Podcast-Folge
„Die Medien sind gegen uns“: Hostile-Media-Effekt, Medienskepsis und die Zukunft des Journalismus mit Thomas Hanitzsch #52
25. Oktober 2026 · 01:15:23 · Bildung
Episode #52
Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Medien einseitig berichten, und zwar gegen ihre eigene Sicht. Das Erstaunliche daran: Dieses Gefühl teilen Menschen von links und von rechts gleichermaßen. Was sagt das über den Journalismus, und was über uns?
In dieser Folge spricht Gabriel mit Prof. Thomas Hanitzsch, Kommunikationswissenschaftler an der LMU München und Leiter der Worlds of Journalism Study, die Journalismus in rund 90 Ländern untersucht. Er erklärt den sogenannten Hostile-Media-Effekt: Je fester wir in unserer eigenen Weltsicht stecken, desto eher erscheint uns selbst ausgewogene Berichterstattung als parteiisch. Und je stärker eine Gesellschaft sich spaltet, desto mehr Vertrauen geht verloren.
Thomas ist in der DDR aufgewachsen und hat erlebt, wie Medien zum Sprachrohr eines Staates werden. Nach der Wende ist er mit drei Kurzgeschichten unter dem Arm in eine Dresdner Zeitungsredaktion marschiert und dort Journalist geworden, später Wissenschaftler. Aus dieser Erfahrung heraus ordnet er ein, warum Medienskepsis im Osten verbreiteter ist und warum der Vergleich mit der DDR trotzdem nicht trägt.
Das Gespräch führt weiter zu der Frage, ob Journalismus immer objektiv sein muss, warum junge Menschen sich in den Medien kaum wiederfinden und was von der Profession bleibt, wenn KI immer mehr journalistische Arbeit übernimmt. Eine Folge über Vertrauen, Wahrnehmung und darüber, wie wir uns in einer unübersichtlichen Informationswelt orientieren.
Mehr zu Thomas' Forschung: sw.lmu.de/ifkw/de/das-institut/organisation-und-ansprechpartner/menschen-am-ifkw/kontaktseite/thomas-hanitzsch-c8d7d5b3.html
Worlds of Journalism Study: worldsofjournalism.org
In dieser Folge spricht Gabriel mit Prof. Thomas Hanitzsch, Kommunikationswissenschaftler an der LMU München und Leiter der Worlds of Journalism Study, die Journalismus in rund 90 Ländern untersucht. Er erklärt den sogenannten Hostile-Media-Effekt: Je fester wir in unserer eigenen Weltsicht stecken, desto eher erscheint uns selbst ausgewogene Berichterstattung als parteiisch. Und je stärker eine Gesellschaft sich spaltet, desto mehr Vertrauen geht verloren.
Thomas ist in der DDR aufgewachsen und hat erlebt, wie Medien zum Sprachrohr eines Staates werden. Nach der Wende ist er mit drei Kurzgeschichten unter dem Arm in eine Dresdner Zeitungsredaktion marschiert und dort Journalist geworden, später Wissenschaftler. Aus dieser Erfahrung heraus ordnet er ein, warum Medienskepsis im Osten verbreiteter ist und warum der Vergleich mit der DDR trotzdem nicht trägt.
Das Gespräch führt weiter zu der Frage, ob Journalismus immer objektiv sein muss, warum junge Menschen sich in den Medien kaum wiederfinden und was von der Profession bleibt, wenn KI immer mehr journalistische Arbeit übernimmt. Eine Folge über Vertrauen, Wahrnehmung und darüber, wie wir uns in einer unübersichtlichen Informationswelt orientieren.
Mehr zu Thomas' Forschung: sw.lmu.de/ifkw/de/das-institut/organisation-und-ansprechpartner/menschen-am-ifkw/kontaktseite/thomas-hanitzsch-c8d7d5b3.html
Worlds of Journalism Study: worldsofjournalism.org
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