß ist denn eigentlich die Macht, die andere Leute über uns haben, die unsere Infrastrukturen zu kontrollieren, ja?

Das sind alles Dinge, über die wir in unserer normalen Sprache nicht nachdenken können. Wenn wir uns als Individuen denken, dann können wir über diese Dinge nicht nachdenken. Dann denken wir nur über unseren Schirm nach, ja? Dann denken wir nur das, was uns gerade irgendwie jetzt direkt betrifft, aber zu verstehen, dass wir wirklich in einer Gesellschaft leben, die zum Weiterexistieren aufeinander angewiesen ist, zu jeder Zeit und zu jedem Zeitpunkt verändert deine Perspektive auf die Welt. .

. Ich, also wenn man so anfängt zu denken, dann ist das teilweise pessimistisch, auch eher ein bisschen optimistisch, weil das ja bedeutet, man kann gleichzeitig was verändern, aber vieles ist auch gleichzeitig so fragil. Auf welcher Seite siehst du dich dann eher? Also ich denke... Es ist ein starker Seufzer.

Es ist ja beides wahr. Also es ist fragil und ich glaube, es ist viel fragiler, als wir glauben und ich glaube, wir werden da uns auch noch ganz schön umgucken, was jetzt unsere Infrastrukturen angeht, gerade auch mit dem Krieg. Das ist ja auch so eine Sache. Also unsere Abhängigkeit von der Straße, von Hormuz, das ist jetzt nicht unbekannt. Das ist jetzt etwas, was man wissen konnte.

Aber wussten es die meisten von uns? Wir wussten es nicht. Aber wir finden es raus. Also Abhängigkeiten sind ja meistens das, was du rausfindest. Das ist ja nicht das, was du weißt, sondern das sind ja meistens die Dinge, die du rausfindest.

Infrastrukturen sieht man dann, wenn sie brechen. Die werden erst sichtbar, wenn sie nicht funktionieren. Bin ich auch nicht der Erste, der das sagt. Aber, und das ist ja auch eine allgemeine Erkenntnis, aber was eigentlich sichtbar wird, und das ist meine These oder meine Hinzufügung zu der These ist, was eigentlich sichtbar ist, wenn eine Infrastruktur bricht, sind unsere Erwartungen daran. Unsere Erwartungen daran.

Weil wir hatten immer schon eine Erwartung daran, auch wenn sie uns nicht bewusst war. Und das ist das Trickige an Erwartungen. Unsere Erwartungen sind uns häufig gar nicht bewusst. Weil wir es gar nicht wissen können, weil unsere Gesellschaft auch einfach zu komplex ist, als dass wir wirklich alle Abhängigkeiten verstünden, von denen wir abhängig sind. Und deshalb, ja, total, wir sind fragil und ich glaube, der ganze Scheiß wird jetzt demnächst zusammensacken.

Also da bin ich relativ sicher sogar. Echt? Ja, also das ist doch relativ offensichtlich. Können wir, können wir auch drüber reden. Aber auf jeden Fall, und ob wir was tun sollten, absolut, absolut, das ist so, wo ich denke, wir sind auch momentan, und das ist, das ist der eigentliche, das ist so die eigentliche Diagnose des Individuums, das Individuum ist nicht nur toxisch geworden, sondern es ist wirklich zu einem Wahnsinn geworden.

Und ich fürchte, wir alle, und da schließe ich mich nicht mit aus, weil ich bin natürlich auch ein Individuum, ich bin natürlich auch geprägt als Individuum, ich bin als Individuum aufgezogen worden, ich war, eine Zeit lang war ich der, der größte, das größte Individuum der Welt, ja. Also, also, habe ich danach gestrebt, eins zu werden, sozusagen, so unabhängig, ja, und, und, und, und, völlig frei, und das war mal so mein, mein Motto, ja. Das war, das ist halt Bullshit, ne. Aber das Problem ist, es ist eine Massenhypnose geworden, also ich meine, und das siehst du ja auch, irgendwie zum Beispiel an diesen ganzen Instagram-Kamen, diese ganzen Influencer, diese ganzen Andrew Tates, und so weiter und so fort, ja, das ist doch, was die da versuchen zu sellen, ist ja hier, du kannst dann, das ist das absolute Individuum sein, das, das, das, das, kannst dann Geld bekommen, ohne dass irgendjemand, ohne dass du arbeiten musst, ohne dass, ne, irgendwie, wir können alle, wir können jetzt alle Kryptomillionäre werden, so die Erzählung, ja. sowas kann, das ist ja, das ist ja alles fahrtabhängig von diesem Individuumsidee und seiner Infrastrukturvergessenheit, ja.

Das heißt also, wir sind in diesem kollektiven Wahnsinn und dieser kollektive Wahnsinn hat jetzt direkt in den Iran-Krieg geführt, wo Iran jetzt eigentlich den gesamten Westen sozusagen bei den Eiern hat. Und, was, Also, vorhin meintest du ja, also, mir würde das jetzt wirklich sehr interessieren, weil ich glaube, du bist da viel mehr bewandert, als ich es bin. Ich schaue wirklich nur die, die nötigsten Nachrichten, sag ich mal so. Was, wie glaubst du, wird das runtercrashen? Jetzt unabhängig von Verschwörungstheorie oder sonst irgendwas, weil mich würde es einfach mal interessieren, was du da denkst.

Das ist mal die Sache, man weiß das mal nicht, ne? Also, es gibt natürlich ganz viele Bubbles, auf die ich jetzt zeigen kann, die, und das ist jetzt auch keine neue Nachricht, irgendwie, die KI-Bubbles, unfassbare, unfassbares Mismatch zwischen den Investitionskosten und den Revenues. dass das, dass das so nicht weitergehen kann, wissen eigentlich alle, aber, alle hoffen immer noch daran, und das ist ja, das ist ja Teil des Wahnsinns, ja, alle hoffen ja immer noch auf diesen AGI-Moment, wo dann halt Sam Altman vor die Welt tritt und sagt, meine Damen und Herren, wir haben's AGI und jetzt haben wir uns, müssen wir uns nichts mehr Sorgen machen, weil jetzt haben wir die Intelligenz, die alle unsere Probleme löst. Das ist ja sozusagen das, was momentan die Kurse oben hält. Aber in Wirklichkeit ist das die größte Blase, die wir jeweils hatten.

Aber ich finde das sehr interessant, weil, das, merkt man unbewusst, merkt man das schon, dass, was du gerade sagst, ja, dass eigentlich es viele wissen und, dass es gerade noch so irgendwie am Laufen gehalten wird, dass vieles eigentlich nicht mehr so ist, wie, wie es funktionieren soll. Ja, also, es ist nicht die einzige Blase, würde ich mal so sagen. Wir haben natürlich die Kryptoblase, das ist ja nichts dahinter, da wird ja gar kein Wert produziert für irgendwen, ja. Wir haben, wir haben riesengroße Tech-Blase, ich meine, alleine Tesla ist so unfassbar überbewertet, dass es hupt. Ich glaube, alleine Tesla könnte eine Börsencrash auslösen, ja.

Und, also, ich glaube, wir haben eine strukturelle Integrität im Markt, die wir seit 2008 mindestens nicht gesehen haben, aber ich glaube, der Punkt wird diesmal viel, viel tiefer sein, weil, man muss das ja so sehen, dass, eigentlich, der Boom in Tech nach 2008 so der große Wachstumsmotor war, ja, der USA. Und, da ist jetzt nicht alles fake, was sozusagen dort an Wert geschaffen worden ist, aber, ja, diese Firmen sind auch wahnsinnig überbewertet. Also, sie waren schon vor, schon bevor die KI-Geschichte überhaupt losging, waren die Tech-Firmen, waren die Tech-Werte wahnsinnig überbewertet. Und, sie haben sich bis zu KI eigentlich immer so durchgehangelt, ne, also, nachdem dieses Plattform-Thema, das war ja das große Cash-Cow, ne, also, das, was ich beschrieben habe, die Macht der Plattform, das war ja auch ein, sag ich mal, sehr lukratives Geschäftsmodell, die haben damit unfassbar viel Milliarden gebaut und die hatten auch, die haben auch riesengroße Cash-Reserven, die sie jetzt alle in KI verfeuern. Aber, das war eigentlich, das, das war eigentlich ein One-Trick-Pony.

Die ganze Silicon-Valley-Geschichte seit den 2010ern ist ein One-Trick-Pony. Das war die Plattform. Das Ding haben sie ausgereizt, dann bis halt zu Airbnb und Uber und dem ganzen Quatsch, der dann halt in den Margen nicht mehr so doll am Start war, wie die vorherigen Sachen. Das heißt also, dass, die Cash-Core ist jetzt auch ausgereizt gewesen und danach musste was Neues kommen. Was kam danach?

Da kamen dann eben Krypto, NFTs, der ganze, dieser ganze Bullshit. Danach kam das Metaverse, das ist jetzt auch eingestellt worden. Das heißt, KI ist jetzt auch der letzte Pfeil im Köcher von denen, ja, also als Narrativ. Ja, als Narrativ, warum wir die coolen Leute sind, warum wir, warum unsere Firmen so viel mehr wert sind, als wir, als wir Einkommen erwirtschaften. Das ist der Grund.

Weil wir immer noch geile neue Innovationen liefern und so weiter und so fort. Es ist jetzt die ganze Zeit, hat nicht geklappt und jetzt mit KI muss es jetzt klappen. Ja, es muss jetzt klappen, weil wenn jetzt KI nicht die große, tolle Sache wird, dann ist mehr als kaputt, als nur KI. Dann ist das ganze Narrativ von Silicon Valley eigentlich dahin. Ja, ja.

Also das heißt, dieser ganze Markt für zusammen crashen, daran gekoppelt hast du diese ganze ETF-Scheiße. Also diese ganzen, ETFs ist ja die Geschichte, ist immer, da investierst du rein, da ist es sicher, da sich ja, guck mal hier, die Werte sind immer sicher und in der Vergangenheit und so weiter und so fort. Das ist halt so eine selbst, selbstperpetuierende Erzählung. Also das heißt, ETFs gelten als sicher, das heißt, die Leute legen dort an, das heißt, die Firmen kriegen mehr Geld, die können damit mehr machen, können ihre Macht ausbauen und so weiter und so fort. Das heißt, man proppt eigentlich immer die gleichen Firmen, ja, auch eine Riesen-Bubble.

Also wir, es ist alles voller Bubbles. Also wenn du genau hinguckst, es ist alles voller Bubbles und ich könnte noch ein paar weitere aufzählen. Das heißt, das ganze System ist eigentlich schon total aufgeblasen. Und jetzt kommt dieser Iran-Krieg und erhöht plötzlich ganz, ganz unten in der Kette. Also in diesem, wenn du eben diese, wenn du dir das, als Abhängigkeitsnetzwerk...

Wie so eine Pyramide wahrscheinlich. Hä? Wie so eine Pyramide wahrscheinlich. Genau. Stellst du dir das wie so eine Pyramide als Abhängigkeitsnetzwerk.

Oben sind dann sozusagen die großen Firmen, die da alle die große Marge rausziehen. Aber sie sind alle, alle bis, tief runter eben abhängig, bis runter auf die Straße von Hormuz. Ja, sind die alle abhängig. Und zwar auf viele, viele Arten und Weisen. Also, in der Straße von Hormuz wird ein Drittel des Ölmarktes, ein Drittel des Öls, und, und, und, ich glaube sogar noch mehr von, von Gas, transportiert.

Dort, wird, dort wird vor allem Helium, das ist einer der größten Ports für Helium. Und Helium ist total wichtig für die Chipproduktion. Ja? Die ganzen, TSMC da in Thailand, in Taiwan und so, die können nicht arbeiten ohne Helium. Das heißt also, dort stockt es jetzt gerade.

Die Heliumpreise steigen in die Höhe und, und, und, und, und Lieferketten können nicht eingehalten werden. Ja? Das heißt also, wir haben plötzlich dann, wir werden demnächst einen, Chip-Shortage haben. Oder zumindest eine ziemliche Höhe, also wenn sie es schaffen, sozusagen, Alternativen zu finden, dann zumindest extrem viel höhere Preise. Und das wiederum ist natürlich super teuer für die Datencenter.

Die Datencenter, das ist ja unglaublich, die, die, die, die bauen ja Datencenter mittlerweile in der Größe von Manhattan. Ja? Das heißt also, von einer, einer Größe einer Stadt, einer Großstadt. Und, diese Dinger sind unfassbar energieaufwendig. Das heißt also, die, die, die, die Energiepreise, die jetzt gerade in die Höhe schnellen, werden die alle, werden die alle treffen.

Und zwar richtig hart. Also da werden richtig die Kosten hochgehen. Und die sind jetzt schon, überleveraged, was, was, Kredite angeht. Und, dann kommen eben noch die Chip-Shortish dazu und so weiter. Also das heißt, in der anderen Seite, das ganze Kartenhaus wird jetzt demnächst zusammenfallen.

Und, gleichzeitig haben sie immer noch nichts vorzuweisen. Also sie haben schon ein paar Sachen vorzuweisen, also mit diesem Code, Code, das kann ich schon echt ganz gut programmieren und so, man kann da schon ein paar Sachen mitmachen. Also ich sag jetzt nicht, dass die Dinger komplett nutzlos sind, ja. Aber die Revenue-Streams, die das irgendwas rechtfertigen würden mit den, mit den, mit den Investitionen, die wir da gerade reinpacken. Never ever.

Never ever. Ja, also dass da jemals das Geld wieder rauskommt. Ja, also, und gleichzeitig, ich meine, jetzt ist die Frage, was macht Donald Trump jetzt mit der Straße von Omos? Also, viele Leute hoffen, und ich glaube, das ist das Einzige, was uns gerade noch die Kurse hochtreibt. Ja, heißt das Stichwort Taco.

Das heißt, Trump's always chickens out. Ja, das ist so ein Sprichwort, das man sich angewöhnt hat, weil Trump, wenn es um was Konkretes geht und wenn es immer irgendwie, macht er einen Rückzieher. Das heißt, alle hoffen, er macht den Rückzieher und sagt, alles klar, Iraner, war nicht so gemeint, seid nicht böse, wir, wir sind, und, und, und, und, und, wird dann Iran die Straße von Hormuz wieder freigehen? I doubt so. I doubt so.

Und das ist, glaube ich, die Sache. Also, ich glaube, ehrlich gesagt, wir sind schon an einem Punkt, wo das halt überhaupt nicht mehr ohne ein, und zwar von Irans Seite aus, ja, man muss sich auch mal in deren Perspektive versetzen, ne, also wir gucken immer so auf der westlichen Perspektive draus. Und jetzt mal unabhängig davon, was wir von diesen Mullahs halten, ja, das sind schlimme Menschen, und ich bin überhaupt kein Freund von denen, aber man muss ja irgendwie zumindest einmal anerkennen, dass Menschen einen Überlebensinstinkt haben, ja, und wenn du, jetzt, ich glaube, insgesamt zwei- oder dreimal, ja, irgendwie zu Friedensverhandlungen eingeladen wirst, und in Friedensverhandlungen bist, und diese Friedensverhandlung dazu ausgenutzt wird, entweder dein Land anzugreifen, oder aber sogar deine ganze, die gesamte Führung auszulöschen, ja, dann, dann hat das einen schlechten Health-Index, mit den Amerikanern oder die Israelern zu reden, ja, und dann kann ich schon, allein aus menschlichen Gründen verstehen, dass die Iraner nicht so einen Bock drauf haben, ja, das heißt also, also, dass diese Krise jetzt demnächst gelöst wird, ich bin da, ehrlich gesagt, sehr pessimistisch, weil, ne, also es müsste überhaupt erstmal überhaupt zu Verhandlungen kommen, und dann müssten die, und dann müsste Donald Trump wahrscheinlich tatsächlich Zugeständnisse machen, also die Iraner würden wahrscheinlich darauf bestehen, ja, dann hebt die Sanktionen auf, und hier, Israel darf uns nicht mehr angreifen, ja, so, und das wollen wir schriftlich, und da wollen wir, und da wollen wir Garantien für haben, ja, ja, ja, ja, also, und siehst du das, dass Donald Trump das mitmacht? Ne, ich seh das nicht. Ne, ne, ehrlich gesagt auch nicht.

Ich, ich, ich glaube, ich weiß nicht, wie das aktuell ist, ich hab jetzt nur von den Protesten gehört, weltweit, was für weltweit, USA-weit, und, ich glaube, es gab auch in Italien und Frankreich tatsächlich Proteste gegen, gegen Disco Kings war das ja, aber, ich glaube, das ist unberechenbar, wie, wie, wie es sich entwickeln kann, ich hab keine Ahnung, das ist, das ist, ich weiß es nicht. Jedenfalls, mein Stand ist, wir müssen das fucking Individuum aufhalten. Das Individuum ist gerade dabei, das die fucking Welt zu zerstören, in Form von Donald Trump, in Form der Tech Bros, in Form von KI, in Form von des Iran-Kriegs, in Form von Größenwahn und Infrastrukturvergessenheit. Und das ist doch schon mal eine Front, an der jeder von uns einmal arbeiten kann, ja, denke ich mir. Was, was wäre dann da die gesunde Alternative, wenn, wenn du es jetzt aus deinem Kopf heraus aus sagen würdest?

Zu verstehen, wir sind in Netzwerken, zu verstehen, wir sind in Systemen eingebunden, so, oder? Ja, also mir hilft es jedenfalls. Ich kann das auch nicht, ich will jetzt nicht sagen, ich hab jetzt irgendwie, die Pille, die uns alle gesund macht, ja, aber ich glaube, ich hab da einen Weg gefunden, der in eine richtige Richtung führt. und ich glaube, das Erste, was man machen muss, ist sich wirklich einmal überhaupt, erst mal zu verstehen, welcher Lage wir sind. wie, in was für eine Katastrophe, katastrophale Lage wir uns manövriert haben.

Mit diesem ganzen Konzept und allem, was da dran, da dran hängt, ja. und ich glaube, dann, das gilt aber, das ist dann aber auch vor allem eine Aufgabe, ganz viele Dinge zu verlernen, ja, gar nicht, gar nicht mal zu lernen, sondern zu verlernen. Also, das Individuum ist eine Sache, das andere ist, worauf ich halt, was glaube ich echt, einer der toxischsten Einflüsse derzeit ist, auf unsere Gesellschaft, ist die, neoklassische Wirtschaftstheorie. Und die neoklassische Wirtschaftstheorie, die halt alles sozusagen versucht, über den Markt zu erklären, hat uns blind gemacht, für, wie Wirtschaft wirklich, wirklich funktioniert. Und wie Macht, und, und, und wie Wirtschaft immer schon Macht war.

Und wir haben uns allen lullen lassen von dieser Idee, dass wir nur irgendwie so einen kompetitiven Markt haben müssen, dann haben wir tolle Innovationen und damit dann irgendwie tolle Kühlschränke und noch bessere Kühlschränke und, und morgen noch viel tollere Kühlschränke und dann würde das einfach immer so weitergehen, ja. Also diese Idee, auch von Liberalismus und von Demokratie, also Demokratie nicht an sich, ich bin großer Fan der Demokratie als Idee, ja, als Konzept, dass wir, dass wir alle ein Sagen haben sollten an den Infrastrukturen, in denen wir leben. Aber, wenn man das halt auch wiederum mit dieser Analyse, unter dieser Analyse zieht, dann haben wir eigentlich nie eine wirkliche Demokratie gehabt, ja. Weil, die Infrastrukturen schon immer so angelegt war, dass an jedem Schritt in den politischen Prozess die Leute, die die eigentliche Macht haben, die mit dem Geld, immer intervenieren können, ja. Wir haben das gesehen, wir haben das gesehen, als, wir sehen das immer eigentlich, wenn, mal eine nichtrechte Regierung an der Macht ist, ja, dann wird, dann wird die Springerpresse losgeschickt und dann werden Kampagnen aufgegleist.

Wir haben das mit der, mit der, mit der, mit der Heizung gesehen, mit dem Heizungsgesetz, welche, welche unfassbare Kampagnenmacht da einfach mobilisiert wird und zwar nicht nur über die Medien, sondern auch über Thinktanks und solche Sachen. und, und das heißt mit anderen Worten, alles, was Demokratie, die, den Anschein von Demokratie, der wird immer dann so lange gewahrt, wie unsere Interessen einigermaßen aligned sind mit den Interessen der Reichen, ja. Sobald sie davon abweichen, gibt's ein Donnervetter, gibt's ein Dauerfeuer, gibt's, Intervention, gibt's, Lobbyismus, gibt's etc., ja. Das heißt also, und das kann man halt sehr, sehr gut sehen, das heißt also, alle Gesetzesvorhaben, die uns nutzen, gegenüber ihnen, ja, die werden immer, das kannst du dir auch an der, an der Erbschaftssteuer und an der Vermögensteuer, die ist ja einfach ausgesetzt worden, ja, wie die Steuer, Spitzensteuersätze gesenkt wurden, und so weiter und so fort. Du kannst es wirklich an der Politik wirklich auch an Zahlen messen und zeigen, es gibt auch Studien, die das auch empirisch belegt haben, dass der Einfluss von ärmeren Teilen der Bevölkerung und Einfluss von reichern auf die Politik wahnsinnig viel, viel größer ist.

Also überproportional groß. Das heißt also, diese ganze Idee, dass wir als Volk, mit einer Demokratie, dem jetzigen System irgendwie, in Charge werden, ist halt lachhaft und immer dann, wenn es eigentlich darauf ankommt, sieht man es auch, ja. ja, also Energiewende wurde torpediert, weil sie halt ein paar Leuten nicht gepasst haben, die sehr, sehr viel mächtiger waren als Demokratie, ja. Und, und jetzt sehen wir, was passiert, jetzt werden die, jetzt werden neue Gaskraftwerke gebaut, es werden neue Deals gemacht, mit mehr, noch mehr Öl, noch mehr Gas, wird das alles wieder rückgängig gemacht, ja. obwohl es rein, obwohl es halt völlig absurd ist, ja, also völlig absurd, ja, weil der Klimawandel ist real.

Das ist, das ist kein Hirngespinst von irgendwem. So, aber, das ist alles so unglaublich kompliziert geworden, ja, aber, ich glaube, das ist alles Teil des Wahnsinns, das ist alles Teil des Wahnsinns, die Leute haben wirklich, literally den Verstand verloren. Und zwar nicht wenige, ja, und zwar nicht an sich als Individuen, ja, sind nicht als Individuen krank geworden, sondern durch die gesellschaftlichen Erzählungen, durch die gesellschaftlichen Erzählungen des Kapitalismus, die gesellschaftlichen Erzählungen, der Marktideologie, die gesellschaftlichen Erzählungen des Individuums, der Infrastrukturvergessenheit und, und, und. All diese Dinge machen, dass die Leute zwar die Realität sehen, ja, sie wahrnehmen, im Einzelnen, auch kognitiv, logisch, die Evidenz nachvollziehen können und trotzdem und trotzdem das Gegenteil tun. Sehr, sehr viele Stimmen, glaube ich, nähern sich diesem Ziel, ja.

Ja, das ist die Situation, in der wir sitzen, so. Ja. Und ich glaube, deswegen müssen wir, glaube ich, erst mal rauskommen, zu sagen, also, ne, sag ich jetzt auch nicht der Erste, der das sagt, als Einzelner kann man nichts tun, man muss sich jetzt zusammentun, man muss sich mit anderen zusammentun, und man muss jetzt wirklich die radikalen Forderungen stellen, weil, weil wir sind auf einem Wahnsinnspfad in den Untergang, und zwar in jeglicher Hinsicht, nicht nur auf der Klimahinsicht, sondern eben auch auf der Kriegshinsicht, also, meine derzeitige Prediction ist, dass das jetzt der Dritte Weltkrieg wird, weil, Donald Trump wird diesmal nicht ausschicken, er kann es sich nicht erlauben, und, ja. Und ich glaube, die Iraner werden auch nicht mit ihm reden, und am Ende werden sich die Europäer wahrscheinlich auch noch breitschlagen lassen, da mit Bodentruppen zusammen mit den Amis reinzugehen, und dann gibt's... Ich glaube, das wurde ja auch gesagt heute Morgen.

Was wurde gesagt? Das wurde ja auch gesagt, dass eine Bodenoffensive geplant ist. Ja, das sagen sie immer mal wieder, aber ich weiß nicht so genau, wie konkret das jetzt wieder ist, also, und überhaupt, was sie sagen, wir sind ja in einer Welt, wo wir nicht mehr wissen, was überhaupt noch gilt, wenn irgendwer was sagt. Ja, das stimmt auch, ja, das stimmt auch. Das ist ja auch die Sache, also, es ist ja nicht nur, dass unsere Internetkanäle jetzt mit diesem ganzen KI-Slop vollgeballert werden, wo man nicht mehr weiß, was jetzt noch echt ist, sondern auch die Leute, die in Charge sind, lügen, sobald sie den Mund aufmachen, ja, und zwar nicht mehr in einer, nicht in einem Sinne von, ich will euch jetzt täuschen, sondern in einem Sinne, im Wrestling nennt man das K-Fabe, ja, das ist so der, wenn du zum Wrestling gehst, und du schaust die Show, da gibt es sozusagen so eine stillschweigende Übereinkunft aller Leute, die dort sind, das Theaterstück, das da ja eigentlich präsentiert wird, ja, als Realität wahrzunehmen, und als Realität zu verstehen, das nennt man K-Fabe, also dieses Make-Believe, das gemeinsame Make-Believe, in einer inszenierte Realität, und Donald Trump hat das halt so in die Politik gebracht, also das ist jetzt sozusagen, er lügt nicht, um uns zu täuschen, wie das zum Beispiel George W.

Bush damals getan hat, mit dem Irak-Krieg, er hat irgendwie gesagt, ja, hier Irak hat Massen für Vernichtungswaffen, und hier eine UN, ich zeig euch das hier mal, mit irgendwelchen 3D-Simulationen, das war total peinlich, das war auch total unglaubwürdig, aber die haben sich immer noch Mühe gegeben, irgendwas zu erzählen, die haben sich Mühe gegeben, die haben sich Teams daran gesetzt, die haben da Beweise gefälscht, die haben noch richtig investiert in diese Lüge, um diese Lüge zu erzählen, Joschka Fischer hat gesagt, I'm not convinced, und die sind draußen geblieben aus dem Irak-Krieg, das war halt gut, das war damals noch möglich, aber in Kayfabe ist das nicht mehr so einfach möglich, weil, was ist denn jetzt noch real? Wer weiß das denn noch so? Für uns ist das ja schon schwierig, aber wie schwierig ist das erst für Friedrich Merz, der ja nicht besonders schlau ist? Ja. Und, das ist unglaublich, oh Mann, also, ja gut, aber um Färztsein, du meintest auch, du hast nicht gerade wirklich viel Material dazu, weiter zu tragen, dass man eher optimistisch rausgeht aus der Folge.

Nee, eigentlich, eigentlich müsste man rausgehen und sagen, fuck, wir müssen den ganzen Scheiß niederbrennen. Ich, ja, ja, ich, wie gesagt, ich sehe nur auch jetzt, unabhängig davon, aber sehr viele aus seinem Umfeld und sehr, sehr viele von deren Umfeld sagen, also haben, vielleicht nicht die Expertise, wie du gerade erzählt hast, in den letzten 20 Minuten, aber sehr, sehr viele leben das Gleiche wahr, sehr, sehr viele und denken auch das Gleiche. Und ich glaube, dass, was das alles noch zusammenhält, glaube ich, hast du recht, ist wahrscheinlich diese Illusion, Vorstellung, Idee von, es wird noch alles. Ja. Aber ich glaube, wenn man einmal anfängt, einen Stein umzudrehen, dann, glaube ich, fällt das Ganze auseinander.

Ja, genau. Also, das ist, das ist so ein bisschen der Zustand, in dem ich seit einiger Zeit bin und, der ist nicht so angenehm, aber er ist auch erkenntnisreich und, ich versuche... Wie lange ungefähr? Wie lange ungefähr? Also, du meinst gerade der Zustand, wie lange, sag wann denkst du dir das ungefähr?

Also, das erste Mal, dass ich wirklich so richtig sicher war, dass das jetzt schief geht, war, als Donald Trump, J.D. Vance, als seinen Vize, Präsidenten announced hat, als seinen Run, ja. Weil da wusste ich, okay, es gibt eine Allianz zwischen Silicon Valley und der, und der Tech-Oligarchie, die halt schon zu diesem Zeitpunkt ja schon sehr toxisch war und sehr, sehr gefährlich war, zusammen mit Marga, ja. das war das, das, das war das eigentliche Signal. Also, schon mal vorher schon das Kuscheln zwischen Musk und Trump, das hat mich auch schon sehr beunruhigt, aber da hab ich immer gedacht, ach, das, das sind beide zu große Egos, das wird nicht funktionieren.

Aber das hat halt so wirklich eine Allianz zwischen diesen, Dark-Tech-Bros und ihren antidemokratischen Vorstellungen mit der Marga-Koalition geben würde, auch in diesem Maßstab, das ist mir erst irgendwie bewusst geworden, als eben, Wenz, weil Wenz ist ja, komplett von Peter Thiel gefördertes Gewächs, ne, der ist ja von vorne bis hinten, ein Thiel-Boy und, das heißt mit allen Worten, Thiel sitzt im Weißen Haus, ja, und, ja, dann kam da die ganze Doge-Geschichte, und da, also, ich, ich, ich, mir war klar, dass das Ganze einen üblen Turn nehmen würde, war da schon klar, auch KI war da schon zu dem Zeitpunkt, das KI-Fieber war zu dem Zeitpunkt schon auf einem Level, wo, wo ich bereits sagte, okay, das ist schon eine Blase jetzt, also, es ist schon eine große Blase und, ja, und seitdem hat sich alles immer nur weiter eskaliert, ne, also seitdem ist immer noch alles viel schlimmer geworden, die KI-Investitionen haben sich seitdem verzichfacht, verfünffacht oder sowas, keine Ahnung, die, doch, wahrscheinlich richtig viel, das war ja, das war ja noch ganz am Anfang des KI-Booms, naja, jedenfalls, wir, seitdem hat sich das eigentlich, haben sich die, die ganzen Variablen, die ich tracke, ja, was den Ausmaß des Schadens angeht, das haben sich immer, vergrößert und jetzt mit dem Iran-Krieg ist jetzt eigentlich sozusagen eine Situation geschaffen worden, also, man muss ja verstehen bei Donald Trump und, und, und dieser ganzen faschistischen Logik, wie das funktioniert, das funktioniert immer über Eskalation, ja, du machst etwas und dann muss das nächste, was du tust, muss immer krasser sein, ja, das heißt also, du musst sozusagen den Erwartungen deines Gegenübers immer voraus sein, du musst immer den nächsten Schritt, der muss immer noch, du musst immer weiter eskalieren. Sie haben jetzt auf so vielen Ebenen eskaliert, irgendwie auch im Inland mit Eis, bis sie den Leuten ins Gesicht schießen und so weiter und so fort, ja, und ich glaube, sie haben dort auch gemerkt, okay, da geht der Eskalationsspielraum raus, jetzt, so langsam fangen die Leute an sich zu wehren, in Minneapolis haben die Leute sich gewehrt und, Taco gilt halt, ne, also, wenn es dann halt hart auf hart kommt und es hätte jetzt wahrscheinlich, als nächstes hätte, die nächste Eskalationsstufe hätte jetzt sozusagen da gewesen, dass er jetzt auf die Protesters schießen lässt, aber die, das ist ja dann doch nicht gegangen, ne, also jetzt offiziell einen Schießbefehl zu geben, und, das heißt also, er ist da so ein bisschen an so eine Eskalationsgrenze gegangen und was passiert, das heißt, und auch insgesamt, ne, die Demokraten sind eigentlich marginalisiert, die haben eigentlich nichts mehr zu sagen, die, die bisherigen klassischen, Medien sind jetzt eingeg, sind jetzt wirklich, haben nicht mehr so eine große Macht, die erreichen nicht mehr so viel, New York Times und so, erreichen noch einige Leute, aber, ganz ehrlich, ne, irgendwie, jetzt hat Allison auch noch TikTok, also jetzt auch noch ein anderer Oligarch, hat jetzt auch noch TikTok jetzt übernommen, und jetzt hast du eigentlich sozusagen ein ganzes Social Media Verlangs, hast du jetzt unter einer Ägide eigentlich, unter drei Oligarchen, Mark Zuckerberg, Elon Musk und, Larry Allison, ja, und das sind alles Trump-Freunde, das sind alles auch Netanyahu-Freunde, das sind alles, das sind, das sind alles Leute, die, die, die halt, auf die Trumps sich verlassen können, sagen wir mal so, ja, das heißt, er hat eigentlich gewonnen, auf, auf jeglicher Hinsicht, der kann gar nicht mehr eskalieren im Innerland, ja, er kann eigentlich, er hat gar keinen Eskalationsraum mehr, so richtig, jedenfalls nicht, wenn er nicht irgendwie ein Ereignis produziert oder so, und, und das heißt, die Eskalationsenergie, die musste sich dann nach außen gehen, das musste dann, Maduro war das erste Opfer, Iran das zweite Opfer, das nächste soll jetzt, Kuba, Kuba sein, Kuba, genau, und, und das sind aber für Donald Trump immer so die Gelegenheiten, er sieht das halt so immer so als Pfadgelegenheit, das, als Pfadgelegenheit, einfach so eine, so eine reife Flucht einfach abzuknüpfen, ne, also, am liebsten eben eine Operation, die dauert irgendwie ein, ein paar Tage, und dann ist wieder alles vorbei, ist der Spuk vorbei, es hat auch nichts gekostet, auf jeden Fall nichts Schlimmes, und, er steht als Held da, so wie das bei Duru ja auch geklappt hat, ja, also, schicken sie da die Special Forces rein, die haben da wochenlang trainiert, in so einen, Nachbau des Hauses und so, und die waren richtig gut ausgebildet, für die, genau für diesen Einsatz, und dann haben sie den geschneppt, und, Donald Trump hat tatsächlich auch geschafft, seine Forderung durchzusetzen, jetzt wird das Öl nicht mehr nach Kuba gewendet, sondern nach Israel, also, das heißt also, mit anderen Worten, er hat all seine, er hat all seine, er hat all seine Objectives erfüllt, und steht jetzt als der Gewinner da, und mit dieser Energie, ne, also mit dieser, mit diesem Vibe, ist er jetzt auch in diese Iran-Sache reingegangen, weil, ja, also erstens, weil Israel angegriffen hat, und, das Zweite war, dass ihn dann halt auch evangelikale Flügel, im eigenen Lager, zu denen übrigens auch Bitexed gehört, ja, der evangelikale Flügel im Lager, hat ihn überredet, diesen Krieg zu machen, und da dachte halt auch, ja, ich geh einfach hin, und dann, wumms, stempel ich einmal die, Führung aus, und mit dem Nachfolger gebe ich dann, verhandle ich dann, und, dann kann ich da wieder abziehen, ja, das war so, das war der Plan, das war der Plan. Ja, ja. Naja, und was macht er? Also, bam, der Plan funktioniert auch insofern, ne, sie schaffen es wirklich, die gesamte Führung auszuschalten, nicht nur die Führung, sondern auch oppositionelle Gruppen, das war ja so ein großes Treffen, in dem genau diese, auch die, auch die Verhandlungsergebnisse diskutiert werden sollten, die die Iraner mit den USA und Israel gehabt hatten, all das sollte in dieser großen Versammlung, die dort stattfindet, da waren eigentlich alle Politiker da, alle wichtigen Politiker, und die haben es ja einfach mit einem großen Schlag, puff, einmal ausgeschlagen, und dann sitzt Donald Trump im Weißen Haus und erklärt der Presse, ja, wir wissen gar nicht mehr, mit wem wir da reden sollen, ja, die haben alle ausgeschaltet, die sie kannten, ja, also, auch das CIA kannte, kennt niemanden dort mehr, ja, mit ein paar Ausnahmen, und jetzt ist halt irgendwie der Sohn, der Sohnemann dran, also der Ayatollah wurde durch den Ayatollah ausgetauscht, und, das iranische Abwehr funktioniert wahnsinnig gut, also, die Golfstaaten sind praktisch, schon bankrott geschlossen, ja, also Dubai ist jetzt leer, ja, da wohnt keiner mehr, das war ja 90% irgendwelche Rich Kids, mit ihrem Kopf zu haben, ja, und, und, und die Instagramer, die sie gut fanden, mit denen sie da gefeiert haben, ja, die sind jetzt alle weg, und, weil die haben natürlich keinen Bock, also, irgendwie, es macht auch keinen Spaß, so, ja, wenn da irgendwie ständig irgendwelche Raketen einschlagen, und vor allem, wenn Iran wollte, könnten sie Dubai morgen ausschalten, indem sie einfach die Salinisierungsanlagen kaputt schließen, ja, da haben sie kein Wasser mehr, das ist vorbei, ja, es sind so, also, das heißt, die Golfstaaten, die sind wahnsinnig vulnerable gegenüber diesen Shahid-Drohnen, mit denen Iran da rum, von denen sie wahrscheinlich immer noch zigtausend haben, ja, also, die sind wahnsinnig vulnerable, und eigentlich schon bankrott deswegen, und, also, der Crash hat er ja eigentlich schon bekommen, ne, das war schon, das ist schon die erste Blase, die geplatzt ist, Dubai, ne, und auch die ganzen Rechenzentren, die sie da jetzt hingebaut haben, also, das war ja auch ein ganz enger Deal zwischen, zwischen den Golfstaaten, UEI, und, Saudi-Arabien, mit den, mit den, mit den AI-Firmen, die haben ja ganz viel Geld ins AI gesteckt, und gleichzeitig auch Datencenter bei sich da aufgebaut, haben sie die Datencenter angegriffen, ne, gut, das sind einfache Ziele, ja, so ein Datencenter, das ist ein wahnsinnig gutes Ziel, für so einen Drohnenangriff, kannst du nicht verfehlen, ja, und kannst, kannst du, die sind riesengroß, die kannst du nicht, die kannst du auch nicht protecten, so, also, das heißt, das ganze Geschäftsmodell, der UI-Shit-Daten, unabhängig von Öl, was sie sich aufbauen wollten, ist jetzt vorbei, und, ja, und auch das Öl ist eingeschränkt, also, da können sie auch gerade kein, kein Geld verdienen, weil sie das Zeug nicht rauskriegen, ja, also, es ist, also, es ist wirklich eine krasse, also, man sagt, man unterscheidet ja mal militärisch zwischen Taktik und Strategie, ne, und, Donald Trump hat wahnsinnig viele taktische Vorteile, unendliches Waffenarsenal, und so weiter und so fort, ja, aber rein strategisch hat Iran bereits gewonnen.

Ja, ja, ja, ja, naja, also, ich, ich bin sehr gespannt, wie sich das alles entwickeln wird, sehr gespannt, ich bin sehr gespannt, wir schauen mal weiter in die Zukunft, meine Güte, ja, ja, ja, ja, das Problem ist, es wird uns auch treffen, ne, also, es trifft uns ja schon, die ganzen hohen Spritpreise, aber das Problem ist halt, das geht ja alles in die Preise ein, weil alle, alle Preise, und, und das ist auch interessant, also, man muss auch wirklich, diese ganze Energiegeschichte auch wirklich ernst nehmen, der gesamte Ölmarkt wird ja in Dollar abgerechnet, ne, und, das ist, das hat halt einen interessanten Effekt, weil, alle Staaten brauchen Öl, ne, ne, egal, wo du bist, egal, wo du, wo du angesiedelt bist, du brauchst Öl, das heißt, du brauchst Dollar, ja, wie bekommst du Dollar, eine Möglichkeit ist, mit den USA Handel zu treiben, ja, also, den Dingen zu verkaufen, als für Dollar zu bekommen, und das ist das, was die meisten Leute machen, alle, alle handeln, versuchen mit den, mit den USA zu kommen, weil sie brauchen Dollar, weil sie damit Öl kaufen wollen, das hat, unter anderem eben, die, den Dollar zu Leitwährung gemacht, ne, also alle brauchen sowieso Dollar, also können auch, sozusagen, die Dollar auch die härteste Währung, und, Dollar ist sozusagen der einzige Strohhelm, mit dem du an den Ölstrohhelm schlürfen kannst, ja, sozusagen, also, Währungen sind sozusagen Strohhelme, zu Wertpfaden, sag ich immer, ja, irgendwie, die, der Euro ist sozusagen, ein Strohhelm für europäische Wertpfade, und der Yuan ist ein Strohhelm für chinesische Wertpfade, und der Dollar ist halt für amerikanische Wertpfade, und für Öl, ja, und weil alle Öl brauchen, haben alle Dollar, und deswegen können, ist, hat Dollar so eine Zentralität, ja, also wenn du das Währungssystem auch als Netzwerk verstehst, dann hat Dollar eine Zentralität, eine Netzwerkzentralität, eine besondere, und diese Netzwerkzentralität, ist halt wiederum Macht, ja, also, wenn man dieses, Framework von Amazon, von dem ich gesprochen habe, ernst, ne, das halt sozusagen, macht, sozusagen, das W-2-Potenzial aus einer Abhängigkeitsbeziehung ist, ja, dann ist, macht halt auch immer eine Netzwerk, also macht, allgemein gesehen, eine Netzwerkzentralität im Abhängigkeitsnetzwerk, im Fahrtgelegenheitsnetzwerk, ne, ist klar, ne, bist du so eine Netzwerkzentralität, und das ist halt auch für den Dollar, das heißt, der Dollar hat eine ganze Menge Macht, und diese Macht, ist sozusagen auch leveragebar, und wird geleveraged, unter anderem eben durch die ganzen Institutionen, die den Dollar, administrieren, von dem Handelsministerium, über die FED, über, die verschiedenen Banken, und so weiter und so fort, und das ganze Infrastrukturnetz, das an dem Dollar hängt, und da gibt es dann sozusagen verschiedene Fahrtgelegenheiten, die die Regierung hat, unter anderem zum Beispiel, die gesamten Finanzströme einmal zum Monitoren, ne, du kannst dich sozusagen reinsetzen, und gucken, wer weiß wem was, du kannst Leute ausschließen aus dem Dollarnetzwerk, durch Sanktionen zum Beispiel, und damit den sehr, sehr große Schmerzen ausfügen, ne, das haben sie ja zum Beispiel mit Iran gemacht, auch mit Russland gemacht, sozusagen einfach über, zum Beispiel Abknipsen vom SWIFT-System, ne, irgendwie, das heißt, du kannst, du hast halt mit dieser, Dollarzentralität hast du eine ganze Menge gemacht, und die USA hat in den letzten, nicht erst seit Trump, sondern auch vorher schon, immer mehr gelernt, die Schmerzhebel an dieser Macht zu bedienen, ne, also so Machtakte zu verfolgen, vollziehen, und, das heißt mit anderen Worten, der Druck, vieler Staaten, diesem Dollarsystem, und den Infrastrukturen daraus zu entfliehen, ist sehr, sehr hoch, ja, kannst du dir vorstellen, ne, irgendwie, auch China hat da keinen Bock drauf, dass, dass Donald Trump ihren, einfach ihren Bankzugang zu, europäischen Banken abknipsen kann, ja, oder solche Sachen, ja, da haben sie auch keinen Bock drauf, das heißt also, jedes Mal, wenn die Leute sehen, dass so eine, Maßnahme stattfindet, dass so eine, durch das so ein Schmerzhebel einmal verwendet wird, erhöht das ihre eigene Motivation, wo etwas, ein alternatives Dollarsystem zu machen. Was wir jetzt mit der Straße von Hormuz haben, ist jetzt sozusagen Bypass, ja, die Iraner haben jetzt, schon, sind zwischen zu Policy und übergegangen, dass Schiffe durchdürfen, wenn sie, erstens nicht beflaggt sind von einem, sozusagen befeindeten Land, und da auch nicht, glaube ich, hinter transportieren, und zweitens, wenn sie in Yuan bezahlen, wenn, wenn das Ganze, wenn der Trade in Yuan passiert, und, ne, Quatsch, das, das haben sie noch nicht, das haben sie noch, das können sie noch gar nicht durchsetzen, das geht nicht, aber, was sie jetzt haben, ist halt eine Fee, die sie nehmen, also eine, eine, eine Gebühr, zwei Millionen Yuan, Dollar in Yuan, glaube ich, also in, sie nehmen das jetzt in Yuan, in, in chinesischem Geld, und, worauf das, glaube ich, schon hinausläuft, ist halt tatsächlich, in Yuan gehandeltes Öl, ja, und damit ein Ende des Petrodollars, ne, also der, dem Ende, der Notwendigkeit für alle, den Dollar zu verwenden, um am Ölhahn zu schlürfen, und damit sozusagen eine, ein, ein riesengroßer Machtunterdruck, der sich dann plötzlich verteilt, auf zwei Knoten, ja, auf den Yuan und auf den Dollar, was, insgesamt dann auch die Netzwerkzentralität im gesamten globalen Kapitalismus, Finanzkapitalismus der USA betrifft, ja, man muss ja so sehen, die USA haben ja unter anderem davon gelebt, und, dass alle anderen, Dollar brauchten, ja, das heißt, sie konnten, und Dollar kosten sie nichts, ne, also, die haben ja, die sitzen ja in den Pressen, ja, die können Dollar drucken, wie sie lustig sind, beziehungsweise, Dollar drucken heißt ja heutzutage einfach nur, ein paar Nullen in eine, in eine Excel-Tabelle zu schreiben, haben, mit dem sie sozusagen diese ganzen Konsumgüter da rein, reinsaugen für Umme, ja, der würde dann plötzlich abflauen. Und dann bin ich gespannt, wie darauf auch die Wirtschaft reagiert, ja, und, wenn die plötzlich dann wirklich, für ihre Importe bezahlen müssen. Also, das ist, das sind alles so, so, so, so Dinge, die man plötzlich mit so einem Modell, wenn man anders über Wirtschaft nachdenkt, wenn man anders über, nachdenkt, die, die relativ offenbar werden, und, an denen man merkt einfach, wie instabil das ist, worauf die ganze globale Ordnung basiert, ja, also wie wenig Stelzen das sind, auf dem sozusagen die Macht der USA derzeit basiert. Und wenn jetzt auch noch die, das amerikanische Militär sozusagen die eigentliche materielle Machtbasis der USA, wenn jetzt das amerikanische stolze Militär an dem kleinen und unterentwickelt, also vergleichsweise, technologisch unterentwickelten Land sich die Zähne ausbeißt, dann ist das der letzte, dann, das ist die letzte Stelze.

Also, ja, ja, ja, oh, ja, ja, ja, ich meine, vielleicht, vielleicht, vielleicht passiert noch irgendwas, er weiß, vielleicht geht's nicht. Ja, es wird immer noch was passieren, es wird immer was passieren, es wird immer was passieren. Und vielleicht irre ich mich auch, und vielleicht chicken Trump doch noch out, bei dieser Geschichte, und findet irgendwie einen Weg, irgendwie rauszuschicken, aber momentan sieht's eher danach aus, dass sie halt tatsächlich da Ground Troops hinsetzen, zumindest erstmal, um diese komische Insel dazu, zu besetzen, um den Iranern irgendwie, eine Nase zu drehen, aber das öffnet die Straße von Hormuz ja auch nicht. Also, man wird's sehen. Also, ich bin mir aber sicher, am Ende wird es ein riesengroßes Desaster.

Und wir sollten alles dafür tun, dass wir als Europäer da nicht verwickelt werden. Das ist mir ganz, ganz, ganz wichtig. Also, das Ding wird uns um die Ohren fliegen, so oder so. Also, das fliegt uns schon um die Ohren. Und, da können wir jetzt eigentlich auch nichts gegen tun, aber ich glaube, was wir tun können, ist erstens, zu verstehen, was schief läuft, und zu verstehen, wer schuld ist.

Also, auch wirklich Verantwortung zu identifizieren. Welche Leute haben welche Erzählungen verfolgt, welche Dinge aufgegleist, welche Projekte gemacht. also, wir müssen, wir müssen das jetzt als Lernanlass, also, egal wie schlimm das jetzt wird, wir müssen das als Lernanlass, sehen. Und wir müssen vor allem zusehen, dass wir es nicht noch schlimmer machen. Dass wir nicht noch eigene Truppen da rein senden, dass wir nicht auch noch, in diesen Wahnsinn, der da, den Donald Trump befallen hat, und viele befallen hat, dass wir da, dass wir da irgendetwas mit zu tun haben wollen.

Dass wir da uns rausziehen, rausziehen aus dem amerikanischen Empire, rausunziehen aus ihren Infrastrukturen, dass wir verstehen, dass diese Dinge toxisch geworden sind. Wir müssten da rausspringen, als, als ob diese Infrastruktur gerade tausend Grad heiß geworden wäre. Ja, das ist eigentlich, was wir machen müssten. Okay, okay, okay, ich denke, das ist dann auch passend, mit diesem Schlusswort, dann, zu sagen, okay, wir achten spannend darauf, was passieren wird. Und, war sehr interessant, mal wirklich eine andere Perspektive zu hören, das Ganze zu betrachten.

Und ich finde, das war auch sehr einleuchtend. Also auf jeden Fall. Dann abschließend, vielleicht nur noch, um zu sagen, wo kann man dich erreichen, auf den ganzen Plattformen? Ja, so meine, meine Hauptwebseite ist mspro.de und das ist eigentlich auch mein Blog und dort erscheint auch mein Newsletter, den kann man dort abonnieren, das ist Krasse Links, und Krasse Links ist jetzt auch ein Podcast, auf Krasse Links.de kann man, den Podcast abonnieren und, ich habe noch ein paar andere Blogs, aber die findet man dann über diese Webseite. Genau.

Und die nötigen Sachen werde ich auch in der Beschreibung tun, wir laden das ja auch auf YouTube hoch und auf den ganzen Plattformen und dann können sich da die Leute zurechtfinden. Dann Abschluss nochmal, vielen, vielen Dank. Alles klar. Tschüss. Abschließend lässt sich sagen, teilt die Folge doch gerne mit jemandem, der das auch hören sollte und wenn sie euch gefallen hat, könnt ihr unseren Podcast oder auch die Folge generell bewerten und schreibt uns doch gerne einen Kommentar, wie ihr das Gespräch verhandelt.

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